Ausstellung im Museum.BL, Liestal, bis am 30. August 2026

Foto: Daniela Roth © Museum.BL
Ausstellung und Reparaturwerkstatt in einem
Wer die Ausstellung «Fix it!» besucht, bekommt Raum zum Tüfteln, Kleben, Verkabeln, Schrauben und Nähen. Die Besuchenden können Werkzeuge und Reparaturtechniken ausprobieren, sich mit Objekten, Texturen und Materialien vertraut machen und Reparaturfertigkeiten testen, die sie vielleicht noch gar nicht kennen oder die sie verbessern möchten.
Wo ist der Defekt, welches Werkzeug ist das richtige für die Reparatur und wie lässt sich das Gerät überhaupt öffnen? «Fix it!» ist Ausstellung und Reparaturschule zugleich. Nachmittags stehen einem Profis mit Tipps zur Seite, wenn man sich an die Reparaturaufträge macht und einen Stuhl wieder zum Stehen oder eine Lampe zum Leuchten bringt.

Foto: Georgios Kefalas © Museum.BL
Vielseitigkeit des Reparierens
Die Ausstellung «Fix it!» beleuchtet das Thema Reparieren in all seinen Facetten. So erleben die Besuchenden die Schneiderin bei ihrer Arbeit im Atelier oder erfahren vom Steinmetz, wie er eine zerfallene Mauer repariert. Die Mittelalter-Historikerin erzählt von der Geschichte des Reparierens und der Psychoanalytiker vom positiven Effekt des Wiederherstellens auf unsere Seele. Die Natur beweist, wie clever sie repariert und recycelt. Sei es die Spinne, die ihr Netz flickt oder der Vogel, der sein Nest ausbessert. Wie sich der Körper selber repariert, zeigt eindrucksvoll ein menschlicher Schädel, der bei Ausgrabungen in der Liestaler Stadtkirche entdeckt wurde und ein markantes Loch aufweist. Die Knochenränder verwuchsen mit Erfolg und der Mensch blieb am Leben.

Foto: Georgios Kefalas © Museum.BL
Warum Reparieren glücklich macht
«Weshalb erleben wir Momente des Glücks, wenn wir Dinge instand stellen?Was geschieht mit uns, wenn wir mit Schraubenzieher, Säge oder Lötkolben einen Gegenstand wieder zum Funktionieren bringen? In der Ausstellung «Fix it!» begeben wir uns auf die Spur des Glücks, das uns das Reparieren schenken kann – ein Kreislauf aus Analyse, Strategie, Anwendung, Scheitern und Erfolgserlebnis. Wir übernehmen die Kontrolle, beweisen Mut und Durchhaltewillen, sind selbstwirksam, sinnhaft und nachhaltig. Reparieren fördert den sozialen Austausch, wenn wir die Aufgabe gemeinsam anpacken und nach Lösungen suchen. Und die Chancen stehen gut, dass wir beim Reparieren in einen Flow geraten, in einen Zustand höchster Konzentration, vertieft in eine kreative Tätigkeit, die uns Erfüllung und Glück beschert.», schreibt das Museum.
Projektleitung, Konzept:
Pit Schmid
Gestaltung, Grafik, Konzept:
Caroline Schmidt
mbl
Kontakt:
https://www.museum.bl.ch/ausstellungen

Foto: Georgios Kefalas © Museum.BL
#FixIt #VomGlückdesReparierens #MuseumBL #PitSchmid #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger