22. Mai 2026
BFS: 2025 GAB ES IN DER SCHWEIZ FAST 5 PROZENT WENIGER KULTURSCHAFFENDE ALS IM VORJAHR
Im Jahr 2025 verringerte sich die Zahl der Kulturschaffenden in der Schweiz im Vergleich zu 2024 um 4,8%. Diese Abnahme ist mit jener während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2019-2020 vergleichbar. Sie betraf vor allem männliche Kulturschaffende sowie solche mit Schweizer Staatsangehörigkeit. In der lateinischen Schweiz fiel der Rückgang zudem stärker aus als in der Deutschschweiz. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse zu den Kulturschaffenden (2025) aus der aktualisierten Statistik der Kulturwirtschaft. Auch die Zahlen zur öffentlichen und privaten Kulturfinanzierung wurden aktualisiert (2023).

Bild: © Bundesamt für Statistik (BFS), https://www.facebook.com/StatDataCH
Ende 2025 gab es in der Schweiz 282’000 Kulturschaffende, 4,8% weniger als im Vorjahr (Ende 2024: 296’000). Ihre Zahl ging in vergleichbarem Ausmass zurück wie während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2019-2020 (-4,7%). Auch im Vergleich zur gesamten Erwerbsbevölkerung verringerte sich der Anteil der Kulturschaffenden: Er sank zwischen 2024 und 2025 von 5,8% auf 5,5%. Dieser Rückgang lässt sich dadurch erklären, dass das starke Wachstum der Erwerbsbevölkerung der Post-Corona-Jahre 2022 und 2023 im Beobachtungszeitraum etwas nachgelassen hat.
Bestimmte Gruppen sind stärker betroffen
Die Kulturwirtschaft umfasst Personen mit Kulturberufen innerhalb des Kultursektors (z. B. Musiker:innen in einem Orchester) oder ausserhalb dieses Sektors (z. B. Grafikdesignerinnen in einer Bank) sowie Personen ohne Kulturberuf, die im Kultursektor tätig sind (z. B. Buchhalter:in in einem Museum). Am stärksten ging die Zahl der Kulturschaffenden zwischen 2024 und 2025 in der ersten Kategorie zurück (-7,8%). An zweiter Stelle folgten die Personen mit einem Kulturberuf ausserhalb des Kultursektors (-4,7%). Die Beschäftigten im Kultursektor ohne Kulturberuf waren am wenigsten betroffen (-1,6 %).
Die Zahl der kulturschaffenden Männer verringerte sich im Jahr 2025 stärker (-5,4%) als jene der kulturschaffenden Frauen (-4,2%). Ebenso war der Rückgang bei Schweizer Kulturschaffenden ausgeprägter (-5,4%) als bei ausländischen (-2,9%). Regional bestehen grosse Unterschiede: Die Zahl der Personen mit Kulturberuf sank in der Deutschschweiz nur geringfügig, in der Westschweiz etwas stärker und in der italienischsprachigen Schweiz deutlich, dies gemäss den neusten Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE).
Kulturschaffende sind mit ihrer finanziellen Situation weniger zufrieden
Die Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie zufrieden die Menschen mit ihrer finanziellen Situation sind. Sie zeigt, dass die Kulturschaffenden im Jahr 2024 in dieser Hinsicht weniger zufrieden waren als der Durchschnitt: Während bei den Erwerbspersonen insgesamt ein Fünftel (20,1%) angab, wenig oder gar nicht zufrieden zu sein, war es bei den Kulturschaffenden rund ein Viertel (26,6%).
Die Daten zum Einkommen der Kulturschaffenden für das Jahr 2025 werden am 25. Juni 2026 zusammen mit allen anderen Einkommensdaten im Rahmen der SAKE veröffentlicht.
Aktualisierung der Statistik der Kulturfinanzierung
Die Zahlen zur öffentlichen Kulturförderung und zu den Kulturausgaben der privaten Haushalte (einschliesslich Medien) für das Jahr 2023 liegen vor.
Mehr:
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/dienstleistungen/fuer-medienschaffende.gnpdetail.2026-0191.html
Quelle / Kontakt:

Diagramm: Kulturschaffende – Arbeitnehmende ohne Vorgesetztenfunktion nach Geschlecht, gesamt und nach Kulturbereich, Pooling 2021–2025 | 22.05.2026 © Bundesamt für Statistik (BFS)
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Kommentare von Daniel Leutenegger