7. Dezember 2025
«RUMBLE IN THE ARCHIVE – INTERVENTIONEN ZUM POSTKOLONIALEN ZÜRICH»
Im Völkerkundemuseum der Universität Zürich, bis im Herbst 2026

Bild: © Völkerkundemuseum der Universität Zürich
Welche Rolle spielte die «Zürcher Ethnographische Sammlung» im kolonialen Handel? Welche Strategien von Reparation und Heilung existieren angesichts der rassistischen Gewalt von «Völkerschauen»? Oder wie könnte ein afropäisches Zunfthaus in Zürich aussehen?
«Rumble in the Archive» ist keine Ausstellung, sondern ein machtkritischer Archiv-, Lern- und Begegnungsraum, den eingeladene Residents aus Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen mit dem Gastkurator und Sozialanthropologen Rohit Jain und dem Museumsteam gestalten.
Über die Monate sollen ein neues vielstimmiges Archiv zur kolonialen Geschichte und postkolonialen Gegenwart Zürichs entstehen. BIPoC Communities und Publikum sind eingeladen, neue Visionen für ein postkoloniales Zürich zu entwickeln – «so, get ready to rumble!», wie das Haus schreibt.
Residents:
Alkebulan Association
Die Alkebulan Association ist eine Organisation, die sich für die Ermächtigung von Menschen afrikanischer Herkunft einsetzt, indem sie Einheit, Bildung und kulturelle Identität fördert.
Eva De Souza
Eva Silva de Souza ist eine brasilianische Künstlerin, Schauspielerin und Aktivistin. Geboren und aufgewachsen in Salvador de Bahia, Brasilien, bringt sie ihre afrobrasilianischen Wurzeln in ihre Arbeit ein und setzt sich für den interkulturellen Dialog ein. Seit über 30 Jahren lebt sie in Bern, wo sie Kunst und Aktivismus miteinander verbindet, um sich für soziale Gerechtigkeit, Antirassismus und Feminismus einzusetzen
Salim Umar
Salim Umar ist ein in Zürich lebender afropäischer Architekt und Forscher, der sich mit Schwarzem Raumdenken und flüchtiger Präsenz beschäftigt. In seiner Praxis des Bauens, Ausstellens und Schreibens strebt er danach, Architekturen zu entwickeln, die Raum für das schaffen, was normalerweise nicht sichtbar ist. In seiner Masterforschung an der ETH Zürich hat er einen Entwurf für ein afropäisches Zunfthaus entwickelt.
studiyo filipino
Die Plattform studiyo filipino hat die Vision, einen nuancierten Diskurs zu Themen rund um die Philippinen zu führen. Mit einem innovativen Ansatz zur interkulturellen Erfahrung soll ein Austausch entstehen, der zu einem besseren Verständnis der Unterschiede führt und Gemeinsamkeiten derweil näher erforscht.
vkm
Kontakt:
https://www.musethno.uzh.ch/de/ausstellungen/rumble-in-the-archive.html
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Kommentare von Daniel Leutenegger