25. Januar 2025
SOLOTHURNER FILMTAGE: DER PREIS «VISIONI» GEHT AN «BILDER IM KOPF» VON ELEONORA CAMIZZI
Der Dokumentarfilm «Bilder im Kopf» von Eleonora Camizzi hat am Samstagabend den mit 20’000 Franken dotierten Preis «Visioni» gewonnen. Die Auszeichnung wurde im Stadttheater Solothurn an der "Notte delle Visioni" verliehen. Für die 60. Ausgabe der Solothurner Filmtage hatte die Auswahlkommission zwei Spielfilme und fünf Dokumentarfilme für den «Visioni»-Preis nominiert.

Bild: «Bilder im Kopf» von Eleonora Camizzi aus Kriens. Szenografie / Kostüm: © Isabelle Mauchle, https://www.isabellemauchle.ch/portfolio/credits-bilder-im-kopf/
«Trotz der stark formalen, minimalistischen und an eine Theaterbühne erinnernden Ästhetik gelingt es dem Film, eine beeindruckende Nähe zu den Figuren zu schaffen», begründete die Jury den Entscheid zugunsten von «Bilder im Kopf».
Die Luzerner Filmemacherin begegnet ihrem Vater in einem weissen, neutralen Raum. Es geht um ihn und seine Krankheit, aber auch um ihren Umgang damit. In der scheinbaren Leere steht neben einer stigmatisierten Diagnose ein jahrzehntelanges Schweigen. Was als Befragung über die Vergangenheit beginnt, entwickelt sich zu einem aufrichtigen Dialog im Jetzt. Der Film hinterfragt die Grenzen von krank und gesund, richtig und falsch, fremd und vertraut und versucht eine Utopie Wirklichkeit werden zu lassen.
Mehr:
https://www.solothurnerfilmtage.ch/de/festival/preise-und-jurys/visioni
https://www.solothurnerfilmtage.ch/de/festival/programm/bilder-im-kopf
https://www.swissfilms.ch/de/movie/bilder-im-kopf/20BA27785AA441DA882D544D368028A5
Eleonora Camizzi hat für «Bilder im Kopf» vor Kurzem einen mit 50’000 Franken dotierten Innerschweizer Preis für Regie und Filmproduktion erhalten ( -> https://ch-cultura.ch/film-video-audiovisuelles/innerschweizer-filmpreis-2025-die-preistraegerinnen-stehen-fest/ ).
«Visioni» – Preis für Erst- und Zweitfilme
Mit dem Preis «Visioni» wollen die Solothurner Filmtage Anreize für Produzent:innen schaffen, die Karriere einer Regieperson auch nach einem erfolgreichen Erstwerk weiter zu verfolgen. Für die diesjährige Ausgabe hat die Auswahlkommission zwei Spielfilme und fünf Dokumentarfilme nominiert. Insgesamt waren fünf Filme als Premieren zu sehen.
Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert, Stifter sind die beiden Kulturfonds der Urheberrechtsgesellschaften Suissimage und SSA. Die Jury setzt sich zusammen aus Neuza Bagorro, Co-Direktorin des Filmverleihs Diaphana Distributions, dem Filmemacher Clemens Klopfenstein («E Nachtlang Füürland», «Das Schweigen der Männer») und der Kamerafrau Meret Madörin, die bei zahlreichen internationalen und nationalen Filmproduktionen als Director of Photography gewirkt hat.
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Kommentare von Daniel Leutenegger