Ausstellung / Exposition Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, Freiburg-Fribourg, bis am / jusqu’au 27.06.2027

Bild: Paul Wiedmer © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg-Fribourg / Francesco Ragusa, 2026

Bild: Paul Wiedmer © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg-Fribourg / Francesco Ragusa
Paul Wiedmer wurde 1947 in Burgdorf geboren, wo er vorerst eine Lehre als Schlosser absolvierte. Bereits in seiner Jugend kam er aber als Assistent von Bernhard Luginbühl, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle mit zeitgenössischer Kunst in Berührung und startete bald eine eigene künstlerische Laufbahn, die ihn unter anderem nach Italien, Finnland, China, Südkorea, Namibia und in die USA führte.
Wiedmer arbeitet vor allem mit Metall; seine bekanntesten Werke sind Eisenskulpturen, die durch Flammen belebt werden. Seit den 1980er-Jahren lebt er teilweise in Civitella d’Agliano in Mittelitalien. Dort gestaltet er den Skulpturengarten La Serpara, ein Ort, der Jahr für Jahr durch das Hinzufügen neuer Werke von Wiedmer und befreundeten Kunstschaffenden wächst. Neben seinen dreidimensionalen Arbeiten hat der Künstler auch ein umfrangreiches grafisches Œuvre geschaffen.

Bild: Paul Wiedmer bei der Arbeit an der Skulptur «Peking-Feuer» (Homage an Jean Tinguley) in der Schweizerischen Botschaft in Bejing, 1991 © Jacqueline Dolder
Die Werke von Paul Wiedmer stehen in der europäischen Tradition der Eisenskulptur und tragen die Spuren seiner Begegnungen mit den Akteur:innen des Nouveau Réalisme. Von Anfang an erforscht der Künstler die Möglichkeiten des Materials anhand von Skulpturen, bei denen flackernde Flammen die Metalloberfläche umspielen. Sein Werk entwickelt sich allmählich hin zu geometrischeren Formen.
Drei Elemente durchziehen sein gesamtes Schaffen: die Wiederverwendung von Materialien, die Bewegung und die Interaktion mit dem Publikum.

Bild: Paul Wiedmer, Lava © Zhenia Couso Martell
Diese Vielfalt beleuchtet die im Espace präsentierte Ausstellung, die mehrere Skulpturen und grafische Werke des Künstlers vereint. Im Erdgeschoss tritt die Skulptur «Lava» in einen Dialog mit Reliefs und grafischen Arbeiten. Im Obergeschoss setzt sich der Rundgang mit Werken fort, die von seinen Reisen nach Korea und China inspiriert sind. Drei Videos bereichern die Ausstellung zusätzlich und bieten einen weiteren Blick auf das Schaffen des Künstlers. Der Besuch setzt sich im Garten des MAHF fort, wo eine Feuerskulptur mit dem Titel «Feuersäulen» Flammen aufflackern lässt, sobald sich die Besucher:innen ihr nähern.
cp
Mehr:
https://www.fr.ch/sites/default/files/2026-09/pressedossier–paul-wiedmer.pdf?v=1789463431
FR:
https://www.fr.ch/sites/default/files/2026-09/dossier-de-presse–paul-wiedmer.pdf?v=1789463431
Kontakt / Contact:
https://www.fr.ch/mahf/evenements/paul-wiedmer-splendore-di-fuoco

Bild: Paul Wiedmer, Feuerbild © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg-Fribourg / Francesco Ragusa

Bild: Paul Wiedmer, Feuerbild © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg-Fribourg / Francesco Ragusa
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Kommentare von Daniel Leutenegger