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11. November 2010

Pro Helvetia verändert Horizonte

Aus dem aktuellen elektronischen Newsletter der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia:

Bild: http://gabarello.zhdk.ch/

 

Pro Helvetia verändert Horizonte: In einem ganz anderen Kulturkreis können Künstlerinnen und Künstler Inspirationen holen und sich mit einer neuen Szene vernetzen. Die Aussenstellen in Kairo, Kapstadt und New Delhi bieten mehrmonatige Atelieraufenthalte an. Möglich sind auch kürzere Rechercheaufenthalte. Im Gegenzug erhalten Kunstschaffende aus diesen Weltregionen die Chance, hierzulande Erfahrungen zu sammeln. Zwar nicht auf einem anderen Kontinent, dafür im einmaligen Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft arbeiten die Mitglieder des Istituto Svizzero di Roma. Auch hier ist die neue Bewerbungsrunde eröffnet.

Pro Helvetia nimmt Stellung zur Kulturbotschaft

Noch bis am 24. November 2010 können sich Kunstschaffende, aber auch Verbände oder andere interessierte Kreise zur neuen Kulturbotschaft äussern. Diese liefert eine Gesamtschau, was der Bund von 2012 bis 2015 in der Kulturförderung plant. Anschliessend wird die Botschaft überarbeitet und dem Bundesrat vorgelegt. Das letzte Wort hat das Parlament, das sie im Verlauf des nächsten Jahres behandelt. Lesen Sie die Stellungnahme von Pro Helvetia im Rahmen der Anhörung.

Politik und Kultur im Ring

Soll Kunst subventioniert werden oder muss sie sich auf dem Markt bewähren? Zu dieser Frage steigen zwei Tessiner zum verbalen Schlagabtausch in den Boxring. Am 2. Dezember treffen in der Biblioteca cantonale in Bellinzona Chiara Orelli (SP) und Lega-Nationalrat Norman Gobbi aufeinander. Als Schiedsrichter pfeift der Journalist Orazio Martinetti. Die Debatte ist Teil des Programms «Ménage», das den Dialog zwischen Kultur und Politik fördert. Sie findet parallel zur Ausstellung Helvetia Park im Castelgrande statt. Details unter: www.menage.prohelvetia.ch

Künstler im Labor

Je zwei Kunstschaffende aus China und aus der Schweiz kommentieren und interpretieren technologische Entwicklungen. Fünf Monate lang haben sie in ihrem jeweiligen Gastland in einem wissenschaftlichen Labor gearbeitet. Die daraus entstandenen Kunstwerke zeigt die von der Zürcher Hochschule der Künste initiierte Ausstellung «Shangshui – both ways» in der Berner Stadtgalerie Progr. Entstanden ist die Schau im Rahmen des China-Programms von Pro Helvetia. Mehr Informationen unter: www.artistsinlabs.ch und www.culturescapes.ch

Geburtstagsfeier mit den Young Gods

Beide feiern ihr 25-jähriges Jubiläum, beide sind mittlerweile eine Referenz in der Schweizer Kunstszene: die Rockband The Young Gods und das im Pariser Marais-Quartier gelegene Centre Culturel Suisse. Deshalb hat das Centre den Westschweizer Musikern den Auftrag gegeben, das Programm für die Geburtstagsfeier am zweiten Dezemberwochenende zu gestalten. Neben einem gemeinsamen Auftritt mit dem Trio Koch-Schütz-Studer ist beispielsweise auch die Genfer Tanzcompagnie Gilles Jobin zu sehen. Programm unter: www.ccsparis.com

Schweizer Kunst, ganz konkret

Ein Feuerwerk konstruktiver, konkreter und konzeptioneller Ansätze entzündet die Ausstellung «ganz konkret» im Haus Konstruktiv in Zürich. Die Schau, gezeigt wird bereits Folge zwei, leuchtet die über 100jährige Entwicklung dieser Kunstströmung aus: Präsentiert werden 50 Schweizer Künstlerinnen und Künstler, und zwar von den Zürcher Konkreten über Olivier Mosset, Christian Herdeg, Beat Zoderer bis zu jungen Positionen wie Philippe Decrauzat und Tobias Madison. Details unter: www.hauskonstruktiv.ch

Mehr Präsenz in den arabischen Medien

Feuilletonisten aus dem arabischen Raum kennen das Schweizer Kulturschaffen kaum. Um bei ihnen Interesse zu wecken und Wissen zu vermitteln, organisiert das Verbindungsbüro von Pro Helvetia in Kairo einen Kritikerworkshop. Und zwar zusammen mit der Tageszeitung El Masry El Youm, dem auflagenstärksten Blatt am Nil, das den Anlass medial begleitet. Eingeladen sind vom 4. bis am 6. Dezember neben Journalisten auch Künstlerinnen und Künstler sowie Fachleute von der Universität. Weitere Informationen unter: www.prohelvetia.org.eg

