23. Dezember 2024
POOL: AUF DEM WEG ZUM NEUEN KULTURHAUS ST.GALLEN
Unter dem Namen POOL soll in St.Gallen ein Kulturhaus entstehen: «Der POOL ist ein Produktionsort und Veranstaltungsort für Theater, Tanz und Performance, für Kreative, Projekte und Vereine. Der ehemalige Industriebetrieb bietet auf 1’600 m2 Platz für Künstlerinnen und Künstler, Kompanien und Kooperationen. Die zwei Etagen können als grosszügige Aufführungs- und Veranstaltungsräume ebenso genutzt werden wie als Konzeptions- und Arbeitsräume.», schreiben die InitiantInnen auf ihrer Webseite. «Derzeit läuft ein Crowdfunding für den Umbau, auch die Stadt und der Kanton St.Gallen haben je nochmals einen Beitrag gesprochen», berichtet Corinne Riedener im Ostschweizer Magazin «Saiten».

Bild: POOL St.Gallen © https://www.derpool.ch/support
Weiter schreibt Corinne Riedener in «Saiten»: «Seit dem Einzug des Projekt- und Proberaums POOL Anfang Oktober 2024 hat sich einiges getan. Schritt für Schritt wird die alte Werkhalle in ein Kulturhaus umgerüstet. POOL-Betreiberin Ann Katrin Cooper und das Kernteam werfen derzeit alles in die Schale. Sie sammeln Geld, bieten ehrenamtliche Helfer:innen auf und zapfen ihre privaten und anderen Netzwerke an.
Mehrere Hunderttausend Franken kostet der Umbau voraussichtlich. Von rund 400’000 Franken war ursprünglich die Rede. Das hatten Abklärungen mit dem Brandschutz, den Architekt:innen, einem Akustiker und anderen Fachleuten ergeben. Jetzt, da die Stadt nicht wie erhofft finanziell eingestiegen ist, schaltet das Kulturhausteam einen Gang runter und nimmt sich Brocken um Brocken vor. Am Betrag an sich hat sich dadurch wenig geändert, nur an der Geschwindigkeit.
Festgehalten hat die Stadt immerhin am Betriebsbeitrag von 60’000 Franken für die nächsten zwei Jahre. Und diese Woche hat der Stadtrat entschieden, nochmals einmalig 20’000 Franken zusätzlich für das Kulturhaus zu sprechen. ‹Das freut uns sehr›, sagt Ann Katrin Cooper, die ihr Gehalt als POOL-Betreiberin zugunsten der Raummiete für die Oststrasse empfindlich gekürzt hat. Aber das ist ihr im Moment egal. ‹Das Geld fliesst direkt in den Umbau der Halle›, sagt Cooper. ‹Es gibt noch so viel zu tun.›
Dass die Stadt nochmal einen Beitrag spricht, hat auch beim Kanton das Portemonnaie gelockert. Das Amt für Kultur spricht voraussichtlich ebenfalls einen Beitrag im ähnlichen Rahmen. Diese Gelder sind eine wichtige Verhandlungsbasis, wenn es um die weitere Akquirierung von Geldern geht: Stiftungen sprechen oft nur einen Betrag, wenn sich auch die öffentliche Hand beteiligt. (…) Ein weiterer Batzen soll aus dem Crowdfunding kommen, das seit dem 5. Dezember läuft. 60’000 Franken sind das Ziel.»
Quelle / Mehr:
https://www.saiten.ch/viel-zu-tun-an-der-oststrasse
Das Projekt:
RÄUME 1 – Erdgeschoss
Im Erdgeschoss entsteht auf über 700 m2 Raum für Aufführungen und Veranstaltungen. Eine Bühnenfläche, ausgestattet mit Tanzteppich, Bühnenlicht und Audioanlage und einer Zuschauertribüne für 150 Personen sowie zusätzlicher Bestuhlung für bis zu 300 Personen ermöglicht Theater, Tanz, Performance, Konzerte und vieles mehr. Auch Tagungen, Retreats, Weiterbildungen mit vielen Teilnehmenden haben hier Platz. Im Eingangsbereich wird ein Foyer mit Garderobe, Boxoffice und WCs eingerichtet. Die Bar wird aus bestehendem Material weiterentwickelt und ist der Treffpunkt im Erdgeschoss.
RÄUME 2 – Zwischengeschoss
Co-Working-Office, Backstage-Bereich mit Umkleide, Maske, Lagerraum und Toiletten sind im Zwischengeschoss angesiedelt. Aktuell ist ein Arbeitsplatz im Co-Working-Office frei. Mitbenutzung von Drucker, WLAN, Sitzungszimmer und Küche für 200.– /Monat. Interessierte melden sich per E-Mail. Die Nähe zur künstlerischen Arbeit ermöglicht unkomplizierte Organisation und Beratung zu den Themen Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit und Produktionsleitung anzubieten.
RÄUME 3 – 1. Obergeschoss
Im 1. Obergeschoss bietet der POOL auf einer Fläche von 400 m2 Platz für Proben, Konzeption und Showings von Kompanien und Künstlerinnen und Künstlern. Die Probenfläche ist mit Tonanlage, Tanzteppich, WLAN und Küche ausgestattet, um den Künstlerinnen und Künstlern bestmögliche und unkomplizierte Produktionsverhältnisse anbieten zu können. Ebenfalls im Obergeschoss stehen zwei Ateliers (47 und 82 m2 gross) für Kreative zur Verfügung, die die Nachbarschaft zu kreativem Schaffen geniessen.
Der POOL möchte ein Begegnungsraum sein und Menschen zusammenbringen: Jung und Alt, Künstler:innen und Publikum, Kultur und Wirtschaft, Skeptikerinnen und Optimisten: «Im POOL wird Kultur aufgeführt, geprobt und Teilhabe ermöglicht. Zudem werden die Aktivitäten der freien Szene in der Ostschweiz gebündelt, intensiviert und dem Publikum zugänglich gemacht. Der POOL bietet Raum für Austausch und lädt Gäste und Partnerinnen aus der Schweiz und dem Ausland zu Kooperationen ein.»
«Die Akteur:innen des POOLs kommen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Theater- und Tanzsschaffende, Jugendliche, Senior:innen, Migrant:innen, Nutzer:innen und Besucher:innen sind Teil der Community des POOLs.»
Quelle / Mehr / Kontakt:
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Kommentare von Daniel Leutenegger