SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 06/2026 VON CH-CULTURA.CH
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive
Le 40e Festival International du Film de Fribourg (FIFF) se clôture sur un nouveau record d’affluence et plus de soixante salles combles. Lors d’une Cérémonie ponctuée par la
remise du premier Fribourg Cinema Award, prix à la carrière décerné à la cinéaste tunisienne Kaouther Ben Hania, cinq des douze longs métrages et trois des quinze courts de la Compétition internationale ont été primés. La satire iranienne «Divine Comedy» d’Ali Asgari décroche le Grand Prix 2026. Le Special Jury Award honore quant à lui le nigérian «My Father’s Shadow».
Der Kanton Obwalden unterstützt das Volkskulturfest Obwald weiterhin finanziell. Der Trägerverein erhält für die nächsten drei Festivals der Jahre 2026 bis 2028 einen Gesamtbeitrag von 210’000 Franken. «Das Volkskulturfest Obwald ist mit seiner nationalen Ausstrahlung ein fester Bestanteil des Obwaldner Kulturlebens. Der Regierungsrat unterstützt den Anlass für drei Jahre und spricht dafür jährlich 70’000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Somit setzt der Kanton Obwalden seine Unterstützung des Musikfestivals auf dem Niveau der vergangenen Jahre fort.», heisst es in der heutigen Medienmitteilung.
Esposizione Museo Culture MUSEC Lugano, Villa Malpensata – Spazio Cielo, dal 19 marzo fino al 5 luglio 2026
Esposizione Museo Culture MUSEC Lugano, fino al 17 maggio 2026
Esposizione Museo d’arte della Svizzera italiana MASI Lugano, fino al 9 agosto 2026
Exposition Photo Elysée, Plateforme 10, Lausanne, jusqu’au 1 novembre 2026
Ausstellung im Kunsthaus Interlaken, bis am 27. Mai 2026
Der Freiburger Paläontologe Jacques Ayer (Bild) wurde von der Regierung Benins zum Generaldirektor der Réunion des musées publics (RMP) ernannt. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Projekt: den Aufbau von vier Institutionen innerhalb von drei Jahren (zwischen 2026 und 2029), die der Aufwertung beninischer Kunstwerke gewidmet sind. Ayer hat seinen Posten im Januar 2026 angetreten. Ghania Adamo berichtet auf «swissinfo.ch».
Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš (Bild) lehrt im Frühjahrssemester 2026 an der Universität Bern. Als 24. Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur wird er mit den Studierenden eine «literarische Zugreise durch Mitteleuropa» unternehmen.
Après une brève pause hivernale, les résidences d’écriture ont repris. Cette année, ce sont 67 poètes, romancièr·es, essayistes ou encore traducteur·rices du monde entier qui seront accueilli·es pour un séjour de travail à la Fondation Jan Michalski à Montricher (VD).
Ausstellunsprojekt und Workhops in Abidjan und Man, Côte d’Ivoire, bis am 8. März 2026
Nach vierjähriger Umbauphase öffnet das Centre culturel suisse (CCS) am 26. März 2026 im Herzen des Marais-Viertels in Paris wieder seine Türen. Die vom französisch-schweizerischen Architektenduo ASBR (Paris) und Truwant+Rodet+ (Basel) renovierten Räumlichkeiten sollen einen neuen Treffpunkt für das kulturelle Leben der Schweiz bilden.
Nach der erfolgreichen Ausstellung «Once Upon A Page» im Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking wird diese Schau nun in erweiterter Form in Shanghai gezeigt. Das Shanghai Minsheng Art Museum präsentiert bis am 4. Juni 2026 gemeinsam mit der Schweizer Botschaft und dem Fumetto Comic Festival Luzern die Ausstellung «Tales of Now: Contemporary Swiss Comics from the Fumetto Festival». Die Ausstellung versammelt nahezu 500 Arbeiten von über 20 Künstler:innen aus der deutschsprachigen Schweiz und sie zelebriert den Comic als eigenständige Kunstform – «facettenreich, experimentell, gesellschaftlich relevant», wie Fumetto schreibt.
