Im Jahr 2025 verbuchten die Schweizer Kinos weniger als 10 Millionen Eintritte. Das sind abgesehen von den Covid-19-Jahren so wenige wie seit fünfzig Jahren noch nie. Der Marktanteil amerikanischer Filme ist deutlich rückläufig, europäische und Schweizer Filme erfreuen sich hingegen wachsender Beliebtheit. Soweit einige der heute Montag veröffentlichten definitiven Ergebnisse der Film- und Kinostatistik 2025 des Bundesamtes für Statistik (BFS).

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2025 wurden in der Schweiz 9,47 Millionen Kinoeintritte verbucht, das sind 8% weniger als im Vorjahr. Mit Ausnahme der Corona-Jahre 2020 bis 2022 lag die Gesamtzahl der Kinobesuche damit erstmals seit Beginn der Statistik im Jahr 1980 unter der 10-Millionen-Marke.
Die Differenz zur Zeit vor der Pandemie vergrössert sich: Gegenüber 2019 verringerte sich die Zahl der Kinobesuche um 24%. Im Vergleich zu 2024 schrumpfte sie besonders stark in der Westschweiz (-16%) und in der italienischen Schweiz (-13%), in der Deutschschweiz ging sie um lediglich -3% zurück. Der durchschnittliche Eintrittspreis stieg um 30 Rappen. Dadurch konnte das Minus bei den Besucher:innen-Zahlen teilweise ausgeglichen werden.
Genereller Rückgang trotz grösserem Angebot aus den USA
US-Filme sorgten 2025 für insgesamt 5,3 Millionen Kinoeintritte, was 56% der Gesamtbesucher:innen-Zahl entspricht (2024: 61%). So tief war der Anteil – mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020 – seit 2002 nicht mehr. Die Produktionen aus den USA locken immer weniger Personen ins Kino, obwohl sie weiterhin die Mehrheit ausmachen und die Zahl der Erstaufführungen ansteigt: 2025 erschienen 102 neue US-Filme in der Schweiz, gegenüber 84 im Jahr 2024 und 95 im Jahr 2023.
Europäische und Schweizer Filme stärken ihre Marktposition
Europäische Filme werden immer beliebter und erreichten 2025 einen Marktanteil von 30%, gegenüber 26% im Vorjahr und 24% im Jahr 2019. Besonders erfolgreich waren Filme aus Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Sie sorgten zusammen für nahezu ein Viertel (24%) aller Kinobesuche. Der Aufwärtstrend der Produktionen aus diesen drei Ländern ist seit mehreren Jahren zu beobachten.
Der Marktanteil der Schweizer Filme (ohne Minderheitsproduktionen) blieb 2025 stabil bei 9,1% (2024: 8,9%; 2023: 6,3%). Mit 861 116 Eintritten belegten die Schweizer Filme hinter den Produktionen aus den USA und Deutschland den dritten Platz. «Heldin» von Petra Volpe und «Hallo Betty» von Pierre Monnard machten allein mehr als ein Drittel (36%) des Marktanteils der Schweizer Filme aus. Auf Filme aus anderen Ländern der Welt entfielen 4,6% aller Eintritte im Jahr 2025, gegenüber 3,9% im Jahr 2024 und 2,9% im Jahr 2023. Damit erreichten sie ihren höchsten Marktanteil seit zwanzig Jahren.
Quelle / Mehr:
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.gnpdetail.2026-0186.html
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Kommentare von Daniel Leutenegger