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4. Februar 2024

«DER SAMMLUNG ZUGENEIGT – KONSTELLATION 1»

Ausstellung im Fotomuseum Winterthur, vom 10. Februar bis am 20. Mai 2024 - Vernissage: Freitag, 9. Februar 2024, ab 18 Uhr

Bild oben: Shirana Shahbazi, Komposition-12-2011, 2011 © Shirana Shahbazi

Eine Sammlungspräsentation der anderen Art: Das Fotomuseum Winterthur nimmt die 30-jährige Institutionsgeschichte zum Anlass, die eigene Sammlungspraxis zu beleuchten. Anhand exemplarischer Arbeiten aus der Sammlung werden unterschiedliche Thematiken und Fragestellungen vertieft – von den Sammlungsschwerpunkten über die Faktoren, die die Weiterentwicklung der Sammlung beeinflussen, bis hin zu den Lücken und Leerstellen, welche diese offenbart.

«Der Sammlung zugeneigt» bietet eine Alternative zur klassischen Sammlungsausstellung. Die nicht-lineare Präsentation beleuchtet zahlreiche Aspekte der Sammlungsarbeit, -entwicklung und -pflege. Sie bringt zudem eine institutionelle Haltung zum Ausdruck: Das Fotomuseum Winterthur ist durchaus (selbst-)kritisch – und dennoch der eigenen Sammlung zugeneigt.

Die Ausstellung vereint Arbeiten von insgesamt 19 unterschiedlichen FotografInnen und Kunstschaffenden – darunter bekannte Namen wie Lee Friedlander, Nan Goldin oder Shirana Shahbazi, aber auch Neu- und Wiederentdeckungen wie Jacob Holdt, Anika Schwarzlose oder Lorna Simpson.

Mit Arbeiten von:

Vito Acconci, Stefan Burger, Forensic Architecture, Lee Friedlander, Matthias Gabi, Nan Goldin, Roc Herms, Jacob Holdt, Margret Hoppe, Graciela Iturbide, Zoe Leonard, Marc Lee, Sherrie Levine, Clunie Reid, Anika Schwarzlose, Shirana Shahbazi, Cindy Sherman, Lorna Simpson und Garry Winogrand.

«Konstellation 1» bildet den Auftakt einer Serie von Sammlungspräsentationen, die aufeinander aufbauen und für unterschiedliche internationale Gastorte konzipiert werden.

Hinweis: Die Ausstellung wird aufgrund der Sanierung des Fotomuseum Winterthur in den Räumlichkeiten der Fotostiftung Schweiz an der Grüzenstrasse 45 gezeigt.

Bild: Graciela Iturbide, Nuestra Señora de las Iguanas, Juchitán, Mexico, 1979, aus der Serie Juchitán, 1979–1988 © Graciela Iturbide

Bild: Graciela Iturbide, Nuestra Señora de las Iguanas, Juchitán, Mexico, 1979, aus der Serie Juchitán, 1979–1988 © Graciela Iturbide

Ausgewählte Werke und Fragestellungen

Die Sammlung des Fotomuseum Winterthur spiegelt unter anderem seine Ausstellungs- und Institutionsgeschichte. Nan Goldins Werk «The Sky on the Eve of Philippine’s Death» zeigt exemplarisch auf, dass das Ausstellungsprogramm die Sammlung massgeblich prägt – nebst inhaltlichen Schwerpunkten, gesellschaftlichen Themen oder der Entwicklung fotografischer Medien und Praktiken. Goldins Fotografie der Umgebung des Fotomuseum Winterthur entstand am Abend vor der Eröffnung ihrer Einzelausstellung 1997, als sie erfuhr, dass sich eine Freundin das Leben genommen hatte. Das schmerzende Ereignis gab dem Sammlungswerk seinen Titel.

Goldins Arbeiten gehören zur dokumentarisch-erzählerischen Fotografie – einem der fünf Schwerpunkte der Sammlung. Ein neuerer ist die Post-Fotografie, die digitale und vernetzte Bildtechnologien und Medien als künstlerische Ausdrucksformen nutzt. Schon früh interessierte sich das Fotomuseum Winterthur nicht nur aus kunstimmanenter, sondern insbesondere aus interdisziplinärer Sicht für die Fotografie und nahm auch deren «Ränder» in den Blick – unter anderem, indem es Werke in die Sammlung integrierte, die das gängige Verständnis von Kunst und Fotografie herausfordern.