Im Völkerkundemuseum der Universität Zürich, bis im Herbst 2026
Sechs Monate nach dem Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in Basel zieht die SRG-SSR eine positive Schlussbilanz: «Der Anlass erreichte weltweit ein grosses Publikum, blieb bei der SRG-SSR dank sorgfältiger Finanzsteuerung unter dem Budget und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch wirtschaftlich setzte der Event starke Impulse: Die bezahlenden Besucher:innen haben während ihrem Aufenthalt gut 90 Millionen Franken ausgegeben. Mit über 90 Prozent Zufriedenheit und hoher Wiederbesuchsabsicht bestätigt der ESC das professionelle und wirkungsstarke Engagement der SRG-SSR», heisst es in der heutigen Medienmitteilung.
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten vierzehn Tage aus Schweizer Perspektive
Ausstellung im Museum Rietberg Zürich, bis am 22. Februar 2026
Ausstellung im Waschraum Zürich, bis am 23. November 2025
Das Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN) beschliesst am 22. November 2025 die Feierlichkeiten zu seinem 25-jährigen Jubiläum mit der Einweihung einer Kunstinstallation, die die Freundschaft zwischen Friedrich Dürrenmatt und Václav Havel würdigt, sowie der Eröffnung einer Ausstellung, die der Transmission gewidmet ist. Diese bildet den Abschluss eines ambitionierten Austauschprojekts, das 2023 ins Leben gerufen wurde und eine Verbindung herstellt zwischen Neuchâtel und Berlin.
Roger Fayet, Direktor von SIK-ISEA, wurde in Krakau zum Präsidenten der International Association of Research Institutes in the History of Art (RIHA) gewählt.
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten vierzehn Tage aus Schweizer Perspektive
Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge, Genève, exposition jusqu’au 30 août 2026
Bis am 16. November 2025 zeigt das Tsinghua Art Museum der Tsinghua Universität in Peking die Ausstellung «Once upon a Page». Diese wurde vom Fumetto Comic Festival Luzern in Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft in China gemeinsam realisiert und zeigt rund 200 Werke von 23 Künstler:innen.
Die BIB – Biennale der Illustrationen Bratislava ist die wichtigste internationale Ausstellung für Bilderbuchillustrator:innen. Im Rahmen der Ausstellung vergibt die BIB-Jury seit 1967 alle zwei Jahre folgende Auszeichnungen: Den Grand Prix, fünf Goldene Äpfel, fünf Plaketten sowie eine Liste von Ehrenmeldungen für Verlage. An der BIB 2025 wurde die Freiburger Illustratorin Fanny Dreyer für «Collections» (La Partie 2023) mit einem Goldenen Apfel ausgezeichnet. Der Zürcher Illustrator Nando von Arb erhielt für «Fürchten lernen» (Edition Moderne 2023) eine Plakette. Nando von Arb entschied sich, seinen Preis aus Solidarität mit slowakischen Kolleg:innen nicht anzunehmen. Grund ist der aktuelle Boykott der slowakischen Illustrator:innen, die auf Einschränkungen der Kustfreiheit und fehlende Transparenz anlässlich der Ausgabe 2025 der BIB hinweisen.
Der mexikanische Schriftsteller Juan Villoro (Bild) lehrt im Herbstsemester 2025 an der Universität Bern. Als Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur widmet er sich in einem wöchentlichen Seminar den Erfahrungen der Migration. Der mexikanische Schriftsteller wird am Walter Benjamin
Kolleg der Philosophisch-historischen Fakultät eine Lehrveranstaltung geben und mit Studierenden und Doktorierenden zusammenarbeiten.
16 Kunstschaffende aus der Region Basel / Südbaden / Solothurn / Elsass werden 2026 im Ausland an ihren Projekten arbeiten.
Im Herbst 2019 waren Kaba Rössler (Bild rechts) und Nadine Schneider angetreten, um das Museum Henri Dunant in Heiden (Appenzell Ausserrhoden) umfassend zu erneuern. Vor einem Jahr wurde die grosse Wiedereröffnung gefeiert. Per Ende August 2025 verlassen die Co-Leiterinnen das Haus nach der kompletten Neugestaltung, 13 Sonderausstellungen und über 120 Veranstaltungen. Im Abschieds-Interview mit dem Ostschweizer Magazin «Saiten» sprechen Kaba Rössler und Nadine Schneider über ihr gespaltenes Verhältnis zum Rotkreuz-Gründer sowie über ihr Verständnis eines modernen Museums, und sie verraten, warum sie der Ostschweiz treu bleiben.
