Ausstellung im Kunsthaus Glarus, vom 28. Februar bis am 24. Mai 2026

Bild: © Nolan Lucidi, Bildersaal, Kunsthaus Glarus (Detail), 2026, Video Still
Für seine erste institutionelle Einzelausstellung zeigt Nolan Lucidi (*2000, lebt und arbeitet in Basel) mit «Bildersaal» eine Installation mit Video und Objekten, die sich mit männlichem homosexuellem Begehren in der Literatur- und Kunstgeschichte sowie im persönlichen Erleben befasst. Dabei untersucht Lucidi die Formensprache und Autorität des Minimalismus und sein Erbe in der Alltagsästhetik und überschreibt sie mit autofiktionalen und erotischen Narrativen.
Der Seitenlichtsaal des Kunsthauses Glarus wird transformiert zu einer intimen und poetischen Choreografie bewegter Bilder von Sehen, Gesehenwerden und Begehren, die auch die Besucher:innen miteinbezieht. An die Arbeiten von Donald Judd erinnernde Metallobjekte werden zu Bildschirmen für filmische Gegenerzählungen, welche das Verhältnis zwischen geschütztem Raum und öffentlicher Figur / Performance in Leben, Literatur und Kunst untersuchen. Lucidi arbeitet dabei mit der Methode der assoziativen Überlagerung. Er druckt Archivbilder, eigene Fotografien und 3D-Renderings auf transparente Folie und filmt sie auf einem Leuchtpult. Durch Gegenüberstellung und Überlappung, bis zur Auslöschung, werden auf diese Weise Beziehungen und Konstellationen zwischen Werken, Räumen und unterschiedlichen Männlichkeitsbildern sichtbar, ohne sie je zu fixieren.
Biografie
Nolan Lucidi (*2000, lebt und arbeitet in Basel) schloss im Sommer 2025 den Master am Institute Art Gender Nature der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel ab. Von 2019 bis 2023 studierte er an der ECAL in Lausanne, wo er seinen Bachelor of Fine Arts abschloss.
Zu seinen Ausstellungen gehören jene im Kunstverein Freiburg; Kunst Raum Riehen; Kunsthaus Baselland; Kunstverein Olten (alle 2025); Kunsthalle Basel; EAC (Les Halles) in Porrentruy; Galerie Fabienne Levy, Genf; Der Tank, Basel; Bacio, Bern (alle 2024); Art Genève mit CIRCUIT – Centre d’art contemporain Lausanne; HIT, Genf; CIRCUIT – Centre d’art contemporain, Lausanne (alle 2023); Locus Solus, Prilly (2022).
Kuratiert von Annette Amberg
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Kommentare von Daniel Leutenegger