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19. November 2024

DER ZURICH ART PRIZE 2025 GEHT AN ARTUR LESCHER AUS BRASILIEN

Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergebene Zurich Art Prize geht 2025 an Artur Lescher (*1962 in São Paulo, Brasilien, lebt und arbeitet ebenda). Damit ist er der 18. Gewinner der Auszeichnung. Die Zurich Art Prize-Jury zeigte sich besonders angetan von Artur Leschers Fähigkeit, auf die Architektur der jeweiligen Ausstellungsräume einzugehen. Seine Skulpturen fügen sich nicht nur in den Raum ein, sondern interagieren mit ihm. Der Raum wird zu einem integralen Teil der Skulpturen und stärkt ihre Präsenz. Der mit CHF 100’000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 80'000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 20'000 zusammen.

Artur Lescher, Gewinner | Winner Zurich Art Prize 2024 Courtesy der Künstler | the artist Foto | Photo: Maria Sturm

Bild: Artur Lescher, Gewinner | Winner Zurich Art Prize 2024 – Courtesy der Künstler | the artist – Foto | Photo: Maria Sturm

Artur Lescher, Asterismos, Ausstellungsansicht I exhibition view, Almine Rech Gallery, Paris, 2019, Courtesy der Künstler I the Artist und I and Almine Rech. Foto I Photo: Rebecca Fanuele © Artur Lescher

Bild: Artur Lescher, Asterismos, Ausstellungsansicht I exhibition view, Almine Rech Gallery, Paris, 2019, Courtesy der Künstler I the Artist und I and Almine Rech – Foto I Photo: Rebecca Fanuele © Artur Lescher

Artur Lescher ist seit Mitte der 1980er-Jahre künstlerisch tätig und hat sich im Laufe der Zeit mit seinen Skulpturen einen Namen in der Kunstwelt gemacht. Sein Schaffen zeichnet sich durch eine intensive Beschäftigung mit den spezifischen Eigenschaften und Potenzialen von Werkstoffen aus und bezieht unter anderem die Materialien Stein, Metall, Holz, Wasser und Salz ein.

Trotz ihrer minimalistischen Eleganz, ihrer perfekten Oberflächen und einer oft kühlen Ästhetik wirken die Skulpturen aufgeladen, belebt. Diese Spannung zwischen strenger Form und subtiler Lebendigkeit verleiht ihnen eine geheimnisvolle, eindringliche poetische Qualität.

Betont wird ihre Verbundenheit mit den Kräften der Natur auch in Werktiteln wie «Rio Máquina» und «Rio Prata» oder in Ausstellungstiteln wie «Asterismos». Zudem zeigen sich in Leschers Arbeiten Anknüpfungen an den brasilianischen Neoconcretismo, der im Unterschied zur europäischen konstruktiv-konkreten Kunst den reinen Rationalismus ablehnt. Vielmehr geht es um die Verbindung zwischen Mensch, Raum und universellen Konzepten, die auch metaphysische und transzendentale Aspekte enthalten.

Lescher selbst fasst seine kunsthistorischen Bezugnahmen wie folgt zusammen: «Zu meiner Auseinandersetzung mit dem Neoconcretismo […] zählt die Beschäftigung mit Werken von Kunstschaffenden wie Hélio Oiticica und Lygia Clark, aber auch mit Konkreten wie Waldemar Cordeiro, Geraldo de Barros und Max Bill. In diesem Zusammenhang stellt das Manifesto Neoconcreto [herausgegeben in Rio de Janeiro 1959] einen ganz zentralen Referenzpunkt dar, ebenso wie die Beschäftigung mit den gemeinsamen Nennern von russischem Konstruktivismus und Neoconcretismo.»

Die Zurich Art Prize-Jury zeigte sich besonders angetan von Artur Leschers Fähigkeit, auf die Architektur der jeweiligen Ausstellungsräume einzugehen: «Seine Skulpturen fügen sich nicht nur in den Raum ein, sondern interagieren mit ihm. Der Raum wird zu einem integralen Teil der Skulpturen und stärkt ihre Präsenz».

Lescher kann auf zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken. Solopräsentationen hatte er unter anderem im Farol Santander in Porto Alegre (2022), in der Pinacoteca in São Paulo (2019), im Palais d’Iéna in Paris (2017). An Gruppenausstellungen war er unter anderem beteiligt im Rahmen eines Kulturprojekts in Gizeh, Ägypten (2023), im LagoAlgo in Mexiko-Stadt (2022) und im Mana Contemporary in Jersey (2016).

Werke von Artur Lescher befinden sich unter anderem in den Sammlungen folgender Institutionen: MALBA in Buenos Aires, Museum of Fine Arts Houston, Philadelphia Museum of Art, Buffalo AKG Art Museum, Biblioteca Luís Ángel Arango in Bogotá, Pinacoteca do Estado de São Paulo und Museu de Arte Moderna de São Paulo.

hkz

Kontakt:

https://www.hauskonstruktiv.ch

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Artur Lescher, Bill, 2014 Copper, brass, aluminium, 240 x 10 x 10 cm Courtesy der Künstler I the Artist und I and Galeria Nara Roesler. Foto I Photo: Everton Ballardin © Artur Lescher

Bild: Artur Lescher, Bill, 2014, Copper, brass, aluminium, 240 x 10 x 10 cm – Courtesy der Künstler I the Artist und I and Galeria Nara Roesler. – Foto I Photo: Everton Ballardin © Artur Lescher

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. November 2024
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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