ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

4. August 2025

«PANORAMA SCHWEIZ. VON CASPAR WOLF BIS FERDINAND HODLER»

Das Kunstmuseum Bern zeigt aus Anlass der kommenden Herbstausstellung «Kirchner x Kirchner» (12.9.2025–11.1.2026) eine umfangreiche Sammlungspräsentation aus seinem Bestand an Schweizer Kunst. Mit ausgewählten Werken von Caspar Wolf bis Ferdinand Hodler eröffnet «Panorama Schweiz» vom 15. August 2025 bis zum 11. Januar 2026 einen Überblick über Schweizer Kunst aus drei Jahrhunderten.

Franz Niklaus König Der Staubbach im Lauterbrunnental, 1804 Öl auf Leinwand 136,2 × 108 cm Kunstmuseum Bern, Bernische Kunstgesellschaft, Bern Schenkung der Erben von Frau Sulzberg- König, Frauenfeld

Bild: Franz Niklaus König, Der Staubbach im Lauterbrunnental, 1804, Öl auf Leinwand, 136,2 × 108 cm, Kunstmuseum Bern, Bernische Kunstgesellschaft, Bern – Schenkung der Erben von Frau Sulzberg-König, Frauenfeld

Panorama der Schweizer Kunst

In der Sammlung des Kunstmuseums Bern bildet die Schweizer Kunst einen bedeutenden Schwerpunkt. Die Sammlungspräsentation «Panorama Schweiz» nimmt ausgewählte Aspekte des gestalterischen Schaffens in der Schweiz vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert in den Blick. Sie repräsentiert gleichzeitig wichtige Werkgruppen des Gemäldebestands.

Anlass zur Überblicksschau ist die diesjährige Herbstausstellung im Kunstmuseum Bern, die Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) gewidmet ist. In seiner Wahlheimat Schweiz schöpfte der deutsche Expressionist ab 1917 künstlerische Inspiration und fand zu neuen Bildmotiven. Mit seinen farbgewaltigen Berglandschaften aus Davos reihte sich Kirchner bewusst in eine künstlerische Tradition ein, die zu diesem Zeitpunkt von den Schweizer Kleinmeistern bis zu Ferdinand Hodler reichte.

Die Sammlungsausstellung im Kunstmuseum Bern umfasst symbolistische Figurenbilder von Arnold Böcklin bis Ferdinand Hodler, Genreszenen von Albert Anker bis Max Buri, eindrückliche Berglandschaften von Caspar Wolf bis Martha Stettler sowie Aspekte des bürgerlichen Freizeitvergnügens von Cuno Amiet bis Louis Moilliet. So eröffnet sie ein weites Panorama von Schweizer Künstler:innen und Motiven.

Albert de Meuron Rast der Gemsjäger, 1854/55 Öl auf Leinwand 95 × 111,5 cm Kunstmuseum Bern Legat Karl Fr. von Pourtalès

Bild: Albert de Meuron, Rast der Gemsjäger, 1854/55, Öl auf Leinwand, 95 × 111,5 cm, Kunstmuseum Bern, Legat Karl Fr. von Pourtalès

Giovanni Giacometti Das Erwachen, 1919/1920 Öl auf Leinwand 200 × 135 cm Kunstmuseum Bern, Verein der Freunde

Bild: Giovanni Giacometti, Das Erwachen, 1919/1920, Öl auf Leinwand, 200 × 135 cm, Kunstmuseum Bern, Verein der Freunde

Sehnsüchte und verborgene Wirklichkeiten

Das Kunstmuseum Bern verfügt über einen hochkarätigen Bestand symbolistischer Darstellungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In diesen Figurenbildern suchten Schweizer Künstler:innen über realistische Darstellungen hinaus tiefere, verborgene Wahrheiten und Gefühle zu offenbaren. Durch tänzerische Bewegungen und andächtige Gesten sollten beispielsweise Lebensfreude oder das Einssein mit der Natur zum Ausdruck kommen, so etwa in Giovanni Giacomettis Gemälde «Das Erwachen» (1919/1920). Gerade die Sehnsucht nach einer spirituellen Verbundenheit von Mensch und Natur war vor dem Hintergrund der Industrialisierung, Verstädterung und Technisierung aller Lebensbereiche charakteristisch für den Zeitgeist der Jahrhundertwende.

Unter dem Begriff des Symbolismus entstanden aber auch Bildfindungen, die sich von einer naturgetreuen Darstellung abwandten. Als Gegenreaktion auf das vorherrschende rationalistische Weltbild und die Vormachtstellung der Naturwissenschaften im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte sich eine Geisteshaltung, welche die sichtbare Realität und die Macht der Vernunft hinterfragte.

Stattdessen wuchs in der Schweizer Kunst das Interesse für das «Andere»: für das Unbewusste, Unheimliche und Triebhafte, für Traum und Hypnose, für Krankheiten von Leib und Seele, Spiritualität und Esoterik, Mythen und Legenden. Zu den Spitzenwerken der Sammlung des Kunstmuseum Bern gehören in diesem Bereich Ferdinand Hodlers Gemälde «Die Nacht» (1889–1890) und Arnold Böcklins «Meeresstille» (1887). Während Böcklins Werk mythologisch inspiriert ist, schuf Hodler eine überzeitliche Allegorie für das Schreckbild des Todes.

