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25. Oktober 2025

«POULOMI BASU – PHANTASMAGORIA»

Ausstellung im Fotomuseum Winterthur, vom 25. Oktober 2025 bis am 15. Februar 2026

Basu_Blood Speaks 01 Poulomi Basu, Ranga and Minu, aus Blood Speaks: A Ritual of Exile, 2013–2018 © Poulomi Basu

Bild: Poulomi Basu, Ranga and Minu, aus Blood Speaks: A Ritual of Exile, 2013–2018 © Poulomi Basu

Basu_Blood Speaks 02 Poulomi Basu, aus Blood Speaks: A Ritual of Exile, 2013–2018 © Poulomi Basu

Bild: Poulomi Basu, aus Blood Speaks: A Ritual of Exile, 2013–2018 © Poulomi Basu

Wirklichkeit trifft Fantasie: In «Phantasmagoria» verbindet die indische Künstlerin Poulomi Basu Fotografie, Film, Virtual Reality und Installation. Die Werke rücken Frauen aus dem Globalen Süden ins Zentrum, zeigen Wege der Selbstermächtigung auf und machen Ausgrenzung sowie geschlechtsspezifische Gewalt sichtbar. Die Ausstellung ist eine Einladung, den eigenen Blick zu prüfen, und sie ist «ein kraftvoller Aufruf zum Widerstand», wie das Museum schreibt.

Der Titel der Ausstellung nimmt Bezug auf die Phantasmagorien des 18. Jahrhunderts, die ihr Publikum mit Projektionen und optischen Täuschungen in den Bann zogen. Auch Basu spielt mit dem Verhältnis von Imagination und Wirklichkeit: Sie entwirft spekulative Zukunftsvisionen, die zugleich die Gegenwart ihrer Protagonist:innen reflektieren und Möglichkeiten der Selbstermächtigung und des Widerstands aufzeigen. In ihrer transmedialen Praxis setzt Basu Fotografie, Film, Virtual Reality und Installation ein und nutzt deren aktivistisches Potenzial, um auf Ausgrenzung, strukturelle Missstände und geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen.

Basus Arbeiten sind ein Aufruf zum Widerstand gegen patriarchale Strukturen, vorherrschende Machtverhältnisse und die systematische Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Wie ein roter Faden zieht sich die Resilienz der Protagonist:innen ihrer Arbeiten durch ihr Werk: Basu ermöglicht es ihnen, die Rolle ermächtigter Akteur:innen einzunehmen, ihre eigenen Stimmen zu erheben, ihre persönlichen Geschichten zu erzählen und so die Wahrnehmung des Publikums herauszufordern.

Die sechs in «Phantasmagoria» gezeigten Werkgruppen befassen sich mit Geschichten von Frauen aus dem Globalen Süden und mit der Frage, inwiefern der weibliche Körper als Schauplatz politischer und ideologischer Auseinandersetzungen aufgefasst werden kann.

Basu_Centralia 02 Poulomi Basu, aus Centralia, 2010–2020 © Poulomi Basu

Bild: Poulomi Basu, aus Centralia, 2010–2020 © Poulomi Basu

Basu_Fireflies 02 Poulomi Basu, aus Fireflies, 2019–ongoing © Poulomi Basu

Bild: Poulomi Basu, aus Fireflies, 2019–ongoing © Poulomi Basu

Biografie

Poulomi Basu ist 1983 in Kolkata, Indien, geboren und aufgewachsen; sie lebt und arbeitet heute in London, Grossbritannien. Sie studierte Soziologie, bevor sie ihren Master in Fotojournalismus und Dokumentarfotografie am London College of Communication mit Auszeichnung abschloss. Ihr Werk wurde international ausgestellt und ist Teil mehrerer öffentlicher Sammlungen, darunter die Sammlungen des Victoria and Albert Museum (GB), der Harvard Art Museums (USA) und des Autograph (GB).

Die Künstlerin wurde vielfach ausgezeichnet: Unter anderem erhielt sie die New Voices Special Jury Mention des Tribeca Film Festivals 2023 und wurde 2024 als BAFTA Breakthrough UK ausgewählt. Im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes war sie 2024 mit einer immersiven Filminstallation vertreten.

Basu_Sisters of the Moon 02 Poulomi Basu, Radical Light aus Sisters of the Moon, 2022 © Poulomi Basu

Bild: Poulomi Basu, Radical Light aus Sisters of the Moon, 2022 © Poulomi Basu

Publikation

Begleitend zu Poulomi Basus erster institutioneller Einzelausstellung im Fotomuseum Winterthur erscheint die zweisprachige Publikation «Phantasmagoria» (Deutsch/Englisch). Sie bietet erstmals einen Überblick über zentrale Werkgruppen der Künstlerin. Essays der Wissenschaftlerin Breanne Fahs, der Kulturpublizistin und Journalistin Ann Mbuti sowie der Autorin und Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal beleuchten Basus Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven. In einem Gespräch mit der Kuratorin Bindi Vora spricht die Künstlerin über Selbstliebe als emanzipatorische Praxis und das Konzept der Dokufiktion. Ein Glossar der indischen Soziologin Moubani Maitra kontextualisiert zentrale Begriffe und eröffnet einen weiteren Zugang zum Werk und den thematischen Schwerpunkten von Poulomi Basu.

Hg. Sonja Palade, Nadine Wietlisbach / Fotomuseum Winterthur
Verlag: Distanz Verlag, Berlin
Sprache: Deutsch, Englisch
Softcover, 19 × 26 cm
140 Seiten, 70 Farbabbildungen
Gestaltung: Sibel Beyer
ISBN: 978-3-95476-773-1
38 €

fmw

Kontakt:

https://www.fotomuseum.ch/de/exhibitions-post/poulomi-basu-phantasmagoria/?

Basu_Collages Poulomi Basu, ohne Titel, aus Chimeras, 2025–ongoing © Poulomi Basu

Bild: Collage von Poulomi Basu, ohne Titel, aus Chimeras, 2025–ongoing © Poulomi Basu

#PoulomiBasu #Phantasmagoria #FotomuseumWinterthur #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 25. Oktober 2025
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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