27. April 2015
Zweiter «Call for Transmedia Projects»: Jury entscheidet sich für sieben Projekte
Die internationale Jury mit Lucia Haslauer, Alexander Knetig, Yan Luong und Simon Staffans hat sich für sieben Transmedia Projekte entschieden. Die multiplattformen Projekte reichen von Webserien über interaktive Erzählungen bis hin zu mobilen Games und Filmen. Sie widerspiegeln die Vielfalt des transmedialen Schaffens in der Schweiz. 33 Projekte sind auf die zweite Ausschreibung «Call for Transmedia Projects» eingegangen.

Bild: Ma vie de Courgette, Claude Barras. © Rita Production
Im Projekt «Confusion.today» von Dan Wechsler und Ulrich Fischer über ehemalige Guantanamo-Häftlinge bietet eine interaktive Website mit dokumentarischem Material eine spielerische Vertiefung der im Spielfilm «Confusion» angelegten Themen. Der Zuschauer hat dabei die Möglichkeit, seinen eigenen Dokumentarfilm zu gestalten. Das Projekt wird von Bord Cadre films Sàrl produziert.
«Metamorphoses» von Douglas Stanley, Raphaël Muñoz und Pierre Reviron ist eine Adaption des gleichnamigen Epos von Ovid in eine interaktive Erzählung mit spielbaren Elementen für Tablets.
Im Setting des multiplattformen Projekts «The Mojo Club» erhalten Frauen, die Mitten im Leben stehen, die Möglichkeit, ihre Geschichten zu teilen. Dabei soll die berufliche und familiäre Situation im Zentrum stehen. Initiiert haben das global angelegte Projekt Osnat Trabelsi, Esther van Messel und Susanna Lotz.
«KIDS» des Animationsfilmers Michael Frei und des Game Designers Mario von Rickenbach verbindet einen animierten Episoden-Film mit einem interaktiven Game und nimmt sich spielerisch dem Gruppenverhalten von Menschen an.
In «My Survival Story» von Martin Inderbitzin in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Panimage GmbH stehen Geschichten von Menschen im Zentrum, die ihre Krebserkrankung überwunden haben.
Die beiden Protagonisten Frank Michel und sein Gehilfe Jason sind in «HELLvetia» auf der Spur von ungeklärten Phänomenen und stossen auf eine Welt von Geistern und Zombies. Die von Caroline Velan entwickelte und von Caravel Production produzierte Webserie fordert das Publikum auf, die beiden Protagonisten auf ihrer paranormalen Reise zu begleiten und diese nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten.
«The Game / The Brain», produziert von Bande à part Films Sàrl, ergründet die Verbindung von Technologie und Naturwissenschaft. Komplementär zum Dokumentarfilm «The Brain» von Jean-Stéphane Bron bietet die interaktive Spiel-Plattform «The Game» dem User die Gelegenheit, sich durch Aktualitäten der Hirnforschung zu navigieren.
Die sieben ausgewählten Projekte erhalten einen Beitrag von je CHF 10’000 Franken und werden Ende April 2015 in einem von der Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision (FOCAL) organisierten Workshop vertieft. Die Jury beurteilt im September 2015 die Weiterentwicklung der Projekte.
Für die Produktionsbeiträge des «Call for Transmedia Projects» steht ein Betrag von CHF 270’000 Franken zur Verfügung.
Der «Call for Transmedia Projects» ist ein Pilotprojekt der Kulturstiftung Pro Helvetia und des Bundesamts für Kultur und wird in Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen und der Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision (FOCAL) organisiert.
cp
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Kommentare von Daniel Leutenegger