Die «Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026» zeigt: Die «Generation Z» (also die je nach Definition zwischen ca. 1995 und 2012 Geborenen) gibt derzeit am meisten für Kunst aus.

Bild: Art Basel, Site-specific commission across Münsterplatz by Ibrahim Mahama – Courtesy of Art Basel, https://www.artbasel.com/press/images
Die diesjährige Studie untersucht, wie vermögende Sammlerinnen und Sammler ihre Kunstsammlung aufbauen und weiterentwickeln. Im Fokus stehen der prägende Einfluss der Familie, die wachsende Bedeutung jüngerer Käufergenerationen, ein verändertes Verständnis von Privatsphäre sowie der zunehmende Einsatz digitaler und KI-gestützter Recherchetools bei Kaufentscheidungen.
Die von Arts Economics in Zusammenarbeit mit der UBS durchgeführte «Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026» soll zeigen, wie sich die Prioritäten und das Kaufverhalten vermögender Kunstsammlerinnen und Kunstsammler weltweit verändern. Die Studie basiert auf den Antworten von 3’100 vermögenden Privatpersonen in zehn bedeutenden Kunstmärkten: in den USA, Grossbritannien, auf dem chinesische Festland, in Hongkong, Frankreich, Australien, Deutschland, Japan, Brasilien und Singapur.
Clare McAndrew, Gründerin von Arts Economics erklärt: «Diese Studie ermöglichte es uns, über die Frage hinauszugehen, welche Werke vermögende Sammlerinnen und Sammler erwerben, und zu untersuchen, wie sie ihre Sammlungen nutzen und was ihnen am Besitz von Kunst tatsächlich wichtig ist. Die Einstellungen zu Privatsphäre und Zugänglichkeit unterscheiden sich deutlich und stellen einige verbreitete Annahmen infrage.
Viele Käufe werden weniger vom demonstrativen Konsum geprägt, der traditionell mit dem Kunstmarkt verbunden wird, als vielmehr vom Wunsch, Beziehungen innerhalb enger Netzwerke aufzubauen. Dort entsteht Status weniger durch den Preis als durch Seltenheit, Provenienz, Originalität und die Entdeckung von Kunstwerken. Eine eingeschränkte Zugänglichkeit schmälert die Signalwirkung einer Sammlung nicht. Exklusivität kann vielmehr Teil dieser Wirkung sein.
Überraschenderweise waren die jüngsten Sammlerinnen und Sammler sowohl offline als auch online die privatesten. Angehörige der ‹Generation Z› teilen Informationen über ihre Sammlungen am seltensten öffentlich im Internet und bevorzugen geschlossene, nur auf Einladung zugängliche Räume. Privatsphäre ist für sie ein zentraler Bestandteil ihrer persönlichen und kulturellen Identität.»
Paul Donovan, Chefökonom bei UBS Global Wealth Management, ergänzt u.a.:
«Im Jahr 2025 und im ersten Halbjahr 2026 gab die ‹Generation Z› mehr für bildende Kunst aus als jede andere untersuchte Altersgruppe. Ihre Ausgaben lagen mehr als doppelt so hoch wie jene älterer Generationen. Zudem stellte sie 2026 nahezu die Hälfte aller Käuferinnen und Käufer von Kunstwerken im Wert von mehr als einer Million US-Dollar.
72 % der befragten Sammlerinnen und Sammler recherchierten vor einem Kunstkauf intensiv oder in erheblichem Umfang selbst. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Anstieg. Bei der ‹Generation Z› lag dieser Wert sogar bei 80 %.
Fast ein Viertel der Befragten plant in den kommenden zwölf Monaten Schenkungen an Museen. Darüber hinaus wollen viele Sammlerinnen und Sammler Künstlerpreise, Stiftungen, Residenzprogramme oder private Museen unterstützen. Auch die langfristige Weitergabe von Sammlungen an kommende Generationen bleibt ein zentrales Motiv.»
Quelle / Mehr:
https://www.ubs.com/global/de/media/display-page-ndp/de-20261008-art-basel-ubs-survey.html
EN:
#SurveyofGlobalCollecting2026 #ArtBaselUBSSurvey #ArtsEconomics #ClareMcAndrew #PaulDonovan #ArtGenerationZ #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger