17. April 2026
VISIONS DU RÉEL: LEITERIN EMILIE BUJÈS VERLÄSST DAS FILMFESTIVAL VON NYON
Von heute Freitag bis am 26. April 2026 findet in Nyon die 57. Ausgabe von Visions du Réel (VdR) statt. Kurz vor dem diesjährigen Festivalstart gab die Stiftung Visions du Réel bekannt, dass ihre künstlerische Leiterin Emilie Bujès per Ende Juli 2026 das Festival verlassen wird. Emilie Bujès, die seit 2018 als Co-Direktorin und Verantwortliche für das Programm und den Branchenbereich des Festivals tätig ist, habe beschlossen, eine neue Herausforderung anzunehmen: Sie wechselt zum GIFF in Genf.

Bild: Emilie Bujès – Foto: © Sébastien Agnetti
«Nach neun äusserst erfolgreichen Ausgaben übergibt Emilie Bujès die künstlerische Leitung von Visions du Réel in neue Hände. Am 1. August 2026 wird sie die künstlerische Leitung des GIFF (Geneva International Film Festival) übernehmen. Dieser konsequente Schritt ermöglicht es Emilie Bujès, das filmische Spektrum ihrer Arbeit weiter auszubauen und sich künftig verstärkt der Spielfilmproduktion, den Serien und digitalen Formaten zu widmen», schreibt die Stiftung.
Der Stiftungsrat von Visions du Réel und das gesamte Team danken Emilie Bujès «für ihr immenses Engagement und ihre bemerkenswerte Arbeit in neun intensiven Jahren. Sie hat es dem Festival ermöglicht, in jeder Hinsicht neue Höhen zu erreichen und sie hat wesentlich dazu beigetragen, sein internationales Ansehen zu stärken. Die Qualität ihres Programms, das auf ambitionierten, zeitgenössischen filmischen Positionen beruht, ist aussergewöhnlich», hält die Stiftung fest. Besondere Höhepunkte seien zudem der Besuch renommierter Gäste wie Lucrecia Martel, Claire Denis, Werner Herzog, Jia Zhang-ke, Alice Rohrwacher, Kleber Mendonça Filho, Laura Poitras und Kelly Reichardt sowie eine einzigartige Ausstellung gewesen, die Jean-Luc Godards Livre d’image gewidmet war – neben aufstrebenden und etablierten Filmemacher:innen, die ihre Filme im offiziellen Wettbewerb in Nyon präsentierten, meist als Weltpremiere.

Bild: © https://www.visionsdureel.ch/
Visions du Réel präsentiert in seiner 57. Ausgabe (17. – 26. April 2026) 164 Filme aus 75 Ländern (ein Rekord)
Während der Frauenanteil im Vergleich zu 2025 (39 %) weiter gestiegen ist (44 %), entfallen 7 % auf Co-Regieprojekte, 1 % auf Filme von nicht-binären Personen und 48 % auf Filme von Männern.
Unter den 128 vorgestellten neuen Filmen befinden sich 83 Weltpremieren und 8 internationale Premieren. 58 Debütfilme, darunter 36 Langfilmdebüts, sowie nicht weniger als 26 Schweizer (Co-)Produktionen runden das Bild ab.
Visions du Réel festigt damit seine Position als zweitwichtigstes Festival der Schweiz für die Präsentation neuer Filme und als unumgänglicher internationaler Treffpunkt für das Dokumentarfilm-Genre. Neben den vier bereits angekündigten Gästen, der US-amerikanischen Filmemacherin Kelly Reichardt, dem ukrainischen Regisseur Sergei Loznitsa, der US-amerikanischen Regisseurin Laura Poitras und der marokkanischen
Künstlerin Meriem Bennani, hat Visions du Réel die Ehre, während dieser zehn Tage aufstrebende und etablierte Talente sowie renommierte Jurys begrüssen zu dürfen. Eröffnet wird die 57. Ausgabe mit der Vorführung des neuesten Films der oscarprämierten Filmemacherin Laura Poitras.
Mehr / Kontakt:
https://www.visionsdureel.ch/wp-content/uploads/2026/03/VdR26_dossierdepresse_WEB_DE.pdf
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger