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3. Mai 2024

DER KANTON WALLIS STELLT SEINE KULTURSTRATEGIE 2030 VOR

Die Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis präsentiert ihre Strategie für die kommenden Jahre. Diese soll es ermöglichen, «eine öffentliche Kulturpolitik zu gestalten, die insbesondere eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen und die gesellschaftlichen Entwicklungen liefern kann», wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. Die Kulturstrategie 2030 bilde «den Rahmen für die Vision, die Aufgaben und strategischen Schwerpunkte, welche die Leistungen der Dienststelle für Kultur auf dem gesamten Kantonsgebiet strukturieren».

Illustration: Titelbild «Kulturstrategie 2030» © vs

Gemäss den Bestimmungen des Kulturförderungsgesetzes aktualisiert der Kanton Wallis-Valais seine Leitlinien im Bereich Kulturförderung. Die Kulturstrategie 2030 basiert auf der 2007 angenommenen Kulturförderungspolitik sowie auf der Kulturstrategie 2018: «Sie passt Vision und Inhalt den aktuellen und künftigen Herausforderungen an, bestätigt zugleich aber auch die Stärken und allgemeinen Ausrichtungen der früheren Dokumente.»

Die Kulturstrategie wurde unter der Leitung des Direktionsrats der Dienststelle für Kultur, unter Beobachtung eines externen Beauftragten, erarbeitet und von einer Bevölkerungsumfrage begleitet.

Die Kulturstrategie 2030 versteht sich als «flexibel und anpassungsfähig». Sie wurde den Kulturpartnerinnen und -partnern präsentiert und soll gemeinsam mit allen internen und externen Akteurinnen und Akteuren des Kantons Wallis umgesetzt werden.

Die Kulturstrategie 2030 gibt den Rahmen vor, «welcher die Vision, die Aufgaben und die strategischen Schwerpunkte definiert, die wiederum die Leistungen der Dienststelle für Kultur auf dem gesamten Kantonsgebiet strukturieren». Die Vision sei klar: «Die Kultur ist die Öffnung gegenüber der Welt, gegenüber anderen und sich selbst. Eine für alle zugängliche Kultur bildet die solide Grundlage einer nachhaltigen integrativen, innovativen und respektvollen Gesellschaft. Sie ermöglicht es, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in Beziehung zu setzen und jene von morgen zu begreifen. Die Dienststelle für Kultur trägt durch ihre verschiedenen Aufgaben und Einheiten zur Umsetzung dieser Vision bei.»

Drei Aufgaben, 12 strategische Schwerpunkte und 63 konkrete Massnahmen

Diese Vision umfasst drei Aufgaben: Bewahrung und Valorisierung des Kulturerbes, Kulturförderung sowie Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren. Jede Aufgabe umfasst wiederum strategische Schwerpunkte:

– In Bezug auf das Kulturerbe: sammeln, bewahren, aufwerten und vermitteln; 
– In Bezug auf die Kulturförderung: Schaffen, Professionalisierung, Teilhabe und Zugänglichkeit; 
– In Bezug auf die Zusammenarbeit: Kreativwirtschaft, Grund- und Weiterbildung, Zusammenhalt und Aufbau.

Die Kulturstrategie 2030 soll durch einen Aktionsplan mit 63 konkreten Massnahmen erweitert werden. Damit strebt die Dienststelle für Kultur bis 2030 unter anderem die folgenden Ziele an:

– Die gesetzlichen Grundlagen revidieren, welche ihre Tätigkeiten bestimmen (Gesetze und Richtlinien) 
– Sektorenbezogene oder thematische Strategien für die Einheiten der Dienststelle für Kultur erarbeiten und umsetzen (sammeln von Kulturerbe oder Zirkuskünste) 
– Die Einrichtungen der Kulturförderung beurteilen und aktualisieren, um die Nachhaltigkeit der Laufbahnen zu stärken und alle Phasen der künstlerischen oder kulturellen Produktion zu unterstützen (Forschung, Schaffen, Vertrieb) 
– Neue, interdisziplinäre Einrichtungen erarbeiten und umsetzen: Kultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Kultur und Gesundheit, Kultur und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft usw. 
– Die Bedingungen für die Bewahrung des Kulturerbes verbessern und die Beziehungen zur wissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich stärken (Universitäten und Hochschulen).

Bilanz der Transformationsprojekte

Die Dienststelle für Kultur will die Präsentation der Kulturstrategie 2030 nutzen, um eine Bilanz der Transformationsprojekte zu ziehen, die während der Covid-19-Pandemie unterstützt wurden, – von Herbst 2021 bis Ende 2023.

Diese Beiträge sollten die Kulturunternehmen dabei unterstützen, sich an die durch die Pandemie veränderten Bedingungen anzupassen. Sie lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: einerseits Projekte, die eine strukturelle Neuausrichtung der Kulturunternehmen zum Ziel hatten, und anderseits Projekte zur Wieder- oder Neugewinnung von Publikum.

Von den 143 eingereichten Gesuchen wurden 54 unterstützt (34 im Jahr 2021, 20 im Jahr 2022).

Insgesamt hat der Kanton Wallis im Rahmen von Transformationsprojekten etwas über 7 Millionen Franken an Walliser Kulturunternehmen vergeben. Die Finanzierung wurde zu gleichen Teilen von Bund und Kanton getragen.

Quelle:

https://www.vs.ch/de/web/communication/detail?groupId=529400&articleId=30575725&redirect=https://www.vs.ch

Mehr / En savoir plus:

https://www.vs.ch/documents/529400/30564658/Synthese+Kulturstrategie+2030.pdf/30c277de-34c9-f43b-8cba-82ad4ed7eca8?t=1714460165995&v=1.0

https://www.vs.ch/documents/529400/30564658/Rapport+Kulturstrategie+2030.pdf/c14ccc35-b5e6-878d-bd16-2b7057083378?t=1714460159328&v=1.0

#WallisKulturstrategie2030 #KulturWallis #CultureValais #StratégieCulture2030delEtatduValais  #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 3. Mai 2024
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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