«DAS VERMÄCHTNIS AMAZONIENS. KUNST UND ARCHÄOLOGIE»
Ausstellung im Museum Rietberg, Zürich, vom 30. Oktober 2026 bis am 14. März 2027
Ausstellung im Museum Rietberg, Zürich, vom 30. Oktober 2026 bis am 14. März 2027
Exposition Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge, Genève, jusqu’au 29 août 2027
Ab sofort können bei der schweizerischen Kommission für historisch belastetes Kulturerbe (KHBK) Gesuche um eine Empfehlung eingereicht werden. Grundlage dafür sind die Verfahrensvorschriften, welche die Kommission an ihrer dritten Sitzung vom 18. September 2026 verabschiedet hat. Präsidentin der Kommission ist Alt Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt 2027 und 2028 mit insgesamt rund 1,95 Millionen Franken 26 Provenienzforschungsprojekte von Museen und Sammlungen in der Schweiz. Die geförderten Vorhaben reichen von museumsübergreifenden Projekten und Kooperationen mit Herkunftsgemeinschaften über die Untersuchung menschlicher Überreste bis zur Erschliessung von Archiven und Datenbeständen.
Ausstellung im Bernischen Historischen Museum, Bern, bis am 4. Juli 2027
Aus 159 Bewerbungen in den Bereichen Bildende Kunst, Kulturvermittlung, Mode & Textil, Darstellende Künste, Tanz und Literatur sind in der diesjährigen Ausschreibung 16 Stipendiat:innen aus der Region Basel / Basel-Landschaft / Solothurn / Südbaden / Elsass hervorgegangen. 2026 steht für Atelier Mondial zudem im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Das älteste multidisziplinäre Austauschprogramm der Schweiz wird 40 Jahre alt.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Exposition Bibliothèque de Genève, Espace Ami-Lullin / Centre de la Photographie Genève, jusqu’au 10 octobre 2026
Das Swiss Institute (SI) gibt den Erwerb des Erdgeschosses und des Untergeschosses von 250 Bowery bekannt: Damit besitzt die Institution zum ersten Mal in ihrer vierzigjährigen Geschichte eigene Räumlichkeiten, und sie läutet damit «eine neue Ära für eine der führenden Plattformen für experimentelle zeitgenössische Kunst in New York ein», wie das SI schreibt. Im Herbst dieses Jahres wird das SI mit «einer massgeschneiderten Renovierung beginnen, die von dem international renommierten Architekturbüro Johnston Marklee geleitet wird». Dieses werde das 250 Bowery in einen barrierefreien und ökologisch nachhaltigen Kulturraum verwandeln, der speziell für die innovativen Ausstellungen des SI, ansprechende öffentliche Programme sowie von Künstler:innen geleitete Bildungs- und Gemeinschaftsinitiativen konzipiert ist. Der neue Standort soll im Frühjahr 2027 für die Öffentlichkeit zugänglich und weiterhin bei kostenlosem Eintritt zu besuchen sein.
Jedes Jahr lädt das Swiss Institute (SI) in New York City in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia zwei bildende Künstler:innen aus der Schweiz zu einem dreimonatigen Aufenthalt ein. Den Stipendiat:innen wird eine Wohnung nur wenige Häuserblocks von den Galerien des Swiss Institute im Herzen des East Village zur Verfügung gestellt. Im Rahmen monatlicher Treffen mit dem Kurator:innenteam können die Künstler:innen verschiedene Aspekte ihrer künstlerischen Praxis besprechen, Recherchen durchführen und neue Arbeiten entwickeln.
Das Werk des Kunstmalers, Illustrators, Buchgestalters und Bühnenbildners
Karl Walser (1877-1943), Robert Walsers Bruder, wird gerade wiederentdeckt. «Es sind Bilder einer längst versunkenen Welt», schreibt Philipp Meier in der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ». Zu sehen sind die Werke derzeit in Japan.
Ausstellung im Kunsthaus Biel / Exposition Centre d’art Bienne – bis am 30. August 2026 / jusqu’au 30 août 2026
Anlässlich des kürzlichen offiziellen Besuchs von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in Nigeria begab sich der Direktor der Cinémathèque suisse, Vinzenz Hediger, nach Lagos, um zwei langfristige Kooperationsprojekte zur Erhaltung des nigerianischen audiovisuellen Kulturerbes zu konkretisieren. «Sie sind Teil der Bemühungen zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Nigeria in den Bereichen Kultur, Bildung und Vermittlung von Wissen», schreibt die Cinémathèque suisse in ihrer Mitteilung von gestern Mittwoch.
