9. August 2025
ASCONA: DER SCHWEIZER SCHRIFTSTELLER ADOLF MUSCHG ERHÄLT DEN «EUROPAPREIS FÜR POLITISCHE KULTUR» 2025
Der «Europapreis für politische Kultur» der Hans Ringier Stiftung geht 2025 an den Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg (Bild Mitte und links). Der mit 50'000 Euro dotierte Europapreis wird zum neunzehnten Mal verliehen und ging zuvor an Jean-Claude Juncker, Boris Tadic, Jürgen Habermas, Pascal Lamy, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Donald Tusk, Wolfgang Schäuble, Heinrich August Winkler, Mario Draghi, Frank-Walter Steinmeier, Margrethe Vestager, Sir Christopher Munro Clark, Zuzana Caputová, Peter Sloterdijk, Kaja Kallas, Alexei Navalny, Anne Applebaum und Radoslaw Sikorski.

Bild von der Preisverleihung 2025: Adolf Muschg mit seinem Portrait (Künstlerin: Tania Jacobi) und Gastgeber Frank A. Meyer (rechts) – Foto: © Ringier.com
Adolf Muschg erhielt am Samstag in Ascona den «Europapreis für politische Kultur» der Hans Ringier Stiftung. «Mit Adolf Muschg, dem wohl letzten Dichter mit Wurzeln in der Zeit von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, wird zum ersten Mal ein Schweizer geehrt, der unser Land immer wieder an seine Lebenswirklichkeit mitten in Europa erinnert. Adolf Muschg ist Patriot und Eidgenosse – und Europäer. Als international profilierter Intellektueller und Schriftsteller verkörpert er demokratische Vernunft und kritisches Denken. Adolf Muschg steht mit seinem Lebenswerk für all die Werte, die wir erneut zu verteidigen haben – für die europäische Freiheitskultur», kommentiert der Präsident der Hans Ringier Stiftung, Frank A. Meyer, die Wahl des diesjährigen Preisträgers.
Andreas Isenschmid, Publizist und Literaturkritiker, würdigte den Preisträger in seiner Laudatio: «Muschgs Europäertum ist keins der Einheit und Synthese, wie sie heute allenthalben gefordert werden, auch keins einer forcierten europäischen Identität. Gegen Identität ist Muschg allergisch, er setzt gegen sie die Aporie, die Spannung und den produktiven Konflikt. Für eine europäische Vertiefung ist er indes zu haben, allerdings keine bürokratische, sondern eine mit Blick auf die geschichtliche, letztlich antike Tiefe, auf die sich eine neue europäische Erzählung beziehen müsste.»
Die Preisverleihung fand im Rahmen des traditionellen «Dîner Républicain» statt, das alljährlich während des Locarno Film Festivals auf Einladung von Frank A. Meyer im Hotel Castello del Sole in Ascona stattfindet.
Quelle / Kontakt:

Bild: Sitzend (v.l.n.r.) Gastgeber Frank A. Meyer, Atzuko Muschg, Preisträger Adolf Muschg, Gastgeberin Lilith Frey; stehend (v.l.n.r.): Mario Voigt, Ministerpräsident von Thüringen, Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ignazio Cassis, Schweizer Bundesrat, Maja Hoffmann, Präsidentin Locarno Film Festival, Andreas Isenschmid, Publizist und Literaturkritiker.
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Kommentare von Daniel Leutenegger