16. Oktober 2024
ZUM TOD DES SCHWEIZER GEIGERS, KOMPONISTEN UND ENTERTAINERS MARIO FEURER (MINSTRELS, TRIO GRANDE)
Der 1942 geborene Zürcher Geiger, Sänger, Komponist, Bandleader und Entertainer Mario Feurer (Bild) ist am 15. Oktober 2024 gestorben. Gemeinsam mit Dani Fehr (Klavier, Banjo, Hackbrett usw.) und Pepe Sollbach (Gitarre, Gesang) feierte er ab 1967 als Minstrels u.a. mit ihrem Hit «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!» über die Sprach- und Landesgrenzen hinaus grosse Erfolge bei Konzerten, an Festivals, in Radio und Fernsehen, in Festzelten und Kursälen. Nach dem Ende der Minstrels 1974 war Feurer u.a. mit dem beliebten Trio Grande unterwegs. «Dem Niederdörfli blieb der weitum als Lebemann bekannte Feurer sein Lebtag treu, er soll dort bis zum Schluss noch etwa in der Bodega anzutreffen gewesen sein.», heisst es im Nachruf des Zürcher «Tages-Anzeigers».

Bild: Mario Feurer – Foto: © https://sammlung.volksmusik.ch/eMP/eMuseumPlus?service=ExternalInterface&siteId=1&module=artist&objectId=18775&view

Bild: Minstrels, Sammlung Rolf Ramseier, signierte Fotopostkarte 9 x 16cm, signiert von (v.l.n.r.) Mario Feurer, Dani Fehr und Pepe Solbach, https://www.autographenderschweiz.ch/index.php?id=15&tx_autographs

Bild: Mario Feurer – Minstrels – Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! (Live-Auftritt im © ORF, 1972), https://www.youtube.com/watch?v=ggVPPKpmTm8
Über die Minstrels
1967 fand sich die Band in Zürich zusammen. Zunächst zogen sie als Wandermusikanten in Minnesängerkostümen durch Zürichs Gaststätten, mit einem Repertoire aus Folk, Blues und Schweizer Volksmusik. Ein Fernsehauftritt im Rahmen der OLMA in St.Gallen im Oktober 1969 machte sie mit einem Schlag bekannt. Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! zog wenige Tage später in die Schweizer Hitparade auf Platz 2 ein, wo es sich siebzehn Wochen ununterbrochen in den Top 10 hielt, zehn Wochen davon auf Platz 1. Es platzierte sich in Deutschland (Platz 3) und Österreich (Platz 5) und verkaufte sich in 27 Ländern 1,5 Millionen Mal.
Ende 1970 kauften und bezogen die drei Musiker ein 16-Zimmer-Haus im Tobel in Trogen. Im Keller wurde ein Studio eingebaut, das für Aufnahmen genutzt wurde. 1971 brachten die Minstrels ihr Debütalbum Chrüsimüsi (Schweizerdeutsch für «Durcheinander») heraus. Die Band gab zahlreiche Konzerte und trat in Fernseh- und Kinofilmen auf. Eine dieser Gastrollen bestand aus einem Wirtshaus-Auftritt in Was ist denn bloß mit Willi los?. Im Film ist Willis (Heinz Erhardts) Vermieterin die von den Minstrels besungene Frau Stirnimaa, dargestellt von Helen Vita.
An den kommerziellen Erfolg ihres ersten Hits konnten die Minstrels nicht mehr anknüpfen. 1970 erreichte die Single Hopp de Bäse! den 2. Platz in den Schweizer Charts und hielt sich dort vier Wochen in den Top 10. 1974 löste sich die Gruppe auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Minstrels
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de
Der Komponist von «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!» ist tot
Der Zürcher Musiker Mario Feurer hat mit den Minstrels einen Mundart-Hit geschaffen, der es in die Köpfe der Schweizer und sogar in die deutsche Hitparade geschafft hat.
Das muntere Lied ist einer der grössten Schweizer Mundart-Hits überhaupt, es verkaufte sich 1,5 Millionen Mal. Gemäss dem Portal Hitparade.ch war es zehn Wochen lang die Nummer 1 der Schweizer Hitparade und schaffte es gar auf Platz 3 in Deutschland und Platz 5 in Österreich. Überall hatten die Minstrels Fernsehauftritte, sogar in Italien.
Pascal Unternährer, David Sarasin
https://www.tagesanzeiger.ch/komponist-von-grueezi-wohl-frau-stirnimaa-ist-gestorben-859558207003
Der Zürcher Musiker Mario Feurer, der mit den Minstrels einen der grössten Mundart-Hits schrieb, ist im Alter von 82 Jahren gestorben
Die Minstrels, bestehend aus Mario Feurer, Pepe Solbach und Daniel Fehr, der 2021 verstarb, waren für ihre Verkleidungen als Troubadoure und ihren Mix aus Folk, Blues und Volksmusik bekannt. Ein weiterer Hit der Band war «Hopp de Bäse!».
Ihre erste Langspielplatte, «Chrüsimüsi», erschien erst 1971. Feurer, der in Zürich aufwuchs und ein wahres Niederdorf-Original war, blieb der Musik auch nach der Auflösung der Band im Jahr 1974 treu.
Laszlo Schneider
1969 veröffentlichen Mario Feurer und die «Minstrels» das Lied «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!». Das Stück mit eingängigem Text und schmissiger Melodie wurde rasch zu einem der grössten Schweizer Mundart-Hits überhaupt.
Feurer war der Geiger der Band. Der Kult-Song, der es sogar in die deutsche Hitparade schaffte und viele Male gecovert wurde, machte ihn in der Schweiz berühmt. Die Minstrels bestanden neben Feurer aus Pepe Solbach und Dani Fehr, der 2021 verstarb.
Jonas Bucher

