IM «FOCUS»: MEINRAD KOCH, JODLER, LEBENSMITTELTECHNOLOGE, HAUSMANN
Radio SRF 3, heute Ostermontag, 20.03 Uhr
Radio SRF 3, heute Ostermontag, 20.03 Uhr
Jubiläumsausstellung 80 Jahre Lilly Langenegger im Museum Gais (AR), bis am 17. August 2025
Ein Comic-Buch und ein Sammelband geben neue Einblicke in das Chorwesen der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert. Diese Neuerscheinungen von Forscherinnen der Universität Bern werden am Dienstag, 25. März 2025, bei freiem Eintritt an einer öffentlichen Buchvernissage vorgestellt, begleitet von einem Podiumsgespräch über Chancen und Herausforderungen der
Wissenschaftsvermittlung.
An Schweizer Musikschulen wird längst nicht nur Klavier, Gitarre oder Schlagzeug unterrichtet – in allen Regionen gehören auch Schwyzerörgeli, Jodeln und das Alphorn zum Angebot. Drei Musikpädagog:innen berichten in einem lesenswerten Beitrag von Anicia Kohler in der «Schweizer Musikzeitung».
Biel / Bienne wird Austragungsort des 35. Eidgenössischen Musikfestes 2026 (EMF26). Damit findet vom 14. bis 17. Mai 2026 exakt nach 50 Jahren wieder ein Eidgenössisches Musikfest in Biel / Bienne statt, nachdem Interlaken im November 2024 kurzfristig auf die Organisation des 35. Eidgenössischen Musikfestes verzichtet hat. Die Berner SVP-Grossrätin Nadja Günthör (Bild) übernimmt das Präsidium des Organisationskomitees. Das Eidgenössische Musikfest findet alle fünf Jahre statt und gilt mit mehr als 30’000 Teilnehmenden als weltweit grösster Musikwettbewerb. Es bringt über eine Million Menschen zu einem friedlichen Miteinander zusammen, und mehr als zwanzig Musikvereine kämpfen in unterschiedlichen Kategorien und Stärkeklassen um dem Titel «Schweizermeister für fünf Jahre».
Ausstellung im Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah, Zürich, bis am 9. März 2025
Very Rickenbacher (Bild links, *3.11.1957) hat die Schweizer Blaskapellenszene der letzten Jahrzehnte stark geprägt, – sei es als Euphoniumspieler, als Dirigent der Blaskapelle Rigispatzen oder als Komponist, der auch einen internationalen Hit geschrieben hat. Er ist der diesjährige Träger des «Goldenen Violinschlüssels» und war heute Abend Ehrengast in der Sendung «Potzmusig» von Fernsehen SRF 1.
«Als beispielhafter und charakteristischer Schweizer Gesang könnte das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen werden.», schreibt das Bundesamt für Kultur (BAK). Die Schweiz hat eine entsprechende Kandidatur bei der UNESCO eingereicht, die voraussichtlich bis Ende 2025 geprüft wird.
Hanny Christen wurde 1899 in Liestal geboren und verstarb 1976 in Basel. Kurz vor der Lebensmitte begann Hanny Christen ihre «volkskundlichen Wanderungen», die sie mit ihrer Sammeltätigkeit im Bereich Volksmusik und Volkstanz kombinierte. Das Wirken von Hanny Christen hat für die Volksmusik und den Volkstanz der Schweiz nationale Bedeutung. Zum zwanzigjährigen Jubiläum der Herausgabe der Volksmusiksammlung von Hanny Christen ist das Buch «Hanny Christen (1899–1976). Ein Leben für die Volksmusik» erschienen.
Im Kanton Nidwalden gibt es den ersten feministischen Jodelchor der Schweiz, wie das Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF 1 berichtet: «Traditionelle Volks- und Jodellieder sind gespickt mit alten Geschlechterrollen. Da wird von echten Mannsbildern gesungen und vom lieben Müeti. Mit diesen verstaubten Rollenbildern wollen rund 45 Frauen aufräumen. Konkret heisst das: Wenn der Berg ruft, hallt in Nidwalden seit neustem das Echo vom Eierstock zurück.»
