4. Februar 2015
Der Schweizer Künstler Peter Travaglini ist gestorben
Der am 2. März 1927 in Bern geborene und in Büren aufgewachsene Bildhauer und Grafiker Peter Travaglini (Bild) ist am 31. Januar 2015 gestorben.

Foto: http://www.sokultur.ch/html/kulturschaffende/detail.html?q=&qs=all&qs2=1&artist_id=1231
Seine Plastiken beleben Plätze in der ganzen Schweiz. Er schuf aber auch Bilder, Zeichnungen, Grafiken und war ein wichtiger Vertreter der Schweizer Pop Art. Am 31. Januar ist der Künstler Peter Travaglini im Alter von 87 Jahren gestorben. Nur zwei Tage später verstarb auch seine Frau Hanni.
http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/kultur/gruss-alle-dein-travaglini
Schlüsselwerke von Peter Travaglini waren seine charakteristischen Betonfiguren, von denen auch in Grenchen einige stehen. Er beherrschte aber auch andere Materialien wie Bronze, Aluminium und Holz und war auch als Grafiker erfolgreich.
http://www.oltnertagblatt.ch/solothurn/grenchen/bildhauer-peter-travaglini-ist-tot-128797605
Travaglini beginnt als Maler gegenständlicher Richtung, nähert sich in den 1960er–Jahren tachistischen und abstrakt-expressiven Zeitströmungen. Der Auftrag für ein monumentales Betonglasfenster für die römisch-katholische Kirche Lyss wird 1958 zum Auftakt einer langen Reihe öffentlicher Auftragswerke.
Die souveräne Beherrschung unterschiedlichster Techniken und Materialien wie Bronze, Aluminium und Holz, Beton, Granit und Backstein bildet die Grundlage für Travaglinis Werke, und er zieht bewusst keine Grenze zwischen freier Kunst und Kunsthandwerk.
Der symbolhafte Kontrast zwischen Stein und Wasser kommt in über 60 Brunnenanlagen immer neu zur Geltung. Auftragskunst wird zum zentralen Anliegen Travaglinis, steht aber stets in enger Wechselwirkung mit dem freien Schaffen; davon zeugen die vielen Arbeitsbücher.
Die Spiel- und Experimentierfreude des Künstlers
führt in die unterschiedlichsten Richtungen: Teppiche, Fahnen, Keramik,
Medaillen, Münzen, Pins und grafische Gestaltungen.
Markenzeichen des Bildhauers und Plastikers ist seit den frühen 1960er-Jahren die scherenschnittartig typisierte menschliche Figur, die als Etui-Mensch von ihrer Gussform abhängig bleibt. Mit über 40 überlebensgrossen Betonfiguren ist die Umgebungsgestaltung der Strafanstalt Witzwil von 1983 ein Schlüsselwerk des Künstlers.
Martin Kraft, 1998
http://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001807
Mehr:
http://www.travamaerk.ch/peter/index.html
http://www.sokultur.ch/html/kulturschaffende/detail.html?q=&qs=all&qs2=1&artist_id=1231
http://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4001807

Peter (Piero) Travaglini
Drei Betonfiguren, 1990
Kerzers, Murtenstrasse / Industriestrasse
Foto: B. Fasel
Kommentare von Daniel Leutenegger