Die rasante Entwicklung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise, wie Nachrichten produziert werden. Doch mit welchen Folgen für den Journalismus? Basierend auf einer Onlinebefragung von 730 Medienschaffenden aus den drei grossen Sprachregionen hat das fög – Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (UZH) erstmals den Einsatz und die Auswirkungen von KI auf den Schweizer Journalismus umfassend untersucht.

Bild: Die Studienverantwortliche Silke Fürst – Foto: © https://www.foeg.uzh.ch/en/aboutus/team/sf.html
Fast zwei Drittel (63%) der Schweizer Journalist:innen schätzen KI als nützlich für die eigene Arbeit ein. «Dabei werden KI-Tools überwiegend unterstützend eingesetzt – zum Beispiel für Transkriptionen, Textoptimierungen oder Titelvorschläge», sagt die Studienverantwortliche Silke Fürst. Die Generierung ganzer Inhalte, seien es Texte, Bilder oder Videos, würden kaum eine Rolle spielen, so die wissenschaftliche Mitarbeiterin am fög.
Mit Blick auf die Auswirkungen auf die ganze Medienbranche überwiegen – ähnlich wie in der Schweizer Bevölkerung – deutlich skeptische Einschätzungen. «61% der Medienschaffenden gehen davon aus, dass der KI-Einsatz im Schweizer Journalismus die Verbreitung von Falschinformationen begünstigt, 68% erwarten die Angleichung von Inhalten und 70% befürchten, dass KI das Vertrauen des Publikums gefährden könnte», sagt Silke Fürst.
Zudem konstatieren viele Journalist:innen eine wachsende Abhängigkeit von Tech-Unternehmen (75%) und sprechen sich für Kooperationen zur Entwicklung eigener KI-Tools aus (46%).
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Kommentare von Daniel Leutenegger