Achtzehn Kulturgüter aus dem Königtum Benin wurden von drei Schweizer Museen an Nigeria zurückgegeben. Die Kulturgüter, die in höfischen und religiösen Kontexten verwendet wurden, gehören zu den berühmten «Benin-Bronzen», die Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria geraubt wurden. Zudem übergab die Eidgenossenschaft Nigeria fünf in der Schweiz eingezogene Kulturgüter. Im Rahmen der Übergabezeremonie unterzeichneten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa ein Abkommen über den Transfer von Kulturgütern. Ziel ist es, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen und das kulturelle Erbe zu schützen.
Der am 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun geborene Schweizer Soziologe, Politiker, Aktivist, Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler (Bild) ist am 10. Juni 2026 in Genf-Genève gestorben. Von 1967 bis zu seiner Abwahl 1983 und erneut von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei. Von 2000 bis 2008 war Ziegler UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UNO-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen an; 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Bis zu seiner Emeritierung 2002 war Ziegler Professor für Soziologie an der Uni Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. In seinen Sachbüchern kritisierte Ziegler mehrfach die historische Rolle der Schweiz. Ebenfalls kritisierte er die Sowjetunion für ihren Einmarsch in Afghanistan. Ziegler verurteilte den russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 klar. Wegen massiver Kritik an Schweizer Politik, Wirtschaft, Finanzwesen sowie deren Institutionen wurde er immer wieder als «Landesverräter» angegriffen und, zum Teil erfolgreich, zivil- und strafrechtlich belangt. (*)
Der am 12. April 1939 in Zürich geborene Schweizer Schlagzeuger, Perkussionist und Bandleader Peter Giger (Bild) ist am 27. Mai 2026 gestorben. Gigers Laufbahn führte von der Zürcher Dixieland-Band The Tremble Kids über Swing, Modern Jazz, Rock-Jazz, freie Improvisation bis hin zu interkulturellen Projekten, die sich mit Rhythmus- und Perkussionstraditionen aus unterschiedlichen Teilen der Welt beschäftigten. Er arbeitete dabei u.a. mit Duke Ellington, Teddy Wilson, Bill Coleman, Albert Nicholas, Stephane Grappelli, Claude Bolling, Memphis Slim, Max Roach, Archie Shepp, Benny Bailey, Joe Haider, Heinz Bigler, Isla Eckinger, Alex Bally, Marc Hellman, Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel, Eberhard Weber, Gerd Dudek, Steve Swallow, Jasper van `t Hof, Trilok Gurtu, Naná Vasconcelos und Dom Um Romão zusammen. Peter Giger war einer der Gründer der Swiss Jazz School in Bern. Tourneen und Austauschprojekte führten ihn rund um die ganze Erde.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Animaux naturalisés, statuettes ou objets du quotidien: les musées vaudois conservent de nombreux objets issus d’Afrique, hérités d’une histoire coloniale aujourd’hui questionnée. Pour interroger leur présence, leur sens et les mémoires qu’ils portent, le Naturéum et le Musée cantonal d’archéologie et d’histoire s’associent à notreHistoire.ch dans un projet de muséologie participative, né des préoccupations exprimées par des représentant·e·s du Conseil de la diaspora africaine en Suisse.
Ausstellung im Museum Rietberg Zürich, bis am 6. September 2026
Ausstellung im Museum der Kulturen Basel, vom 24. April 2026 bis am 24. Januar 2027
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive
Le 40e Festival International du Film de Fribourg (FIFF) se clôture sur un nouveau record d’affluence et plus de soixante salles combles. Lors d’une Cérémonie ponctuée par la
remise du premier Fribourg Cinema Award, prix à la carrière décerné à la cinéaste tunisienne Kaouther Ben Hania, cinq des douze longs métrages et trois des quinze courts de la Compétition internationale ont été primés. La satire iranienne «Divine Comedy» d’Ali Asgari décroche le Grand Prix 2026. Le Special Jury Award honore quant à lui le nigérian «My Father’s Shadow».
