3. Mai 2024
«JOURNALISMUS UNTER POLITISCHEM DRUCK» – REPORTER OHNE GRENZEN PUBLIZIERT DIE RANGLISTE DER PRESSEFREIHEIT 2024
Weltweit sei festzustellen, dass die Pressefreiheit von denjenigen bedroht werde, die sie eigentlich garantieren sollten: den politischen Behörden, - so schreibt Reporter ohne Grenzen (RSF). Von den fünf Indikatoren, aus denen sich die Punktzahl der Länder zusammensetzt, ist der Indikator «Politischer Kontext» im Jahr 2024 mit einem Gesamtverlust von 7,6 Punkten am stärksten rückläufig. Dies geht aus der neuen Ausgabe der von Reporter ohne Grenzen (RSF) erstellten Rangliste der Pressefreiheit hervor.

Bild: © RSF-Weltkarte -> zur Vergrösserung
Immer mehr Regierungen und politische Behörden kommen ihrer Rolle als Garanten für vorbildliche Rahmenbedingungen für die Ausübung des Journalismus und für das Recht der Öffentlichkeit auf zuverlässige, unabhängige und vielfältige Informationen nicht nach. RSF beobachtet eine besorgniserregende Verschlechterung der Unterstützung und der Achtung der Medienautonomie sowie eine Zunahme des Drucks durch den Staat oder andere politische Akteure.
Die Schweiz verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge von Platz 12 auf Platz 9. Dies stellt jedoch keinen wirklichen Fortschritt dar. Denn die Anzahl der Punkte, die für die Rangliste ausschlaggebend sind, hat nicht zugenommen. «Insbesondere im rechtlichen Umfeld besteht Handlungsbedarf.», schreibt RSF.
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Kommentare von Daniel Leutenegger