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17. April 2024

DER KULTURPREIS DER STADT CHUR 2024 GEHT AN URSINA LARDI

Die Schauspielerin Ursina Lardi (Bild) wird mit dem Churer Kulturpreis 2024 geehrt. Die Performerin Martha Mutapay, das Kollektiv Piera Buchli & Luc Isenschmid und die elektronische Musikerin Jamira Estrada werden mit einem Förderpreis der Stadt Chur ausgezeichnet. Zudem erhalten Marc Lardon und Christian Klucker Anerkennungspreise. Der Kulturpreis ist mit Fr. 8'000.- dotiert, die Anerkennungs- und Förderpreise mit je Fr. 4'000.-.

Bild: Ursina Lardi – Foto: https://www.chur.ch/aktuellesinformationen/2115196 

Rund alle drei Jahre verleiht die Stadt Chur neben Anerkennungs- und Förderpreisen auch einen mit 8’000 Franken dotierten Kulturpreis, welcher bedeutendes und langjähriges kulturelles Schaffen ehrt. Zuletzt wurde dieser im Jahr 2020 an den Architekten Peter Zumthor vergeben.

Dieses Jahr geht der Kulturpreis an Ursina Lardi. Die in Berlin lebende Schauspielerin wurde bereits im 2010 mit dem Anerkennungspreis geehrt und äussert sich sehr dankbar für die erneute Auszeichnung: «In einem Abstand von fast 15 Jahren den Anerkennungspreis und dann den grossen Kulturpreis der Stadt Chur zu bekommen, ist etwas ganz Besonderes, weil es ein Ausdruck tiefer Verbundenheit ist. Graubünden ist meine Heimat, nach meiner Kindheit in Poschiavo und Samedan verbrachte ich prägende Jugendjahre in Chur. Gerade, was meinen Beruf als Schauspielerin angeht, wurden in Chur die Weichen gestellt, erst durch meine eigene Theatergruppe während der 5. und 6. Klasse im Schulhaus Daleu, dann in der Dramatischen Kantonschülergruppe DKG und schliesslich als Statistin und Billettabreisserin im Stadttheater. In den letzten Jahren bin ich genau in diesem Stadttheater mit mehreren Produktionen zu Gast gewesen, zum Beispiel mit ‚Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs.‘, einem Stück der Berliner Schaubühne, und noch vor wenigen Monaten mit ‚Verrückt nach Trost‘. Chur blieb also über diese ganzen Jahre und bis heute Teil meines Theaterlebens.»

Mit zwei Anerkennungspreisen würdigt die Stadt ein mindestens zehnjähriges kulturelles Schaffen, das für Chur und deren engere Umgebung von Bedeutung ist. Einer davon geht an den Bass- und Kontrabassklarinettisten Marc Lardon. Er ist als Interpret und Improvisator tätig sowie Mitgründer und Leiter von Soundhund – einer Konzertreihe für improvisierte und experimentelle Musik in Chur.

Weiter wird Christian Klucker mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Der Chorleiter und Dirigent engagiert sich intensiv für die Chorkultur seiner Heimat Graubünden.

Auch die Förderung von jungen Kulturschaffenden ist der Stadt Chur ein wichtiges Anliegen. Dieses Jahr werden gleich drei Förderpreise vergeben. Einer davon geht an das Kunstduo Piera Buchli und Luc Isenschmid. Buchli wurde in Haldenstein geboren und widmet sich der Keramikkunst.

Ein weiterer Preis geht an Jamira Estrada, welche einen Bachelor in elektroakustischer Komposition und klassischer Musik an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen hat. Heute arbeitet sie als Komponistin, Performerin elektronischer Musik und als DJ.

Den dritten Preis erhält die Tänzerin Martha Mutapay. Sie wirkte als vielseitige Performerin in verschiedenen Kollektiven und Produktionen in der Schweiz mit. Im September 2022 schloss sie ihr Studium an der Accademia Teatro Dimitri mit einem Diplom in Physical Theater ab. Im Sommer 2022 gewann sie für ihren Abschluss mit Bestnoten und ihr Abschlussstück die Auszeichnung «Thalenthesis» der SUPSI.

Öffentliche Kulturpreisfeier im Theater Chur

Die Künstlerinnen und Künstler werden am Freitag, 16. August 2024, ab 17.30 Uhr im Rahmen der öffentlichen Kulturpreisfeier im Theater Chur ausgezeichnet. Der Kulturpreis ist mit Fr. 8’000.-, die Anerkennungs- und Förderpreise mit je Fr. 4’000.-. Die Feier wird musikalisch von der Sopranistin Nora Bertogg umrahmt. Aufgrund der beschränkten Platzzahl ist eine Anmeldung für die öffentliche Kulturpreisfeier bis spätestens 9. August 2024 via www.chur-kultur.ch erforderlich. 

Quelle / Mehr:

https://www.chur.ch/aktuellesinformationen/2115196

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 17. April 2024
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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