27. März 2013
Der Bundesrat wählte 13 Mitglieder der neu geschaffenen Eidgenössischen Medienkommission
Der Bundesrat hat die Mitglieder der Eidgenössischen Medienkommission gewählt. 13 Persönlichkeiten aus den verschiedenen Medienbereichen der Schweiz nehmen Einsitz in die Kommission. Der Bundesrat hat darauf geachtet, «eine angemessene Vertretung der Geschlechter und Sprachregionen zu gewährleisten». Die Medienkommission wird vom Zürcher Professor Otfried Jarren (Bild) präsidiert, der bereits im November 2012 vom Bundesrat gewählt worden ist. Die Medienkommission nimmt im Verlaufe des Sommers 2013 ihre Tätigkeit auf.

Foto: http://www.gsw.uzh.ch/aboutus/people/otfriedjarren.html
Die Eidgenössische Medienkommission wurde vom Bundesrat bereits mit Entscheid vom 21. November 2012 eingesetzt. An ihrer Sitzung vom 27. März 2013 hat die Landesregierung die folgenden Mitglieder gewählt:
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Barbara Bassi, Syndicom, Gewerkschaftssekretärin/Journalistin, Massagno/Lugano
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Sylvia Egli von Matt, Direktorin der Schweizer Journalistenschule MAZ, Luzern
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Miriam Meckel, Prof. Dr., Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St.Gallen, St.Gallen
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Gabriele Siegert, Prof. Dr., Direktorin des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich, Zürich
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Nicolas Antille, Vizepräsident Swisscable, Direktor Sierre Energie SA, Sierre
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Philip Kübler, Dr. iur., Leiter M&A and Legal Services, Swisscom, Bern/Zürich
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Bernard Maissen, Chefredaktor SDA, Bern
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Gilles Marchand, Direktor Radio Télévision Suisse RTS, Genf
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Christophe Rasch, Generaldirektor des Regionalfernsehens La Télé, Lausanne
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Hans-Peter Rohner, Verwaltungsratspräsident PubliGroupe AG, Lausanne
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Markus Ruoss, Vorstandsmitglied Verband Schweizer Privatradios VSP, Rotkreuz
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Urs Thalmann, Geschäftsführer Impressum, Freiburg
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Peter Wanner, Verleger/Verwaltungsratspräsident AZ Medien AG, Aarau/Baden
Mandat des Bundesrates
«Die Eidgenössische Medienkommission hat das Mandat, die schweizerische Medienlandschaft zu beobachten, konkrete Problemstellungen im Auftrag des Bundesrats zu analysieren und Empfehlungen abzugeben. Der Bundesrat will mit dieser Kommission die Kompetenzen von Medienfachleuten enger in die politische Meinungsbildung und Entscheidung einbeziehen, um tragfähige Lösungen für die künftige Gestaltung des schweizerischen Mediensystems zu finden. Die Eidgenössische Medienkommission wird sich zudem auch selbständig mit ausgewählten Themenstellungen zur Entwicklung des Schweizerischen Mediensystems befassen.
Der Präsident Prof. Otfried Jarren strebt an, gemeinsam mit der Kommission übergreifende Themen zu identifizieren und diese dann systematisch und mit einer mittelfristigen Perspektive zu bearbeiten. Der Einbezug von in- und ausländischen Fachleuten in die Kommissionsarbeit ist vorgesehen. Darüber hinaus soll insgesamt der Dialog über medienpolitische Problem- und Fragestellungen angeregt und weiter intensiviert werden.»
br
Kontakt:
Zu den Wahlen: Alfons Birrer, Abteilung
Medien und Post, Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 032 327 55 53
Zu inhaltlichen Fragen: Otfried Jarren, Universität Zürich, 044 634 22 21
Internet:
http://www.bundesrat.admin.ch/
http://www.uvek.admin.ch/index.html?lang=de
Auf dieser Webseite u.a. erschienen:
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Nachträge vom 27.03.2013:
Gremium mit Geburtsfehlern
Nick Lüthi auf «medienwoche.ch»:
Der Bundesrat hat heute die Mitglieder der Medienkommission gewählt. Im neuen Gremium finden sich mehrheitlich Branchenvertreter. Journalisten und Mediennutzer sind schlecht, respektive gar nicht vertreten. Eine Analyse der Zusammensetzung:
http://medienwoche.ch/2013/03/27/gremium-mit-geburtsfehlern/
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Bundesrat wählte 13 Mitglieder der Medienkommission
Nun stehen die Namen der Mitglieder fest, welche der Eidgenössischen Medienkommission angehören. Die Protagonisten im Streit um die Rolle der SRG im Internet gehören nicht dazu:
Kommentare von Daniel Leutenegger