Dolfi Rogenmoser (Bild, *1934) hat über 80 Stücke komponiert. Noten schreiben kann er allerdings nicht. Als Autodidakt hat er stets ohne Noten musiziert. Florian Gass und Willi Valotti haben sämtliche Kompositionen von Dolfi Rogenmoser neu transkribiert. Das Haus der Volksmusik gibt nun zwei Notenhefte für Akkordeon und Schwyzerörgeli heraus, die im Mülirad-Verlag erscheinen.
Vor 15 Jahren startete die Hochschule Luzern (HSLU) mit ersten Kursen in Volksmusik. Das Angebot wurde sukzessive ausgebaut und es ist schweizweit einzigartig. Mit Beginn des neuen Studienjahres im Herbst 2022 wird das Volksmusikstudium als eigenständiges Profil geführt.
Am kommenden Samstag, 1. Oktober 2022, findet um 15 Uhr im Pfarreiheim in Ruswil (LU) die Verleihungsfeier 2022 statt. Die Auszeichnung geht dieses Jahr wie hier bereits gemeldet an die 1971 geborene Akkordeonistin Claudia Muff (Bild). Claudia Muff verbindet gekonnt alte und neue Volksmusik. Als Musiklehrerin setzt sie sich seit vielen Jahren für den musikalischen Nachwuchs ein. Claudia Muff wuchs zusammen mit ihren Brüdern Hans und Bruno in einer musikalischen Familie weit abgelegen in den Ausläufern des Napfs auf. Sie lebten auf dem kleinen Bauernhof Stadelboden in der Gemeinde Menznau (LU). Schon ihr Grossvater Josef Muff (1902-1967) hatte Volksmusik gespielt. Vater Hans Muff (1944-2015) war ein populärer Klarinettist und Saxofonist mit eigener Ländlerkapelle.
Die vielseitige und angesehene Musikerin spielt in verschiedenen Schweizer Formationen. Claudia Muff (*6.7.1971) verbindet gekonnt alte und neue Volksmusik. Als Musiklehrerin setzt sie sich seit vielen Jahren für den musikalischen Nachwuchs ein.
Die Interessengemeinschaft Volkskultur Schweiz und Fürstentum Liechtenstein (IGV) verwaltet im Auftrag der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia seit 2013 den Volkskulturfonds. Von diesem Fonds, der aktuell jährlich mit 100’000 Franken ausgestattet ist, können auf Antrag Unterstützungsbeiträge geltend gemacht werden. Mit Pro Helvetia konnte nun eine weitere Leistungsvereinbarung für die Jahre 2021-2024 abgeschlossen werden.
Die Interessengemeinschaft Volkskultur (IGV) schreibt: «Die Pandemie hat nicht nur Stillstand gebracht. Sie hat auch die Erneuerung der Basis unterbrochen: Seit 18 Monaten gibt es keine Veranstaltungen, (fast) keine Proben und keine Kontaktmöglichkeiten zur Volkskultur mehr, insbesondere für die jungen Generationen. Das stellt viele Vereine mittelfristig vor ein Existenzproblem, da sie keinen Nachwuchs gewinnen können.» Die IGV legt deshalb in Absprache mit Pro Helvetia ein Förderprogramm auf, das sich speziell der Suche nach jungen Aktiven widmet. Es ist gültig während des Jahres 2022 und kommt zur Anwendung bei Veranstaltungen, Schnuppertagen, Tagen der offenen Tür, offenen Proben und Workshops, die junge Menschen an die Volkskultur heranführen.
Die beiden Langenthaler Buchautoren Thomas Aeschbacher und Beat Hugi feiern am Mittwoch, 27. Oktober 2021, ab 20 Uhr auf der grossen Bühne des Stadttheaters Langenthal mit einer konzertanten Örgeli-Stubete das Erscheinen ihres Buches «Langnauerli. Stöpselbass. Schwyzerörgeli. Das Spiel. Das Handwerk. Die Virtuosen.».
