10. Juni 2026
FILMEMACHER BEAT OSWALD ERHÄLT DEN THURGAUER KULTURPREIS 2026
Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald (Bild) aus Frauenfeld erhält den diesjährigen Kulturpreis des Kantons Thurgau. Mit dem Preis, der mit 20'000 Franken dotiert ist, würdigt der Thurgauer Regierungsrat «das eigenständige dokumentarische Werk und das engagierte Wirken von Beat Oswald für die Filmvermittlung und Filmkultur im Kanton Thurgau», wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst.

Bild: Beat Oswald – Foto: zVg
Beat Oswald arbeitet seit 2010 als freischaffender Filmemacher und hat sich insbesondere im Bereich des Dokumentarfilms einen Namen gemacht. «Als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur verbindet er wissenschaftliche Reflexion mit filmischer Beobachtung und schafft Werke, die sich durch eine poetische und zugleich analytische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen auszeichnen», ist in der Thurgauer Medienmitteilung zu lesen.
Sein Dokumentarfilm «Golden Age» (2019), realisiert zusammen mit Samuel Weniger, gewähre einen Einblick in den Alltag einer luxuriösen Seniorenresidenz in Miami. Der Film thematisiere nebst dem glanzvollen Lebensstil auch Krankheit und Einsamkeit. «Golden Age» wurde unter anderem am Visions du Réel – Festival international de cinéma Nyon sowie an den Solothurner Filmtagen gezeigt und später von Netflix angekauft. «Tamina – Wann war es immer so?» (2024), realisiert zusammen mit Lena Hatebur und Samuel Weniger, erforsche neugierig den von Wölfen und Menschen geteilten Lebensraum und setze sich auf poetische Weise mit Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten auseinander. Der Dokumentarfilm wurde ebenfalls am Visions du Réel präsentiert und an den Solothurner Filmtagen für den Preis «Visioni» nominiert. Mit seinen jüngeren Arbeiten knüpfe Beat Oswald an ein langjähriges filmisches Schaffen an, das auch frühe Regiearbeiten wie «Thanks to the Rawberry» (2011) und «Volksfest» (2014) umfasst.
«Nebst seiner filmischen Tätigkeit engagiert sich Beat Oswald in besonderer Weise für die Filmkultur und Filmvermittlung. Er ist Inhaber der Produktionsfirma für Dokumentarfilme Conobs GmbH und Mitinhaber der Film Lodge GmbH. Als Initiator der interaktiven Online-Lernplattform Ciné Cité, die in Kooperation mit dem Verein Feines Kino aus Romanshorn entwickelt wurde, schafft er einen innovativen und spielerischen Zugang zur Film- und Kinogeschichte. Zudem wirkt Beat Oswald als Präsident des Vereins Frauenfelder Filmfreundlnnen, der das Cinema Luna in Frauenfeld betreibt», schreibt der Thurgauer Regierungsrat.
Beat Oswald wurde 1982 in Frauenfeld geboren und wuchs in Aadorf auf. Er besuchte das Lehrerseminar in Kreuzlingen und erwarb das Primarlehrdiplom. Ein Austauschjahr in Florida sowie das Studium der Ethnologie und Publizistik an der Universität Zürich prägten seinen Werdegang. Heute lebt und arbeitet Beat Oswald in Frauenfeld.
«Beat Oswald wird für sein eigenständiges dokumentarisches Werk, seine reflektierte und poetische Filmsprache sowie für sein engagiertes Wirken für die Filmvermittlung und Filmkultur im Kanton Thurgau mit dem Thurgauer Kulturpreis 2026 ausgezeichnet», steht in der Begründung zu lesen.
Öffentliche Feier am 9. September 2026 in Kreuzlingen
Der mit 20’000 Franken dotierte Thurgauer Kulturpreis wird am 9. September 2026 um 19.30 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Feier in der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen durch Denise Neuweiler, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur, überreicht. «Mit dem Preis, der seit 1986 vergeben wird, spricht der Regierungsrat seinen Dank und seine Anerkennung aus für ausserordentliche kulturelle Leistungen von Privaten und von Institutionen, die das kulturelle Leben im Kanton in besonderer Weise bereichern. Eine Auswahl möglicher Trägerinnen und Träger des Kulturpreises wird dem Regierungsrat jeweils von der Kulturkommission des Kantons Thurgau vorgeschlagen», ist in der Medienmitteilung abschliessend zu lesen.
Quelle / Kontakt:
https://www.tg.ch/news.html/485/news/78920
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Kommentare von Daniel Leutenegger