Ausstellung im Centre Dürrenmatt, Neuchâtel, vom 1. Oktober 2017 bis am 14. Januar 2018

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Zwischen 1534 und 1535 versuchte eine Gruppe extremistischer Wiedertäufer, das Reich Gottes auf der Welt herzustellen. Sie übernahmen die Macht in der Stadt Münster in Deutschland, um eine Diktatur zu errichten, die Gütergemeinschaft einzuführen und die Polygamie zuzulassen.
Diese Geschichte inspirierte zahlreiche Schriftsteller und Künstler – so auch Friedrich Dürrenmatt, dem dieser Stoff 1947 als Grundlage für sein erstes Theaterstück «Es steht geschrieben», diente. Die Uraufführung des Stückes wurde zum Skandal, gleichzeitig bedeutete es den fulminanten Start des Autors in eine grosse Theaterkarriere.
Bilder, Textauszüge, Fotografien, Videos und Archivdokumente in der Ausstellung verdeutlichen die komplexe Beziehung, die Dürrenmatt als Sohn eines Pfarrers während seines ganzen Lebens mit dem Glauben unterhielt. Auch wird die Rezeptionsgeschichte des Stückes vom Zweiten Weltkrieg an bis heute thematisiert, angesichts anhaltender totalitärer Gefahren. 70 Jahre nach seiner Kreation, hat uns Dürrenmatts Stück auch heute noch etwas zu sagen.
Die Ausstellung findet im Rahmen des 500-jährigen Jubiläums der Reformation statt.
cdn
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Kommentare von Daniel Leutenegger