Der Westschweizer Dirigent, Juror und Musiker Pascal Eicher (Bild) gewinnt die höchste Auszeichnung in der Schweizer Blasmusikszene.
Heute Samstag wurde in Wolfhausen (ZH) der Goldene Violinschlüssel 2021 vergeben an Johannes Schmid Kunz (Bild), der damit als angesehener Volksmusiker, engagierter Volkskultur-Manager, Volkstanzlehrer und Geschäftsleiter der Schweizerischen Trachtenvereinigung geehrt wurde.
Erfahrene Jodlerinnen und Jodler in der Region rund um den Alpstein verfügen über ein beeindruckendes Repertoire an Melodien, die sie klar unterscheiden, einzeln benennen und jederzeit abrufen können. Wie schaffen sie das? Dieser Frage gingen das Roothuus Gonten (Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik) und die Hochschule Luzern in einer musikkognitiven Studie nach, bei der 3’500 Naturjodelteile untersucht und aktive Jodlerinnen und Jodler befragt wurden. Die Resultate des Projektes, das vom Schweizerischen Nationalfonds SNF unterstützt wurde, sind in Form des Buches «Jodeln im Kopf» (Chronos Verlag) und des gleichnamigen Dokumentarfilms erschienen.
Was die ihr Leben lang unbekannte Sammlerin der Schweizer Volksmusik zusammengetragen hat, ist nun durch Digitalisierung zugänglich: Die Tonbandsammlung mit den Tonaufnahmen von Hanny Christen (Bild) wurde in der Schweizerischen Nationalphonothek deponiert.
Radio SRF 1, heute Mittwoch, 20.03 Uhr
Der angesehene Volksmusiker Johannes Schmid-Kunz (Bild, *11.8.1964) ist auch ein engagierter Volkskultur-Manager, Volkstanzlehrer und Geschäftsleiter der Schweizerischen Trachtenvereinigung. Johannes Schmid-Kunz erhält den Goldenen Violinschlüssel 2021 als «ein volkskulturelles Multitalent»: «Er hat gleich in mehreren Sparten sehr grosse Leistungen für die Szene erbracht», wie es in der Begründung heisst. Die Verleihungsfeier findet am 23. Oktober 2021 statt.
Der Vorstand der IG Volkskultur Schweiz (IGV) hat anlässlich seiner Jahresschlusssitzung die Geschäfte der ordentlichen Vereinsversammlung 2021 besprochen und die Nominationen für zwei vakante Präsidien vorgenommen. Mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia wurde die Leistungsvereinbarung 2021-2024 abgeschlossen.
Der Vorstand der IG Volkskultur Schweiz (IGV) konstituierte sich anlässlich seiner Aprilsitzung und genehmigte für 14 Projektgesuche 65’000 Franken. Am 16. Oktober 2020 wird der Workshop zur verstärkten Zusammenarbeit innerhalb der IGV in Aarburg stattfinden.
Der Ländlermusiker, Komponist, Verleger und Produzent René Wicky (*3.12.1941) aus Oberägeri (ZG) ist eine Koryphäe der Schweizer Volksmusikszene. Schweizweit bekannt ist er seit drei Generationen als Akkordeonist von Jost Ribary senior, Jost Ribary junior und Jost Ribary III. René Wicky (Bild) wird «für sein einmaliges und vielseitiges Lebenswerk» mit dem Goldenen Violinschlüssel 2020 ausgezeichnet.
Auf Antrag der Vergabekommission der Interessengemeinschaft Volkskultur (IGV) bewilligte der Vorstand neun Unterstützungsgesuche um Mittel aus dem Volkskulturfonds der Pro Helvetia in der Höhe von insgesamt 43’000 Franken für folgende Projekte:
Der Entlebucher Landwirt Ruedi Renggli (Bild, *18.10.1952) ist mit seiner Ausnahmestimme ein schweizweit bekannter Jodler. Auch als erfolgreicher Dirigent, Musiker und Komponist hat er sich einen grossen Namen geschaffen. Für sein Lebenswerk wird er 2019 mit dem bekanntesten Volksmusik-Preis der Schweiz ausgezeichnet.