Der Kanton Obwalden unterstützt das Volkskulturfest Obwald weiterhin finanziell. Der Trägerverein erhält für die nächsten drei Festivals der Jahre 2026 bis 2028 einen Gesamtbeitrag von 210’000 Franken. «Das Volkskulturfest Obwald ist mit seiner nationalen Ausstrahlung ein fester Bestanteil des Obwaldner Kulturlebens. Der Regierungsrat unterstützt den Anlass für drei Jahre und spricht dafür jährlich 70’000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Somit setzt der Kanton Obwalden seine Unterstützung des Musikfestivals auf dem Niveau der vergangenen Jahre fort.», heisst es in der heutigen Medienmitteilung.
Esposizione Museo Culture MUSEC Lugano, Villa Malpensata – Spazio Cielo, dal 19 marzo fino al 5 luglio 2026
Esposizione Museo Culture MUSEC Lugano, fino al 17 maggio 2026
Esposizione Museo d’arte della Svizzera italiana MASI Lugano, fino al 9 agosto 2026
Exposition Photo Elysée, Plateforme 10, Lausanne, jusqu’au 1 novembre 2026
Ausstellung im Kunsthaus Interlaken, bis am 27. Mai 2026
Der Freiburger Paläontologe Jacques Ayer (Bild) wurde von der Regierung Benins zum Generaldirektor der Réunion des musées publics (RMP) ernannt. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Projekt: den Aufbau von vier Institutionen innerhalb von drei Jahren (zwischen 2026 und 2029), die der Aufwertung beninischer Kunstwerke gewidmet sind. Ayer hat seinen Posten im Januar 2026 angetreten. Ghania Adamo berichtet auf «swissinfo.ch».
Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš (Bild) lehrt im Frühjahrssemester 2026 an der Universität Bern. Als 24. Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur wird er mit den Studierenden eine «literarische Zugreise durch Mitteleuropa» unternehmen.
Après une brève pause hivernale, les résidences d’écriture ont repris. Cette année, ce sont 67 poètes, romancièr·es, essayistes ou encore traducteur·rices du monde entier qui seront accueilli·es pour un séjour de travail à la Fondation Jan Michalski à Montricher (VD).
Ausstellunsprojekt und Workhops in Abidjan und Man, Côte d’Ivoire, bis am 8. März 2026
Nach vierjähriger Umbauphase öffnet das Centre culturel suisse (CCS) am 26. März 2026 im Herzen des Marais-Viertels in Paris wieder seine Türen. Die vom französisch-schweizerischen Architektenduo ASBR (Paris) und Truwant+Rodet+ (Basel) renovierten Räumlichkeiten sollen einen neuen Treffpunkt für das kulturelle Leben der Schweiz bilden.
Nach der erfolgreichen Ausstellung «Once Upon A Page» im Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking wird diese Schau nun in erweiterter Form in Shanghai gezeigt. Das Shanghai Minsheng Art Museum präsentiert bis am 4. Juni 2026 gemeinsam mit der Schweizer Botschaft und dem Fumetto Comic Festival Luzern die Ausstellung «Tales of Now: Contemporary Swiss Comics from the Fumetto Festival». Die Ausstellung versammelt nahezu 500 Arbeiten von über 20 Künstler:innen aus der deutschsprachigen Schweiz und sie zelebriert den Comic als eigenständige Kunstform – «facettenreich, experimentell, gesellschaftlich relevant», wie Fumetto schreibt.
Im Völkerkundemuseum der Universität Zürich, bis im Herbst 2026
Sechs Monate nach dem Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in Basel zieht die SRG-SSR eine positive Schlussbilanz: «Der Anlass erreichte weltweit ein grosses Publikum, blieb bei der SRG-SSR dank sorgfältiger Finanzsteuerung unter dem Budget und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch wirtschaftlich setzte der Event starke Impulse: Die bezahlenden Besucher:innen haben während ihrem Aufenthalt gut 90 Millionen Franken ausgegeben. Mit über 90 Prozent Zufriedenheit und hoher Wiederbesuchsabsicht bestätigt der ESC das professionelle und wirkungsstarke Engagement der SRG-SSR», heisst es in der heutigen Medienmitteilung.
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten vierzehn Tage aus Schweizer Perspektive
Ausstellung im Museum Rietberg Zürich, bis am 22. Februar 2026
Ausstellung im Waschraum Zürich, bis am 23. November 2025