ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

6. September 2023

«ALLES LEBT – MEHR ALS MENSCHLICHE WELTEN»

Neue Dauerausstellung im Museum der Kulturen Basel, vom 8. September 2023 bis am 23. Januar 2028

Bild oben: Abel Rodriguez, Territorio indígena la sabana, Kolumbien 2021, Detail; © MKB – Fotograf: Omar Lemke

Mami Wata ist die Besitzerin der Gewässer in Mali und wacht über deren gemeinschaftliche Verteilung. Hinterglasmalerei aus Bamako, vor 1987.

Bild: Mami Wata ist die Besitzerin der Gewässer in Mali und wacht über deren gemeinschaftliche Verteilung. Hinterglasmalerei aus Bamako, vor 1987

Die Ausstellung «Alles lebt – mehr als menschliche Welten» im Museum der Kulturen Basel (MKB) lässt alle BewohnerInnen dieser Welt lebendig werden und präsentiert Ideen für ein neues Miteinander – um der Erde eine Zukunft zu ermöglichen.

Mimi sind menschenähnliche Wesen, mit extrem dünnen und langgezogenen Körpern, die in einer Parallelwelt in Felsen in Australien leben. In ihrer Welt gibt es auch Flüsse, Bäume und eine Sonne, wie Rindenmalereien zeigen. Sie gehen auf die Jagd und halten Zeremonien ab. Mimi sind scheu und normalerweise gutmütig. Werden sie erschreckt, können sie Menschen mit Krankheit bestrafen.

Es gilt also, sich gut mit den Mimi zu stellen. Dies lernen schon Kinder, wenn ihnen Geschichten über Mimi erzählt werden. Aber dies sind nicht die einzigen Geistwesen auf der Welt, mit denen ein friedliches Miteinander wichtig ist. In der Ausstellung «Alles lebt – mehr als menschliche Welten» im Museum der Kulturen Basel gibt es mehr davon zu entdecken: Blitz- und Wassergeister aus Australien respektive Mali sowie Geistwesen in Gemüse und Früchten in Mexiko. Letztere sind in Scherenschnitten figürlich dargestellt. Beim rituellen Aufklappen werden ihre Kräfte aktiviert und sie lassen die Pflanzen gedeihen.

Dieser Scherenschnitt verkörpert das Geistwesen in blauem Mais. Durch das Aufklappen entfaltet sich seine Kraft, welche für gute Ernte bei den Otomi in Mexiko sorgt.

Bild: Dieser Scherenschnitt verkörpert das Geistwesen in blauem Mais. Durch das Aufklappen entfaltet sich seine Kraft, welche für gute Ernte bei den Otomi in Mexiko sorgt

Die Kommunikation zwischen diesen Wesen und den Menschen übernehmen oft Dinge wie Schlitztrommeln, Opfergaben oder Altäre. Anhand von 165 Objekten aus der Sammlung des MKB zeigt Kuratorin Ursula Regehr, wie andere Kulturen mit Bergen, Flüssen, Bäumen, Tieren, Pilzen, Mikroorganismen oder eben Geistwesen leben und welche Erfahrung sie damit machen. Diese dienen als Beispiele, wie wir Menschen unsere Beziehung zur Mitwelt anders gestalten können.

Bäumige Geschichten

Es braucht neue Perspektiven, neue Wege, um die Erde aus der menschgemachten Krise zu holen. Um die Folgen wie die globale Erwärmung oder das Massensterben von Pflanzen und Tieren zu verlangsamen, zu stoppen. Die Ausstellung möchte die BesucherInnen anregen, über ein neues Miteinander aller Wesen dieser Welt nachzudenken. Eine Installation aus Netztaschen aus drei Kontinenten lädt sie ein, Geschichten und Ideen einzupacken, mitzunehmen und weiterzutragen.

Ein Vorreiter war der Basler Umweltaktivist Bruno Manser. Zum ersten Mal stellt das MKB 20 Seiten seiner Tagebücher aus, in denen er den Alltag der Penan auf Borneo in Worten und detailgetreuen Zeichnungen festhielt. Inspiriert von seinem Kampf für den Regenwald hat das Basler Institut für Textiles Forschen einen geflochtenen Baumriesen geschaffen, den die BesucherInnen weiterknüpfen können. Dabei soll ihnen bewusst werden, wie alles und alle auf der Welt vernetzt sind. Oder in Mansers Worten, dass «unsere Erde mit allen Erscheinungsformen wie ein lebendiger Organismus funktioniert, wo ein Ding zum anderen in Beziehung steht».

Für die Kamilaroi-Gemeinschaften in Australien ist dieser beschnitzte Baum mehr als ein Baum: Er ist Vorfahre und Familienmitglied mit grossem Wissen und Handlungsfähigkeit.

Bild: Für die Kamilaroi-Gemeinschaften in Australien ist dieser beschnitzte Baum mehr als ein Baum: Er ist Vorfahre und Familienmitglied mit grossem Wissen und Handlungsfähigkeit

Ein besonders eindrückliches Beispiel in der Ausstellung ist der beschnitzte Baum thulu, der für Kamilaroi-Gemeinschaften in Australien weit mehr als ein Baum ist. Er ist ein Vorfahre, ein Familienmitglied. Er verkörpert rituelles Wissen und Praktiken. Zugleich erinnert er an das Trauma der Kolonisierung. Mit einer Zeremonie im Dezember 2022 stellten seine Nachkommen die Verbindung zwischen Baum und Gemeinschaften wieder her – die BesucherInnen können dies in einem Video mitverfolgen. Der Baum übrigens soll heimkehren.

Zur Ausstellung ist eine Publikation auf Deutsch und Englisch erschienen, die im Museumsshop erworben werden kann.

mdk

Kontakt:

https://www.mkb.ch/de/ausstellungen/2023/alles-lebt.html

#MuseumderKulturenBasel #MKB #AllesLebt #MehralsmenschlicheWelten #BrunoManser #UrsulaRegehr #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Die Seelen der Mafa-Vorfahren in Kamerun nehmen in diesen Krügen Platz und sorgen im Haus für Glück und Gesundheit

Bild: Die Seelen der Mafa-Vorfahren in Kamerun nehmen in diesen Krügen Platz und sorgen im Haus für Glück und Gesundheit

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 6. September 2023
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

UNTERSTÜTZUNG FÜR DAS VERFASSEN EINES HUMORISTISCHEN BÜHNENWERKS

Nächster Beitrag

«MARKUS RAETZ – OUI NON SI NO YES NO»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal
    SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 10/2026 VON CH-CULTURA.CH

    7. Juni 2026

  • DER SCHWEIZER KIM DE L’HORIZON GEWINNT DEN MÜLHEIMER DRAMATIKPREIS UND DEN PUBLIKUMSPREIS 2026

    7. Juni 2026

  • © Bernard Dubois
    «TOURS ET DÉTOURS. PHOTOGRAPHIES DE BERNARD DUBUIS»


    6. Juni 2026

  • © Lukas Salzmann (1960): Siblings, 2024, http://www.lukassalzmann.ch/galerie.html
    «SALON DER GEGENWART» IN DER ZENTRALSCHWEIZ

    6. Juni 2026

  • Bild: Noemi Beza - Foto: © SRF / David Marbach
    NOEMI BEZA IST «SRF 3 BEST TALENT» IM JUNI 2026

    6. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>