Die Striichmusig Dobler, Alphornsolistin Fanny Känzig und der Oberwalliser Nachwuchs-Jodelchor Naters waren am 10. November 2018 als Sieger des Schweizer Folklorenachwuchs-Wettbewerbs hervorgegangen. Sie präsentierten sich heute Samstag in der SRF-Sendung «Viva Volksmusik» nun dem Fernsehpublikum und wetteiferten um dessen Gunst. Am besten gefallen hat der Auftritt der Striichmusig Dobler (Bild).
Zur Erinnerung an Hanspeter Blaas (1947-2018) präsentiert das Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch im Erdgeschoss rund dreissig von ihm seit den 1960er-Jahren bis 2002 gefertigte «wüeschti», aber «schaurig-schöni» Chlausenlarven, die dem Museum von seiner Familie geschenkt wurden. Während der Ausstellungsdauer (bis am 17. Februar 2019) findet im Museum jeweils am Samstag von 16 bis 17.30 Uhr ein «Schuppelzauren» statt.
Eine Nische stösst auf grosses Echo: «Seit zwei Monaten studieren an der Hochschule Luzern die ersten Jodlerinnen im Hauptfach. Nun gibt die neue Leiterin Nadja Räss erstmals Einblick in dieses Schweizer Novum. Sogar das Ausland schaut zu», schreibt Jonas Wydler auf «zentralplus.ch».
Auf Antrag der Vergabekommission bewilligte der Vorstand der IG Volkskultur (Interessengemeinschaft Volkskultur Schweiz und Fürstentum Liechtenstein) Unterstützungsgesuche aus dem Volkskulturfonds der Pro Helvetia in der Höhe von 33’500 Franken für folgende Projekte:
Radio SRF 1, «Schnabelweid» vom heutigen Donnerstag, 21.03 Uhr
Radio SRF 2 Kultur, «Kontext», «Kultour de Suisse» 7/8, heute Mittwoch um 9.02 Uhr / Wiederholung um 18.03 Uhr
Das Roothuus Gonten und die Hochschule Luzern führen gemeinsam eine musikkognitive Studie zum Appenzeller und Toggenburger Naturjodel durch. Im Zentrum stehen die Analyse einer Sammlung von 1’400 Naturjodel sowie eine Umfrage unter aktiven Jodlerinnen und Jodlern.
Die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio wurden heute offiziell als Kandidatur für einen Eintrag in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO eingereicht. Es ist dies die vierte Kandidatur der Schweiz. Die UNESCO wird voraussichtlich im November 2019 über den Eintrag dieser lebendigen Tradition entscheiden.
Arno Jehli (Bild) ist Musiker, Komponist und Kapellmeister. Seit 50 Jahren spielt der Bündner auf den Bühnen der Welt. Dabei kombiniert er seine geliebte traditionelle Ländlermusik gerne auch mit Schlager, Klassik, Unterhaltungsmusik, internationaler Folklore, Pop und Rap. Heute wurde dem 67jährigen Jehli der Goldene Violinschlüssel 2018 zugesprochen.
Nach einer erfolgreichen ersten Saison im Volkshaus Zürich starten die InitiantInnen vom Verein zur Förderung aktueller Volksmusik zur zweiten Reihe. Los geht’s am 7. Februar 2018 mit Nadja Räss und Markus Flückiger.
Geschwister Suter, Alphorntrio Bergkristall und Solojodlerin Célia Schwery heissen die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs «Folklorenachwuchs». Diese jungen Talente überzeugten die Jury am Samstag in Sarnen mit ihren musikalischen und gesanglichen Leistungen am meisten.