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21. Oktober 2023

«TEMITAYO OGUNBIYI. YOU WILL FOLLOW THE RHEIN AND COMPOSE PLAY»

Ausstellung im Museum Tinguely Basel, bis am 14. Januar 2024

Bild oben: Temitayo Ogunbiyi vor ihrer Installation «You will follow the Rhein and compose play» im Solitude Park, 2023 – Stahl und Manilaseil, Masse variabel – © Museum Tinguely. Foto: Matthias Willi.

Das Schaffen der in Lagos/Nigeria lebenden Künstlerin Temitayo Ogunbiyi (*1984) bewegt sich durch verschiedene Gattungen. In Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und Installationen setzt sie sich mit gegenwärtigen Gesellschaftsfragen auseinander: Globale Vernetzung, kultureller Austausch, Migration oder der Umgang mit der natürlichen Umwelt.

Das Museum Tinguely präsentiert das zweiteilige Ausstellungsprojekt «You will follow the Rhein and compose play» der Künstlerin: Neben einer Spielstruktur, die bereits seit Mai 2023 im Solitude Park steht, bietet die nun daran anschliessende Ausstellung als zweiter Teil einen umfassenden Überblick über Ogunbiyis künstlerische Praxis. Sie umspannt den Zeitraum von 2016 bis heute und zeigt auch Objekte, die eigens für diesen Anlass geschaffen wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Museum Tinguely und Temitayo Ogunbiyi nahm bereits im Mai 2023 mit der Installation einer Spielstruktur von ca. 11 x 11 m Grundfläche im benachbarten Solitude Park ihren Anfang. Diese ist Teil von Ogunbiyis Playground-Serie – Arbeiten, die Menschen jeden Alters zu Bewegung und sozialer Interaktion einladen. Als ortsspezifisches Auftragswerk verweist die Baseler Installation auf unterschiedliche Inspirationsquellen. Die mit Manilaseil umwickelten Stahlstangen erinnern sowohl an pflanzliche Strukturen als auch an die komplexen Frisuren der Haarkultur in Nigeria. Zudem zeichnen ihre gebogenen Formen Handels- und Reiserouten zwischen Basel und Lagos nach und regen zur Reflexion über weltweite Bewegungsströme von Menschen und Waren ein.

Die Präsentation im Untergeschoss des Museum Tinguely ist nun der zweite Teil des Ausstellungsprojektes und bietet erstmalig einen umfassenden Überblick über Ogunbiyis künstlerische Praxis. Sie präsentiert Arbeiten ab 2016 sowie Objekte, die zu diesem Anlass neu geschaffen wurden. Hierbei liess sich die Künstlerin in vielen Fällen von der Stadt Basel selbst inspirieren – sie begreift die Stadt als einen Ort, an dem sich Möglichkeiten der Interaktion in Form von Zusammenkünften, Gesprächen und Kooperationen durch die Vielfalt von Kulturen, Ländern, Sprachen und Waren auftun. Neben Zeichnungen und Designelementen, die Aufschluss über Ogunbiyis Vorgehensweise bei der Entwicklung ihrer Playgrounds geben, werden in der Ausstellung auch Arbeiten auf Papier mit Darstellungen von Pflanzen und Früchten gezeigt. Sie resultieren aus Ogunbiyis Auseinandersetzung mit der örtlichen Vegetation sowie dem Import fremder Obst- und Gemüsesorten.

Die Präsentation im Untergeschoss des Museum Tinguely ist nun der zweite Teil des Ausstellungsprojektes und bietet erstmalig einen umfassenden Überblick über Ogunbiyis künstlerische Praxis. Sie präsentiert Arbeiten ab 2016 sowie Objekte, die zu diesem Anlass neu geschaffen wurden. Hierbei liess sich die Künstlerin in vielen Fällen von der Stadt Basel selbst inspirieren – sie begreift die Stadt als einen Ort, an dem sich Möglichkeiten der Interaktion in Form von Zusammenkünften, Gesprächen und Kooperationen durch die Vielfalt von Kulturen, Ländern, Sprachen und Waren auftun.

Temitayo Ogunbiyi, You will play in nuance and grow community (instrument), 2023. Installationsansicht im Van Abbemuseum, Eindhoven © 2023 courtesy the artist, Foto: Boudewijn Bollmann

Bild: Temitayo Ogunbiyi, You will play in nuance and grow community (instrument), 2023. Installationsansicht im Van Abbemuseum, Eindhoven © 2023 courtesy the artist, Foto: Boudewijn Bollmann

Neben Zeichnungen und Designelementen, die Aufschluss über Ogunbiyis Vorgehensweise bei der Entwicklung ihrer Playgrounds geben, werden in der Ausstellung auch Arbeiten auf Papier mit Darstellungen von Pflanzen und Früchten gezeigt. Sie resultieren aus Ogunbiyis Auseinandersetzung mit der örtlichen Vegetation sowie dem Import fremder Obst- und Gemüsesorten.

Temitayo Ogunbiyi lebt seit über 10 Jahren in Lagos, Nigeria. Geboren ist sie 1984 in Rochester, New York und aufgewachsen ist sie in Gwynedd, Pennsylvania. Ihren BA erwarb sie 2006 an der Princeton University, New Jersey, ihren MA in Curatorial Studies and Critical Art Theory 2011 an der Columbia University, New York. In zahlreichen Ausstellungen waren ihre Arbeiten seither in St.Louis, Lagos, London, Brooklyn, Perm, Bratislava, Neapel und zuletzt 2022 an der Berlin Biennale und in Eindhoven zu sehen. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter ein Smithsonian Artist in Research Fellowship und ein Ford Foundation Fellowship.

Die Ausstellung entsand in Zusammenarbeit mit Culturescapes 2023 Sahara, das sich auf die Sahara als den Raum konzentriert, in dem eine neue Verknüpfung und ein neues Bild von Afrika möglich ist.

Die Ausstellung wird kuratiert von Roland Wetzel, Assistenz: Tabea Panizzi

mtb

Kontakt:

https://www.tinguely.ch/de/ausstellungen/ausstellungen/2023/temitayo.html

#TemitayoOgunbiyi #MuseumTinguelyBasel #RolandWetzel #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

Temitayo Ogunbiyi, You will play in nuance and grow community (instrument), 2023. Installationsansicht im Van Abbemuseum, Eindhoven © 2023 courtesy the artist, Foto: Boudewijn Bollmann

Bild: Temitayo Ogunbiyi, You will play in nuance and grow community (instrument), 2023. Installationsansicht im Van Abbemuseum, Eindhoven © 2023 courtesy the artist, Foto: Boudewijn Bollmann

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 21. Oktober 2023
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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