Das Verbier Festival, einer der weltweit führenden Klassik-Events, startet eine historische Expansion über die Schweizer Alpen hinaus. Ein strategischer Schritt, der Asiens bemerkenswerten Aufstieg als Destination für klassische Musik widerspiegelt. Mit seinen robusten Kunstausbildungssystemen, dem florierenden Klassik-Markt und dem wachsenden künstlerischen Einfluss bietet die Region ein enormes Wachstumspotenzial. Dieses Potenzial inspirierte Martin T:son Engstroem, Gründer und Co-CEO des Verbier Festivals, und Jiatong Wu, Mitgründer und Präsident von Wu Promotion, gemeinsam das Konzept «Verbier Festival in Asien» zu entwickeln. Nach sorgfältiger Prüfung mehrerer Kandidatenstädte erwies sich Shenzhen als idealer Partner.
Alle zwei Jahre stellt die European Broadcasting Union (EBU), die auch den Eurovision Song Contest (ESC) organisiert, ein Jazzorchester zusammen, in dem junge talentierte Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa zusammen spielen. Für die Schweiz war die 22jährige Bassposaunistin und ZHdK-Studentin Gloria Ryter (Bild) dieses Jahr mit dabei.
Im Juni 2025 lud die Abteilung Darstellende Künste der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in Zusammenarbeit mit ihren Verbindungsbüros eine internationale Delegation von Programmverantwortlichen und künstlerischen Leiter:innen aus der Zirkuswelt zu einer intensiven Networking- und Recherchereise in die Schweiz ein. Die Gäste sollten die lebendige hiesige Zirkusszene kennenlernen und sich zusammen mit den Gastgeber:innen über gemeinsame Herausforderungen und Chancen austauschen.
Esposizione MUSEC Lugano, Villa Malpensata, Spazio Maraini, fino al 16 novembre 2025
Installation im Textilmuseum St.Gallen, bis am 14. September 2025
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten dreiunddreissig Tage aus Schweizer Perspektive
«Sommerfenster»-Ausstellung Kunsthaus Zofingen, bis am 3. August 2025
Exposition Fondation de l’Hermitage, Lausanne, jusqu’au 9 novembre 2025
Der 1953 in Lesotho im Süden Afrikas geborene Westschweizer Literaturvermittler Jean Richard (Bild) ist am 21. Juni 2025 in Lausanne gestorben. Er studierte in Südafrika und Genf Geschichte und Literatur, arbeitete als Buchhändler und dreizehn Jahre lang beim Verlag Zoé. Ab 2001 war er Direktor des Westschweizer Verlags Éditions d’en bas. 2013 wurde Jean Richard zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres françaises ernannt; 2021 erhielt er den Prix Enrico Filippini.
Ausstellung im Rätischen Museum, Chur, vom 14. Juni bis am 31. August 2025
Die am 15. Januar 1953 geborene Schweizer Soziologin und Ethnologin Ruth Hungerbühler Savary (Bild) ist am 26. Mai 2025 gestorben. Sie war jahrelang Redaktorin bei Radio DRS 2 (heute SRF 2 Kultur); sie war Dozentin an der Facoltà Scienze della Comunicazione der Università della Svizzera italiana und hatte Lehraufträge an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte betrafen familiensoziologische und Gleichstellungsthemen, später dann Themen der Medienkommunikation und Migration, zu denen sie verschiedene Forschungsprojekte leitete. Ruth Hungerbühler war Mitautorin der Bücher zur Geschichte von Radio und Fernsehen in der Schweiz. Während acht Jahren leitete sie die Accademia Teatro Dimitri (SUPSI). Sie war auch für den Aufbau der Forschungsabteilung der Accademia verantwortlich. Sie engagierte sich als Präsidentin bei «gemeinsamdenken.ch» und im Verein Geamondo für die Integration von Geflüchteten und anderen Migrant:innen mittels kultureller Projekte. (*)