Minstrels, © SRF 2008
Audios / Videos:
Minstrels – Ja Grüezi wohl Frau Stirnimaa 1970
https://www.youtube.com/watch?v=4zVPKXTAxAQ&t=3s
Grüezi wohl Frau Stirnimaa
https://www.youtube.com/watch?v=JDyaaRYEeTA
Minstrels – That Hippo Feeling
https://www.youtube.com/watch?v=cI7xhEYYIkI
Play SRF, «Antenne», 21.1.1971
Minstrels bei Plattenaufnahmen
Schweiz, Trogen, AR: Platten-Aufnahmen für 1. LP der Minstrels
The Minstrels
Play SRF, 16.3.1972
Radio DRS, 1978
Das prominente Mikrophon: Mario Feurer, Musiker
https://memobase.ch/de/object/srf-027-SRDRSSRF_243009
Mario Feurer im Schweizerischen Sozialarchiv
https://www.bild-video-ton.ch/suche/in/ssaPersonen/Feurer, Mario/

Bild: Mario Feurer (links) und Tonmeister Eric Merz im Sinus Studio an der Berner Münstergasse – Foto: Archiv Eric Merz / ch-cultura.ch
Mehr:
https://www.musikzimmer.ch/songwriter/Mario+Feurer
https://www.last.fm/de/music/Die+Minstrels
https://www.discogs.com/de/release/7131212-Die-Minstrels-Grüezi-Wohl-Frau-Stirnimaa
https://www.songtexte.com/songtext/die-minstrels/gruezi-wohl-frau-stirnimaa-23ae9897.html
https://mikiwiki.org/wiki/Minstrels
https://de.wikipedia.org/wiki/Minstrels
Auf ch-cultura.ch u. a. erschienen:
https://ch-cultura.ch/musik-und-tanz/der-schweizer-musikant-dani-fehr-ist-gestorben/
#MarioFeurer #Minstrels #TrioGrande #DaniFehr #PepeSollbach #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Bild: Archiv, Die Minstrels, Grüezi wohl, Frau Stirnimann! – Single
Kommentare von Daniel Leutenegger