Deutlich wird dies beispielsweise an einem Werk aus der Serie «Bomb Cloud Atlas» der Forschungsgruppe Forensic Architecture. Die Arbeit, ein 3D-Modell, visualisiert Bombendetonationen, die sich im Syrienkrieg ereignet haben, und rekonstruiert das Ereignis wissenschaftlich über die Auswertung von Bildmaterial aus dem Internet. Die Projekte von Forensic Architecture, die zwar im musealen Kontext präsentiert werden, erfüllen einen sozial-aktivistischen Zweck – und werfen so Fragen nach der Funktion von Kunst auf.

Auch Sherrie Levine kommentiert mit ihren Werken den Kunstkanon: Indem sie die Werke männlicher Künstler wie Walker Evans oder Alexander Rodtschenko abfotografiert und dafür die Autorinnenschaft beansprucht, dekonstruiert und kritisiert Levine die cis-männlich dominierte Kunst- und Fotografiegeschichte, die dem männlichen Künstlergenie Kreativität und Originalität zuspricht und Frauen lediglich die Rolle als Objekt und Muse zugesteht. Die mangelnde Sichtbarkeit von weiblich gelesenen Kunstschaffenden zeigt sich auch in der Sammlung des Fotomuseum Winterthur: 70% der Werke stammen von männlichen Kunstschaffenden.

Unterrepräsentiert sind in der Sammlung auch Perspektiven aus Osteuropa und dem globalen Süden. Eine der Ausnahmen in der Sammlung und der Ausstellung bildet die mexikanische Fotografin Graciela Iturbide mit ihrer Serie «Juchitán». US-amerikanische FotografInnen machen hingegen 20,7% der Sammlung aus. Diese Dominanz liegt unter anderem daran, dass die Fotografie in den USA bereits Mitte des 20. Jahrhunderts als Kunstform anerkannt und institutionalisiert wurde und die US-amerikanische Perspektive damit einen grossen Einfluss auf die Kanonisierung ausübte.

Doch auch in dieser Perspektive gibt es eine grosse Lücke, auf welche die US-amerikanische Künstlerin Lorna Simpson aufmerksam macht: die fehlende Repräsentation afro-amerikanischer Personen – vor sowie hinter der Kamera. Für ihre Serie «Summer ’57/Summer ’09» stellt Simpson einzelne Fotografien aus dem privaten Bestand einer jungen Schwarzen Frau nach. Indem sie deren verführerische Posen aufgreift, zeigt sie nicht nur, wie Schönheitsideale auf diskriminierende Weise durch weisse Körper geprägt wurden und werden, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die Lücken und den weissen dominierenden Blick in der Sammlung des Fotomuseum Winterthur.

Das aktuelle Sammlungskonzept des Museums dient als Leitfaden für die Weiterentwicklung der Sammlung. Auch in Zukunft werden die fünf Schwerpunkte – dokumentarisch-erzählerische Fotografie; konzeptuelle und medienanalytische künstlerische Fotografie; post-fotografische Arbeiten; Arbeiten junger FotografInnen; ephemere Arbeiten und Druckobjekte – weiterverfolgt, und die Entwicklung des Fotografischen soll immer wieder neu verhandelt werden. Zudem versucht die Institution, dem Ungleichgewicht in Bezug auf Geschlecht oder Herkunft aktiv entgegenzuwirken und bisher unterrepräsentierte Perspektiven sichtbar zu machen.

Die Sammlung des Fotomuseum Winterthur besteht aus internationalen künstlerischen Positionen, die institutionsgeschichtlich eng mit dem Ausstellungsprogramm verknüpft sind, sie umfasst rund 9’000 fotografische Objekte – Fotografien, Dokumente, installative Arbeiten und Bewegtbilder. Der Zeitraum der gesammelten Werke beginnt ab den 1960er-Jahren und reicht bis in die unmittelbare Gegenwart. Die Sammlung setzt sich aus Werken international bekannter FotografInnen sowie Arbeiten einer jungen Generation von Kunstschaffenden zusammen.

fmw

Kontakt:

https://www.fotomuseum.ch/de/exhibitions-post/der-sammlung-zugeneigt-konstellation-1/

#FotomuseumWinterthur #SammlungFotomuseumWinterthur #DerSammlungZugeneigt #Konstellation1 #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

«Bild:

Bild: Roc Herms, , 2007–2015 © Roc Herms

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. Februar 2024
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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