5. Januar 2026
DER NACHLASS DES BILDHAUERS EUGEN PÜNTENER IST SEIT KURZEM IM URNER STAATSARCHIV ZUGÄNGLICH
Eugen Püntener (1904–1952) zählt zu den beeindruckendsten, wenn auch weniger bekannten Vertretern der Zentralschweizer Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist geprägt von klarer Formensprache, kraftvoller Reduktion und grosser Menschlichkeit. Eugen Püntener lebte und arbeitete unter oft bescheidenen Bedingungen – und doch mit einer Beharrlichkeit, die bis heute imponiert. Seit kurzem ist der Nachlass des Künstlers im Staatsarchiv Uri zugänglich.

Bild: Der Urner Bildhauer Eugen Püntener mit seiner Lebensgefährtin, der Malerin Yvonne Brandt, ca. 1945 – Foto: Staatsarchiv Uri
Das Staatsarchiv Uri übernimmt Nachlässe von Personen des öffentlichen Interessens. Es katalogisiert diese und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Auch der Nachlass des Urner Künstlers Eugen Püntener befindet sich im Staatsarchiv Uri und wurde kürzlich vollständig erschlossen, so dass er jetzt im Lesesaal konsultiert werden kann. Das Verzeichnis zum Nachlass steht im Archivkatalog auf der Webseite des Staatsarchivs unter der Nummer P-64 im Bereich der privaten Bestände zur Verfügung.
Püntener war Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten, Sektion Luzern. Zudem ist er mit seinen Werken in der Sammlung des Kunstmuseums Bern und im Kunsthaus Zürich vertreten. Als bodenständiger Künstler stellte Eugen Püntener oft Personen der realen Alltagswelt dar. Bäcker, Bauern, Bassgeiger, Heuer, Melker und Schwinger liess er als Skulpturen entstehen und brachte damit Alltägliches in eine künstlerische Form, die zeitlose Gültigkeit hat. Daneben dienten ihm christliche Motive als Themen für seine Arbeiten, am bekanntesten sind wohl seine markanten Kruzifixe.
Mehr / Kontakt:
https://www.ur.ch/mmdirektionen/131612
https://www.staur.ch/UNSERE-BESTAeNDE/Private-Bestaende

Bilder: Eugen Püntener © Staatsarchiv Uri

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Kommentare von Daniel Leutenegger