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1. September 2021

«RADICAL GAMING: IMMERSION SIMULATION SUBVERSION»

Gruppenausstellung im Haus der Elektronischen Künste Basel, bis am 14. November 2021

Bild oben: © Lu Yang, https://www.hek.ch/presse

Die Gruppenausstellung «Radical Gaming» präsentiert eine Auswahl von internationalen KünstlerInnen, die sich mit den Strukturen, Technologien und Ästhetiken einer globalen Spieleindustrie beschäftigen. Ihre Arbeiten spielen mit dem konventionellen Umgang von Immersion und Interaktion, der für Videospiele charakteristisch ist. Gängige Erzählstrukturen und Stereotypen werden neu verhandelt.

Diese neue Generation von KünstlerInnen nutzt moderne Technologien der
Spieleprogrammierung, um Virtual– und Augmented–Reality–Erfahrungen, immersive Umgebungen, interaktive Geschichten und Multimedia–Installationen zu erschaffen. In der Aneignung des Mediums für ihre künstlerische Praxis kreieren die KünstlerInnen alternative Perspektiven auf Identitätskonstruktionen, Genderfragen und gesellschaftlichen Wandel. Ihre Weigerung, der auf Kommerz und Freizeit ausgerichteten Logik von Videospielen zu folgen, schafft die Voraussetzung für ihre progressiven, kompromisslosen und zum Nachdenken anregenden Arbeiten.

Einst als reine Unterhaltung für Jugendliche angesehen, haben sich Videospiele zu einem wichtigen Faktor in der weltweiten Kulturproduktion entwickelt. Mittlerweile sprechen sie alle Alters– und Gesellschaftsschichten an. So, wie sich die kommerzielle Produktion von Videospielen um ein Vielfaches erhöht hat, hat sich auch die Entwicklung von Indie–Games vervielfacht, die sowohl inhaltlich als auch formal innovative Ansätze bieten.

Auch KünstlerInnen haben mit dem Medium experimentiert, und das, was oft als «Game Art« bezeichnet wird, erlebt seit mehreren Jahrzehnten eine Blütezeit. Auch heute noch produzieren viele KünstlerInnen Werke, die sich der Mechanik von Videospielen bedienen, die dabei allerdings eine besondere künstlerische Qualität aufweisen, welche sie sowohl im Vergleich zu konventionellen als auch zu alternativen Videospielen zu etwas Einzigartigem macht.

Die Ausstellung «Radical Gaming» präsentiert neuere Werke von KünstlerInnen, die sich des Mediums Videospiel bedienen, um einen neuen Trend aufzuzeigen, der sich von den ersten, bahnbrechenden Arbeiten der «Game Art« ebenso abhebt wie von den konventionellen Videospielen.

Was ist das Besondere an KünstlerInnen, die sich heute mit dem Medium Videospiel beschäftigen? Zweifellos sind die hier versammelten Werke durch ihren bewussten und reflektierten Einsatz von Interaktivität und Immersion gekennzeichnet, die Videospielen innewohnen. Die KünstlerInnen laden die Betrachtenden ein, sich aktiv an der Verwirklichung des Werkes zu beteiligen, im Gegensatz zu anderen «Game Art«-Arbeiten, bei denen das Publikum die audiovisuellen Installationen und Performances der KünstlerInnen nur als ZuschauerIn erlebt.

Die Interaktivität ist nicht nur eine spielerische Komponente, sondern sie ist als ein Element gedacht, das dazu beiträgt, die Idee des/der KünstlerIn zu vermitteln. Von herkömmlichen Videospielen unterscheiden sich diese Arbeiten auf jeden Fall durch ihr Bestreben, eine spekulative Reflexion zu provozieren, anstatt einfach nur Unterhaltung zu bieten, da ihre Themen oft politische und ökologische Themen einbeziehen und sehr oft Stereotypen im Zusammenhang mit gesellschaftlicher oder genderspezifischer Zugehörigkeit in Frage stellen.

Diese eher auf den Inhalt bezogenen Ambitionen kommen denen von Independent–Videospielen nahe; allerdings unterscheiden sich die Kunstwerke der Ausstellung noch durch ein drittes Merkmal: Sie sind das Ergebnis der Aneignung neuerer künstlerischer Strategien, denn sie sind vor allem von der sogenannten postdigitalen Ästhetik des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts beeinflusst. Die KünstlerInnen dieser neuen Generation von «Game Art« treffen nicht nur formale Entscheidungen bezüglich des virtuellen Universums ihrer Werke, sondern auch im Hinblick auf deren kontextuelle Installation im Ausstellungsraum. Das Erleben dieser digitalen Werke durchdringt häufig den realen Raum, um das Hinübergleiten des Betrachters von der realen in die virtuelle Welt zu begleiten. Im Gegensatz zur Verwendung konventioneller formaler Lösungen, die die Anfänge der digitalen Kunst kennzeichneten, sind die KünstlerInnen dieser neuen Generation in der Lage, eine ganz besondere, persönliche Sprache zu entwickeln, die im Einklang bleibt mit der von ihnen geschaffenen virtuellen Welt.

Obwohl alle an der Ausstellung «Radical Gaming» beteiligten internationalen KünstlerInnen eine gemeinsame Basis in der heutigen globalen digitalen Kultur haben, repräsentieren sie doch eine bemerkenswerte Vielfalt an kulturellen Hintergründen. Nach wie vor halten viele Menschen Gaming für eine rein auf Erholung und Eskapismus ausgerichtete Aktivität. Die Ausstellung ist jedoch ein Beleg für die Existenz einer Gaming–Produktion, die dieses Vorurteil entkräftet, da die vertretenen KünstlerInnen sowohl herkömmlichen Narrativen als auch althergebrachten ästhetischen Formen entgegenwirken, indem sie dazu einladen, sich in ungewöhnliche, provokante und dabei stets fesselnde Erfahrungen zu vertiefen.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog, der die gezeigten Werke dokumentiert und aktuelle wissenschaftliche Beiträge enthält, darunter einen Essay zur «Game Art« des Kunsthistorikers Stefan Schwingeler, einen Aufsatz zu emotionalen Aspekten der User–Experience von der Kognitionspsychologin Elisa Mekler sowie einen Text zu Spielmechanik und Immersion von den beiden Designern und Forschern Beat Suter und René Bauer.

Darüber hinaus ist ein umfangreiches Programm an Veranstaltungen und Bildungsangeboten geplant.

KünstlerInnen:

Danielle Brathwaite–Shirley, Leo Castañeda, Sara Culmann, Debbie Ding, Keiken, Lawrence Lek, Mikhail Maksimov, Cassie McQuater, Sahej Rahal, Nicole Ruggiero, Jacolby Satterwhite, Eddo Stern, Theo Triantafyllidis, Miyö Van Stenis, Lu Yang

hek

Kurator: Boris Magrini

Kontakt:

https://www.hek.ch/

#RadicalGaming #HausElektronischeKünste #GameArt #BorisMagrini #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Bild: Theo Triantafyllidis, Pastoral (video game), 2019, screenshot. Courtesy the artist and The Breeder Gallery, Athens (Zur Vergrösserung anklicken)

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 1. September 2021
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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