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15. Februar 2014

David Maljkovic: raumgreifende Installationen und neue Fotoarbeiten

Ausstellung LOK St.Gallen, bis am 3. August 2014

Bild: © David Maljkovic: New Reproduction, 2013, Courtesy the artist and Sprüth Magers Berlin London

David Maljkovic studierte in Zagreb und an der Rijksakademie in Amsterdam. In den vergangenen Jahren wurde sein Schaffen in den bedeutendsten Institutionen weltweit gezeigt, u.a. in der Reina Sofia in Madrid, im P.S. 1 in New York, in der Whitechapel Gallery in London sowie an den Biennalen in Berlin 2008, Istanbul 2009 und São Paulo 2010.

Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt ab Mitte Februar 2014 in der Lokremise raumgreifende Installationen und neue Fotoarbeiten des Künstlers.

Der 1973 im kroatischen Rijeka geborene und heute in Zagreb lebende David Maljkovic beschäftigt sich in seinem multimedialen Schaffen mit dem Vermächtnis des ehemaligen Jugoslawien, den Utopien einer vergangenen Epoche wie auch den Versprechungen einer gescheiterten Moderne.

Die mit dem Zerfall von Gesellschaftsordnungen und der Überwindung der Moderne als sinnstiftenden Entitäten verbundenen kulturellen Veränderungen bilden den Hintergrund für sein Œuvre, das zugleich die Methoden narrativer Konstruktionen befragt: «In meiner künstlerischen Praxis ist die Strukturierung der ausgewählten Themen viel wichtiger als die Themen selbst, aber natürlich kann ein Thema die Aufmerksamkeit von jemandem erregen und ihn auf einer äusserlichen Ebene leiten.» (David Maljkovic)

Hervorgetreten war der Künstler in den vergangenen Jahren mit Collagen, Videos und Installationen, in denen er sich mit dem politischen Vermächtnis des ehemaligen Jugoslawien und den Utopien einer vergangenen Epoche beschäftigte. Scene for new heritage 1 beispielsweise handelt explizit von der gescheiterten Moderne der 1960er- und 1970er-Jahre und den Verdrängungsmechanismen im Umgang mit der eigenen Vergangenheit: Das Monument für die jugoslawischen Partisanen in Voijn Bakic, heute als Ruine zu besichtigen, findet einzig als Kulisse für eine andere Vision der Zukunft Verwendung, wie überhaupt der Künstler einem Archäologen gleich den Formenschatz einer gescheiterten Moderne als Potential für die Gegenwart neu sichtet.

lok

Kuratoren: Konrad Bitterli, Nadia Veronese

Kontakt:

http://www.kunstmuseumsg.ch/de/unser-programm/aktuelle-ausstellungen/david-maljkovic.html

http://www.kunstmuseumsg.ch/de/lok/ausstellungen-in-der-lok.html

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. Februar 2014
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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