Ausstellung im Stadtmuseum Aarau, verlängert bis am 5. Februar 2023

Bild: DJ Bobo beim DJ-Nachwuchswettbewerb, 1990. Foto: Federico Näf © StAAG/RBA13-RC04483-8_144
Der Aargau gilt als Kanton der Regionen, als Kanton ohne grosses Zentrum, der starken zentrifugalen Kräften ausgesetzt ist. Es sind die Schwingungsbereiche der Grossstädte Zürich, Basel, Bern und Luzern, die den Aargau in jüngerer Zeit zu einer Art Testfeld der Moderne werden liessen: Hier wurde die Atomkraft erforscht und nutzbar gemacht. Hier wurde aber auch mit neuartigen Formen des Protests dagegen angekämpft. Hier entstanden die meisten Autobahnkilometer pro Flächeneinheit und das erste grosse Einkaufszentrum der Schweiz. Hier wurden progressive Architekturen und Stadtkonzepte, Wohnformen und Kulturförderung erprobt.
Anhand von 25 ausgewählten Episoden taucht die Ausstellung ein in die Kantonsgeschichte und liefert mit Pressefotografien aus dem Ringier Bildarchiv und Fotografien aus der Sammlung des Stadtmuseums Aarau ein zeitgeschichtliches Panoptikum – ein Bilderkosmos der Moderne.
Die Fotografien funktionieren als visuelle Zeitspeicher, die das konkrete Ereignis dokumentieren. Grossaufgezogenen Fotografien steht das Pressebild als kleinformatige Massenware gegenüber.
Die Ausstellung versteht sich als begehbare Skulptur. Leuchttische mit vielen Hundert Bildern, eine Vielzahl von Beiträgen aus dem SRF-Archiv sowie Erinnerungen von ZeitzeugInnen laden zum Selberentdecken der Kantonsgeschichte ein und fragen danach, welche Fotografien unser visuelles Gedächtnis prägen, welche stereotypen Bildmotive sich wiederholen und ob wir im Archiv alternative Sichtweisen dazu finden.
Noch mehr Aargau-Bilder im Schauarchiv entdecken:
An ausgewählten Sonntagen öffnet das Schauarchiv des Ringier Bildarchivs und lässt BesucherInnen nach eigenen Interessen in den Originalmaterialien der Ausstellungen stöbern.
ag
Kontakt:
https://www.stadtmuseum.ch/page/747
#ZeitgeschichteAargau1950_2000 #StadtmuseumAarau #RingierBildarchiv #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger