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7. Mai 2010

Bibliotheksbau in der Schweiz

Neu in der Churer Schriftenreihe zur Informationswissenschaft - Robert Barth und Iris Kuppelwieser (Hrsg.): Bibliotheksbau in der Schweiz 1985-2010.

 

In den letzten 25 Jahren wurde eine auffallend grosse Zahl von mittleren Stadt- und Kantonsbibliotheken in der Schweiz baulich grundlegend erneuert. Dahinter stand meist eine Öffnung des traditionellen schweizerischen Typs der «Studien- und Bildungsbibliothek» von einer wissenschaftlich geprägten Institution zu einer «Public Library» im angelsächsischen Sinne für ein breites Publikum. Bemerkenswert ist dabei, dass nur in wenigen Fällen neue Konstruktionen entstanden. Bibliotheksbau in der Schweiz heisst vor allem Umnutzung. Von einem eigentlichen Schweizer Bibliothekstyp kann man somit kaum sprechen – dazu sind örtliche Bedingungen zu prägend.

Von allen Bibliothekstypen weist dieser mittlere Bereich der Schweizer Bibliotheken die dynamischste bauliche Entwicklung auf. Bei den zentralen Gebäuden der Universitätsbibliotheken dagegen war es zwischen der grundlegenden Erneuerung der Zentralbibliothek Zürich und dem nunmehr eröffneten neuen Gebäude der EPFL-Bibliothek Lausanne verhältnismässig ruhig. Bei den wissenschaftlichen Bibliotheken ist innovative Architektur bei Lösungen für Institutsbibliotheken zu finden.

Erstaunlicherweise fand der Bibliotheksbau in der Schweiz der letzten Jahrzehnte keine zusammenfassende Darstellung. In einem Projektkurs an der HTW Chur (Studienrichtung Informationswissenschaft) erhielten Studierende im Herbstsemester 2008/09 deshalb den Auftrag, mittelgrosse Bibliotheken, die in den letzten 25 Jahren grössere bauliche Veränderung erlebt haben, nach einem gemeinsamen, auf Architektur und Funktionalität ausgerichteten Schema zu beurteilen.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind auf diese Weise zehn Bibliotheksbeschreibungen zusammengekommen, die durch drei Beispiele der Herausgeber (Iris Kuppelwieser und Robert Barth) ergänzt wurden. Trotz gemeinsamem Grundraster haben die studentischen Arbeiten ein unterschiedliches Gepräge behalten. Den Einzelbeschreibungen geht ein zusammenfassender Überblick des Kursleiters, Robert Barth, voraus.

Die Arbeit steht neben den weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter: http://www.fh-htwchur.ch/sii-home/publikationen/churer-schriften/

Weitere aktuelle Informationen zum Studium und zum Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) finden Sie wie immer auf unserer Webseite: http://www.informationswissenschaft.ch

Nadja Böller

 

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  • Daniel Leutenegger
  • 7. Mai 2010
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