Eine Täter-Opfer-Beziehung musikalisch umgesetzt

Täter-Opfer-Beziehungen erlangen regelmässig eine bestürzende Aktualität. Ihnen ist der Ostschweizer Alfons Karl Zwicker in seiner Oper «Der Tod und das Mädchen» nachgegangen. Er hat das Erfolgsdrama des chilenischen Autors Ariel Dorfman vertont, das einst Roman Polanski verfilmte. Uraufgeführt wird das Werk, das Pro Helvetia durch einen Kompositionsauftrag gefördert hat, vom 2. bis 5. Dezember im Festspielhaus Hellerau in Dresden. In der Schweiz feiert es am 17. September 2011 in St. Gallen Première. Spielplan unter: www.hellerau.org

Bereits auf der Rangliste

Erzählungen aus Polen, Georgien, Montenegro oder der Schweiz: Nach dem riesigen Erfolg von «Best European Fiction 2010» ist auch der neuen Ausgabe viel mediale Aufmerksamkeit sicher. Noch bevor der Sammelband bei Dalkey Archive Press im November herausgekommen ist, schaffte er es bereits auf die Liste der zehn besten «Best of»-Bücher Amerikas. Der Schweizer Beitrag, in diesem Jahr von der Deutschschweizerin Verena Stefan, wurde von Pro Helvetia unterstützt. Weitere Informationen unter: www.dalkeyarchive.com

Arbeitsaufenthalte in der ewigen Stadt

Das Istituto Svizzero di Roma (ISR) schreibt auch dieses Jahr einen Wettbewerb für zwölf Arbeitsaufenthalte an seinem Hauptsitz, einer Oase im Stadtzentrum aus. Bewerben können sich Künstlerinnen oder Wissenschaftler unter 40 Jahren aus der Schweiz oder mit nachgewiesener Verbindung zu einer hiesigen Institution. Vorgelegt werden muss ein Projekt oder Arbeitsprogramm fürs kommende akademische Jahr, das den Aufenthalt in der ewigen Stadt rechtfertigt. Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende Januar, Details finden sich hier: www.istitutosvizzero.it

Residenzen in Kairo, New Delhi und Kapstadt

Die Verbindungsbüros von Pro Helvetia in Ägypten, Indien und Südafrika unterstützen mehrmonatige Atelieraufenthalte sowie kurze Rechercheaufenthalte. Bewerben können sich Schweizer Künstler und Kulturschaffende aus den visuellen Künsten, der Musik, Literatur, aus dem Theater oder Tanz. Wer an einem Atelieraufenthalt 2012/2013 interessiert ist, kann sich bis Ende Januar bewerben. Für Rechercheaufenthalte sind Bewerbungen jederzeit möglich. Mehr dazu findet sich direkt bei den Aussenstellen Kairo, New Delhi und Kapstadt.

Die Schweizer Computerspielindustrie boomt

Die Spielindustrie ist zum umsatzstärksten Zweig der Kulturwirtschaft aufgestiegen. Hierzulande haben sich die Umsätze seit 2004 vervierfacht, 2009 betrugen sie bereits 380 Millionen Franken. Am 17. November 2010 laden die Wirtschaftsförderung der Stadt Zürich, die Zürcher Standortförderung und die Kulturstiftung im Cabaret Voltaire zum «Creative Zürich Wednesday» ein, um die Perspektiven dieses aufstrebenden Wirtschaftszweiges zu erörtern. Pius Knüsel, Direktor von Pro Helvetia, moderiert die hochkarätige Expertenrunde. Genaueres unter: www.creativezurich.ch

Trouvaillen aus Filmwochenschau und Fernsehen

Mit dem Kulturförderungsgesetz werden die Weichen in der Schweizer Kulturpolitik ab 2012 neu gestellt. Aus diesem Anlass wirft die historische Kinoreihe «Erlebte Schweiz» einen Blick zurück. Am 25. November 2010 zeigt sie im Filmpodium Biel, unterstützt von Pro Helvetia, kulturpolitische Trouvaillen wie eine Strassenumfrage zum Kunstbegriff aus den Siebziger Jahren. Kommentiert werden die Reprisen von Jakob Tanner, Historiker, und Eszter Gyarmathy, Kulturbeauftragte der Stadt Biel. Mehr Informationen unter: www.memoriav.ch

ph

–

Kontakt:

Pro Helvetia

Schweizer Kulturstiftung
Kommunikation
Hirschengraben 22
8024 Zürich
E-Mail: communication@prohelvetia.ch
www.prohelvetia.ch

Redaktion: Isabel Drews

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 11. November 2010
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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