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6. März 2012

«Sapperlot!» oder: Die ausgestellten Mundarten

Wie die Schweiz sprach und spricht ist das Thema der aktuellen Ausstellung der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern. Eine Toninstallation mit historischen und zeitgenössischen Aufnahmen macht die Vielfalt der gesprochenen Sprache hörbar. «Sapperlot! Mundarten der Schweiz» entsteht in Zusammenarbeit mit dem Phonogrammarchiv der Universität Zürich und dauert vom 08. März bis am 25. August 2012.

Bilder: Ausstellungssaal der Schweizerische Nationalbibliothek – Foto: Schweizerische Nationalbibliothek

Sapperlot

Vier offizielle Landessprachen kennt die Schweiz – und ist damit zumindest in Westeuropa einzigartig. Ausgenommen in der französischen Schweiz dominieren im Alltag aber nicht die offiziellen Standardsprachen, sondern die Dialekte.

Diesen ist die Ausstellung «Sapperlot! Mundarten der Schweiz» gewidmet. «Wie stellt man die gesprochene Sprache aus? Indem man sie hörbar macht. In der Ausstellung ‚Sapperlot!‘ hört man, wie Menschen in der Schweiz sprechen und wie sie früher gesprochen haben.

»Möglich machen dies zahlreiche historische Tondokumente aus der Sammlung des Phonogrammarchivs der Universität Zürich sowie aktuelle Aufnahmen», sagt Marie-Christine Doffey, Direktorin der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Die Sprachsituation der Schweiz 

Der Blick auf die Sprachsituation der Schweiz zeigt ein farbiges und komplexes Bild. Das Französische der Romandie unterscheidet sich nur unwesentlich von der Sprache Frankreichs, und die Dialekte, die Patois, werden nur noch an wenigen Orten gesprochen.

Diesem relativ einheitlichen Sprachraum steht in Graubünden mit dem Rätoromanischen ein stark gegliederter gegenüber. Dort existieren neben dem Deutschen und dem Italienischen fünf schriftliche Idiome und seit einigen Jahren mit Rumantsch Grischun eine umstrittene einheitliche Amtssprache.

In der italienischsprachigen Schweiz werden Dialetti und Standarditalienisch selbstverständlich als Varianten der gleichen Sprache gesprochen.

In der Deutschschweiz dagegen ist die Diglossie, das Verhältnis zwischen Hochdeutsch und Mundart, immer wieder Gegenstand von Diskussionen und Konflikten.

Sapperlot!

Stimmen der Schweiz aus den letzten hundert Jahren 

Im Zentrum der Ausstellung «Sapperlot! Mundarten der Schweiz» steht eine Toninstallation mit Aufnahmen aus allen vier Sprachregionen. Die historischen Tondokumente stammen aus dem Phonogrammarchiv der Universität Zürich und gehen bis in die zehner-Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.

Daneben wurden auch zeitgenössische Stimmen ausgewählt, so etwa Beispiele der Ethnolekte von Jugendlichen in den Strassen von Zürich oder Stimmen aus der Politik wie die von Doris Leuthard oder Urs Schwaller.

Zu hören sind ebenfalls Beispiele aus der deutschschweizer Mundartliteratur, darunter Gedichte von Kurt Marti und Julian Dillier, ein Slam von Pedro Lenz zusammen mit Melinda Nadj Abonij oder satirische Verse von Niklaus Meienberg.

Insgesamt bietet die Ausstellung dreizehn Hörstationen mit rund vierzig Tonaufnahmen.

Die vier grossen Schweizer Wörterbücher 

Neben zahlreichen regionalen Wörterbüchern, sammeln und verzeichnen die vier grossen nationalen Wörterbücher den Wortschatz der Schweizer Mundarten. Diese werden in der Ausstellung ebenfalls vorgestellt: das «Schweizerische Idiotikon», das «Glossaire des patois de la Suisse romande», das «Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana» und der «Dicziunari Rumantsch Grischun». Zu sehen ist, wie diese Wörterbücher vor über hundert Jahren gegründet wurden und wie bis heute daran gearbeitet wird.

FritzStaub

Anonymes (Ch.J.) Porträt von Fritz Staub (1826-1896), Gründer des «Schweizerischen Idiotikons» und Initiant der Schweizerischen Landesbibliothek, 1889, Öl auf Leinwand, 49×58 cm, Sammlung Schweizerisches Idiotikon, Zürich

Tonstudio: Stimmen der Schweiz 2012 

Die Grundlage für die Mundart-Forschung bilden Tonaufzeichnungen. In zwei kleinen Tonstudios ist es möglich, den eigenen Dialekt mittels einer Aufnahme in der Ausstellung zu hinterlegen.

Unter dem Titel «Stimmen der Schweiz 2012» besteht dieses mehrsprachige Angebot auch auf dem Internet:

www.stimmen.uzh.ch.

Damit leisten die Besuchenden einen aktuellen Beitrag an die Mundartforschung, denn die Daten werden später von der Universität Zürich ausgewertet.

Zu sehen sind in der Ausstellung ebenfalls eine Auswahl historischer Aufnahmegeräte, so ein Phonograph sowie weitere Beispiele, welche die Geschichte der Aufnahmetechnik dokumentieren.   

Anlässlich der Ausstellung digitalisiert die Schweizerische Nationalbibliothek wichtige Werke der Dialektologie. Rund einhundert Bücher und einige Zeitschriften werden ab Ausstellungsbeginn online zur Verfügung stehen.

Rahmenveranstaltungen zum Thema Mundart 

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vertieft die Thematik der Ausstellung. So sind zwei moderierte Gespräche, zwei Vorträge und zwei Tagungen geplant.

Wie gewohnt steht auch das Programm der Museumsnacht Bern unter dem Motto der aktuellen Ausstellung, und so wird die Nacht vom 16. März 2012 in der Nationalbibliothek zur Mundartnacht.

Am 26. April 2012 sendet Radio DRS1 die Sendung «Schnabelweid» direkt aus der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Ausnahmsweise öffnet diese ihre Türen auch am 1. August – für ein Bibliothekszmorge und eine Führung durch die Ausstellung.

Auch an anderen Daten besteht die Möglichkeit, die Ausstellung im Rahmen einer öffentlichen Führung zu besuchen. Die Daten der Führungen und der Rahmenveranstaltungen sind auf der Website

www.nb.admin.ch/sapperlot

zu finden.

«Sapperlot! Mundarten der Schweiz» ist vom 08. März bis am 25. August 2012 in der Schweizerischen Nationalbibliothek zu sehen.

nb

Kontakt:

Peter Erismann, Projektleiter und Co-Kurator

Schweizerische Nationalbibliothek

Tel. 031 322 68 44

peter.erismann@nb.admin.ch

http://www.nb.admin.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 6. März 2012
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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