Ausstellung im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, vom 26. September 2026 bis am 17. Januar 2027

Bild: Credits: Nicole L’Huillier, Carazón, 2026. Foto: Bruno Giliberto
Was bedeutet es, zu geben, ohne etwas zurückzuerwarten? Nicole L’Huilliers Ausstellung erkundet, was Menschen zusammenhält – in einer Welt, in der viele Lebensbereiche von Gegenleistung und Nutzen geprägt sind. Die Künstlerin öffnet Räume jenseits dieser Logiken und macht andere Formen des Miteinanders erfahrbar. Wie? Durch Spielen. Damit meint sie nicht etwa Ablenkung oder Realitätsflucht, sondern den Versuch, Kommunikation und Gemeinschaft zu üben – eine Einladung, mit anderen in Beziehung zu treten.
Daher verwandelt L’Huillier das Erdgeschoss in einen Ort des Spiels. Es gibt Klanginstallationen, Schaukeln, Flüsterschalen und kleine Figuren mit Herzschlag. L’Huillier versteht Spielen als «zuzuhören und zu antworten, ein dynamisches Resonanzfeld zu betreten, in dem wir porös und elastisch werden und geben, ohne dafür etwas zurückzuerwarten».
L’Huillier fordert zum Tanzen, Singen und Schaukeln auf. Denn in der menschlichen Entwicklung spielen nicht nur Rationalität und Wettbewerb eine Rolle, sondern ebenso gegenseitige Akzeptanz, Fürsorge und Tätigkeiten ohne festes Ziel – anders gesagt: «Liebe und Spiel».
Ihre Installationen versteht sie als Erfahrungsräume voller Formen, Farben und Klang, in denen erkundet werden kann, wie wir miteinander und mit anderen Organismen und Atmosphären in Beziehung stehen.
mmg
Kontakt:
https://migrosmuseum.ch/ausstellungen/nicole-lhuillier-2
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Kommentare von Daniel Leutenegger