24. März 2018
ZUM TOD DER SCHWEIZER SCHLAGERSÄNGERIN LYS ASSIA
Die am 3. März 1924 in Rupperswil als Rosa Mina Schärer geborene Schweizer Schlagesängerin Lys Assia (Bild) ist am 24. März 2018 in Zollikerberg gestorben. Den deutschen Plattenmarkt eroberte Lys Assia 1950 mit dem Titel «O mein Papa» aus der Operette «Feuerwerk» (der hochdeutschen Fassung des Schweizer Lustspiels «Der schwarze Hecht») von Paul Burkhard. 1956 war Lys Assia, die auch in einigen Filmen mitspielte, die erste Gewinnerin des Grand Prix Eurovision de la Chanson (dem Vorläufer des Eurovision Song Contests) mit dem Lied «Refrain».

Bild: Lys Assia, Oktober 2012 – Foto: MBargo – CC BY-SA 3.0 – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:LysAssia2012october.jpg
Ihr Grand-Prix-Sieg bleibt für immer
Auf ihr Leben angesprochen erzählt Lys Assia in einem «glanz & gloria»-Interview: «Ich hatte ein sehr erfülltes Leben, ein sehr bewegtes Leben – positiv und auch negativ.»
https://www.srf.ch/news/panorama/tod-von-lys-assia-ihr-grand-prix-sieg-bleibt-fuer-immer
Sie war die Grande Dame de la Chanson
Katja Richard
«Ich war halt die Beste»
Obwohl Assia längst jeder kennt, will sie 1956 bei der Premiere des Gesangswettbewerb in Lugano teilnehmen. Neugierde sei der Grund gewesen, sagt sie später. Und sie habe sich der Schweiz gegenüber verpflichtet gefühlt. Dass sie gewonnen hat, ist für Assia eine Selbstverständlichkeit.«Ich war halt die Beste. Ausserdem sah ich gut aus. Und mein Lied war das beste, das schönste von allen. Kein Rock’n’Roll, sondern schlicht und ergreifend: Text und Melodie. Fertig.»
Yasmin Rosner
Die Bühne war ihr Leben
https://www.nzz.ch/panorama/lys-assia-ist-tot-ld.1369175?reduced=true
Karriere wie im Märchen
Sie gastierte in den Varietépalästen Europas, Nordafrikas, der USA und Südamerikas, hatte in Caracas und London eigene Fernseh-Shows, sang vor Queen Elizabeth II., Eva Perón und König Faruk und stand neben Weltstars wie Dean Martin und Marlene Dietrich auf der Bühne.
https://www.watson.ch/Schweiz/Musik/337423830-Grand-Prix-Gewinnerin-Lys-Assia-ist-tot
Erste Grand-Prix-Eurovision-Siegerin
Ihr Lied hieß «Refrain» – 1956 gewann die Schweizerin damit die erste Austragung des Eurovision Song Contests. Dem Wettbewerb blieb die Sängerin bis ins hohe Alter verbunden – nun ist sie im Alter von 94 Jahren gestorben.
feb
Audio / Videos:
ESC-Schweiz Lys Assia-Refrain (1956)
https://www.youtube.com/watch?v=JB1of5sfLyk
O mein Papa
https://www.youtube.com/watch?v=jaw46YwunYA
Lys Assia:O mein Papa Live 1982
https://www.youtube.com/watch?v=p6Hw-IUYf-M
Oh mein Papa von Lys Assia
https://www.youtube.com/watch?v=DVmab3IxC_4
O mein Papa – Lys Assia und Michael von der Heide, 2007
https://www.youtube.com/watch?v=08RM3T_RgUc
Wohnen im Alter: Lys Assia
«O mein Papa» machte Lys Assia weltberühmt
«Tagesschau» SRF vom 24.3.2018:
Mehr:
https://web.archive.org/web/20120114140315/http://www.lys-assia.de/
https://www.imdb.com/name/nm0039838/
https://www.discogs.com/artist/490007-Lys-Assia
http://www.rubin-records.de/lys-assia/
https://de.wikipedia.org/wiki/Lys_Assia
Kommentare von Daniel Leutenegger