Ausstellung im museumbickel Walenstadt, bis am 22. November 2026

Bild: Sichelkammfalte, Bergformation bei Walenstadt, Schweiz, Aufnahme 5.7.2026 – Foto: © Guido Kasper

Blick in die Ausstellung in Walenstadt – Foto: © Guido Kasper, 2026
Patrick Rohners Schaffen kreist um Prozesse, die sich in der Natur ebenso beobachten lassen wie in der Kunst: Schichtungen, Ablagerungen, Erosion und Verdichtung. Geologie, Klima und Landschaft bilden dabei keine Motive, sondern Denkmodelle einer künstlerischen Praxis, in der Beobachtung, Erfahrung und Erkenntnis ineinandergreifen.
Die Ausstellung «Faltungen» vereint Wasser-, Stein- und Rauchzeichnungen, Ölarbeiten, Fotografien und Abzeichnungen aus unterschiedlichen Werkphasen. Der Titel verweist zugleich auf ein grundlegendes Prinzip in Rohners Schaffen: Sein Werk entwickelt sich nicht linear, sondern in Überlagerungen, Rückgriffen und Verdichtungen.
Für die Ausstellung im museumbickel hat sich Patrick Rohner intensiv mit der Landschaft rund um den Walensee auseinandergesetzt. Über zweitausend Fotografien, die er vom Wasser aus aufgenommen hat, verdichten sich zu einer raumgreifenden Installation.
Eine eigens entwickelte Wandarbeit gibt zudem erstmals Einblick in sein über Jahre gewachsenes «Klimaarchiv» und verbindet die unterschiedlichen Werkgruppen miteinander.
mb
Kontakt:
https://www.museumbickel.ch/index.php/museum#aktuelles
Mehr:
Beständigkeit, die erodiert
Der künstlerische Prozess, der aus mehrschichtigen Farbaufträgen, aus Pressungen und Reibungen, aus Ablösungen und neuem Verkleben, aus sehr mechanischen Vorgängen besteht, löst die Grenzen zwischen Malerei und Bildhauerei auf. Rohner imitiert im Atelier mit Ölfarbe auf Sperrholzplatten Vorgänge, die in der Natur stattfinden.
Angela Kuratli
https://www.saiten.ch/bestaendigkeit-die-erodiert

Bild: Patrick Rohners «Wasserzeichnung» – Foto: © Rudolf Moser
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Kommentare von Daniel Leutenegger