26. April 2026
FÜR KATJA WÜNSCHE, BALLETT-TÄNZERIN
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 2. Mai 2026, 11.03 Uhr / Podcast

Bild: Katja Wünsche – © SRF 1, «Aeschbacher», 11.10.2012, https://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/katja-wuensche?urn=urn:srf:video:14f4dff9-a39f-4e1a-8d90-9ecb81b10050
Wenn sie tanzte, kamen dem Publikum die Tränen. 23 Jahre lang war Katja Wünsche professionelle Ballett-Tänzerin, zuletzt Erste Solistin am Ballett Zürich. Ein lang gehegter Traum, der in Erfüllung ging? Nicht unbedingt. Sie habe sich nämlich gar nie bewusst dazu entschieden, Tänzerin zu werden.
Als Katja Wünsche acht Jahre alt ist, stossen ihre Eltern in der Zeitung auf ein Inserat für eine Ballettschule. Und denken sich: Ballett, das würde diesem Mädchen mit dem grossen Bewegungsdrang doch guttun. Damit fängt alles an. Acht Jahre später belegt Katja Wünsche am «Prix de Lausanne», dem berühmten Tanzpreis, den dritten Platz, im Jahr darauf den zweiten. Sie wird nach Abschluss der Ausbildung in Stuttgart in die Kompagnie aufgenommen und wechselt 2012 nach Zürich – und wird schliesslich Erste Solistin. Ein Publikumsliebling sei sie, schreibt die Kritik, ein «Popstar des Balletts» mit unwahrscheinlichem Talent. «Mir war immer wichtig, dass ich auf der Bühne authentisch rüberkomme, dass ich die Menschen berühre», sagt Katja Wünsche selbst.
Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sie merkt: Es ist Zeit, aufzuhören. Christian Spuck, ihr langjähriger Weggefährte und Direktor des Balletts Zürich, wechselt nach Abschluss der Saison 2022/23 nach Berlin. Und Katja Wünsche beschliesst, in Zürich zu bleiben und ihre Karriere zu beenden.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt; die Suche nach einem neuen Alltag, einer neuen Struktur. Im Gespräch mit Melanie Pfändler erzählt Katja Wünsche, wie sie diesen Prozess erlebt und welche Herausforderungen er mit sich bringt. Und auch von wichtigen, prägenden Kapiteln ihres Privatlebens.
Radio-Link:
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Kommentare von Daniel Leutenegger