Ausstellung im Naturmuseum Olten, bis am 19. Oktober 2025

Bild: © Naturmuseum Olten
Diese dreisprachige Produktion (deutsch, französisch, englisch) des Naturhistorischen Museums Freiburg-Fribourg beleuchtet das Altern in der Natur von unterschiedlichsten Seiten. Einerseits ist das Leben durch das Erbgut jedes Organismus´ vorgezeichnet. Auch Entscheidungen wie die eigene Fortpflanzung oder die Risikobereitschaft bei der Nahrungssuche beispielsweise, beeinflussen genauso wie verschiedenste Umweltfaktoren die Lebenserwartung eines Lebewesens. Dabei ergeben sich auch philosophische Fragen. Wann fängt das Leben an? Was wäre das beste Alter? Möchten ich unsterblich sein?
Von der Eintagsfliege bis zur Zitterpappel
Anhand von vielen verblüffenden Beispielen aus der Natur entwickelt sich die Ausstellung um drei grosse Themen: die Phasen des Lebens, die Lebenserwartung und schliesslich die philosophische Seite des Alterns. Besucherinnen und Besucher begegnen der Eintagsfliege mit ihrem trügerischen Namen, denn tatsächlich lebt sie, die Larvenstadien eingeschlossen, etwa zwei Jahre. Nach dem Schlüpfen leben die Fluginsekten einiger Arten weniger als eine Stunde. Nach der Paarung und der Eiablage sterben sie. Ganz anders der Grönlandhai. In den eiskalten arktischen Gewässern unterwegs, werden Junghaie erst mit 130 Jahren geschlechtsreif. Die Lebenserwartung dieser Haie beträgt sagenhafte 400 Jahre.

Bild: Grönlandhai – Foto: © Samuel Furrer
Auch andere Tierarten scheinen sich am Jungbrunnen zu bedienen. Der Nacktmul beispielsweise zeigt keinerlei Alterserscheinungen wie Krebs oder andere Alterskrankheiten. Es ist nicht bekannt, warum diese Tiere scheinbar nicht altern. Möglicherweise steckt dahinter ein ungewöhnlich reparierfreudiges Erbgut. Der Altersrekord aber geht an eine Pflanze: Baumstämme der amerikanischen Zitterpappel sind über ein Wurzelgeflecht miteinander verbunden und bilden somit ein einziges Lebewesen auf einer Fläche von über 40 Fussballfeldern. Es wird vermutet, dass solche Wurzelgeflechte 80’000 bis 1 Million Jahre alt sein können.
Infografiken, Videos und Hörstationen
Ihre Geheimnisse enthüllen alle diese Lebewesen nach und nach in Form von Texten, Infografiken, Videos und Hörstationen. An den Hörstationen ergreifen einzelne Lebewesen selbst das Wort und erzählen aus ihrem Alltag. Die Ausstellung führt die Besucherinnen und Besucher auf einem Spielbrett durch die unterschiedlichen Phasen des Lebens. Spannende interaktive Stationen lassen den biologischen Prozess des Alterns greifbar werden.
Führungen, Vorträge, spezifische Schulangebote, Zeichnungskurse und szenische Theateraufführungen geben weitere Einblicke ins Thema und bilden das Rahmenprogramm zu dieser Sonderausstellung.
nmo
Kontakt:
https://hausdermuseen.ch/sonderausstellung
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Kommentare von Daniel Leutenegger