Arnold Böcklin Meeresstille, 1887 Tempera und Firnisfarbe auf Holz 103 × 150 cm Kunstmuseum Bern

Bild: Arnold Böcklin, Meeresstille, 1887, Tempera und Firnisfarbe auf Holz, 103 × 150 cm, Kunstmuseum Bern

Annie Stebler-Hopf Am Seziertisch (Professor Poirier, Paris), um 1889 Öl auf Leinwand 114 × 147 cm Kunstmuseum Bern Geschenk des Gatten aus dem Nachlass der Künstlerin

Bild: Annie Stebler-Hopf, Am Seziertisch (Professor Poirier, Paris), um 1889, Öl auf Leinwand, 114 × 147 cm, Kunstmuseum Bern, Geschenk des Gatten aus dem Nachlass der Künstlerin

Albert Anker Die kleine Freundin, 1862 Öl auf Leinwand 79 × 94 cm Kunstmuseum Bern, Staat Bern

Bild: Albert Anker, Die kleine Freundin, 1862, Öl auf Leinwand, 79 × 94 cm, Kunstmuseum Bern, Staat Bern

Schweizer Lebensrealitäten

Mit dem Thema der Vergänglichkeit setzten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch eine Vielzahl von Schweizer Vertreter:innen des Realismus auseinander. Der Tod wurde häufig als Teil der alltäglichen Lebenswirklichkeit dargestellt, beispielsweise in Albert Ankers «Die kleine Freundin» (1862). Neben nach wie vor beliebten religiösen Themen tauchen in dieser Zeit auch neuartige Motive in der Genremalerei auf. Ein besonders nüchternes Beispiel dafür ist Annie Stebler-Hopfs Gemälde «Am Seziertisch» (um 1889), das ein zeittypisches Interesse an Krankheiten und den Errungenschaften und Methoden der Medizin zum Ausdruck bringt.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrten sich in der Schweizer Kunst auch Darstellungen des Bauern- und Arbeitermilieus. Bäuer:innen, Bauern oder Handwerker sind bei der Arbeit, der Rast und dem geselligen Zusammensein zu sehen. Die Landbevölkerung verkörperte einen naturverbundenen, bescheidenen und arbeitstüchtigen Lebensstil, der zu einem wichtigen Bestandteil der nationalen Identität erhoben wurde. Ein Beispiel ist Ferdinand Hodlers ikonische Komposition «Der Holzfäller» (1910).

Martha Stettler Der Gletscher, zw. 1905–1910 Öl mit Sand auf Leinwand 73 × 92,1 cm Kunstmuseum Bern Schenkung Daniel von Steiger, Bern

Bild: Martha Stettler, Der Gletscher, zw. 1905–1910, Öl mit Sand auf Leinwand, 73 × 92,1 cm, Kunstmuseum Bern, Schenkung Daniel von Steiger, Bern

Ode an die Alpen

Als besonderes Charakteristikum der Schweiz bildet die Alpenlandschaft auch einen zentralen Gegenstand der Schweizer Kunst. In den Fokus der Malerei rückten die Alpen im Zuge ihrer wissenschaftlichen Erforschung in der Barockzeit. Kunstschaffende wagten sich erstmals in das unwirtliche Hochgebirge vor, um als Begleiter von Naturforschern präzise Wiedergaben von Gipfeln, Gletschern und Bergseen zu schaffen. So beispielsweise auch Caspar Wolf, der heute als einer der Pioniere der Landschaftsmalerei gilt. Bereits ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Alpen auch Ziel touristischer Reisen.

Parallel dazu entstanden in der Kunst Genreszenen mit Hirten, Alphütten und Wanderern, in denen die fast unberührte Berglandschaft als idyllischer Rückzugsort stilisiert wurde. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts unterstrichen Künstler der Romantik wie Alexandre Calame den ehrfürchtigen Eindruck der Alpen mit dramatischen Gewitterstimmungen und Lichteffekten. Eine moderne Weiterentwicklung erfuhr die Alpenmalerei durch abstrahierende Herangehensweisen. Insbesondere Ferdinand Hodler wurde zum Erneuerer des Genres: Seine Werke prägen das Bild der Schweizer Landschaft bis heute.

Kuratorin: Anne-Christine Strobel

kmb

Kontakt:

https://www.kunstmuseumbern.ch/de

Ferdinand Hodler Das Jungfraumassiv von Mürren aus, 1911 Öl auf Leinwand 60 × 90 cm Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Gottfried Keller-Stiftung, Bern

Bild: Ferdinand Hodler, Das Jungfraumassiv von Mürren aus, 1911, Öl auf Leinwand, 60 × 90 cm, Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Gottfried Keller-Stiftung, Bern

#PanoramaSchweiz #PanoramaSchweizVonCasparWolfbisFerdinandHodler #KunstmuseumBern #AnneChristineStrobel #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. August 2025
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

«YEE I-LANN – MANSAU-ANSAU»

Nächster Beitrag

PREISGELD ZURICH ART PRIZE WIRD ERHÖHT

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Kurt Marti Literaturpreis BSV
    KURT MARTI LITERATURPREIS 2026: DIE FÜNF NOMINIERTEN WERKE STEHEN FEST

    3. August 2026

  • «ALPHONSE LAYAZ. RENCONTRES»

    3. August 2026

  • Vue d’exposition Josette Taramarcaz, Espace Graffenried, 2026 - Photo: © Dimitri Brooks
    «JOSETTE TARAMARCAZ. LE CHANT DES PISTES»

    3. August 2026

  • Alejandro Latorre Cañadas - Foto: © @icruzfoto
    ERSTER PREIS FÜR ALEJANDRO LATORRE CAÑADAS BEIM CANARIAS INTERNATIONAL SAXOPHONE COMPETITION

    3. August 2026

  • Bernardo Ferreira - Foto: © Alchymia Joana Pereira
    PORTUGAL: BERNARDO FERREIRA GEWINNT DEN ERSTEN PREIS BEIM PRÉMIO JOVENS MÚSICOS

    3. August 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>