Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Der am 20. Juli 1955 in Zürich geborene Gärtner, «Blumenrebell», Wirt, Koch und Kochbuchautor Maurice Maggi (Bild) ist am 27. September 2024 nach langer Krankheit ebenda gestorben, wie Freundinnen und Bekannte u.a. auf Facebook betrauern. Maggi erlangte auch über die Schweiz hinaus Bekanntheit durch seine «Blumengraffiti»: Als «Guerillagärtner» verstreute er jahrelang unerkannt in der ganzen Stadt Samen, um dem grauen Stadtbild neues Leben einzuhauchen. Besonders fielen zunächst seine friedlichen stillen «Attacken» mit Malven z.B. unter Stadtbäumen und in den letzten nicht versiegelten Flächen auf. Später konnte Maurice Maggi Erfolge u.a. mit seinen eigenständigen Kochbüchern («Essbare Stadt», «Einfache Vielfalt», «Misch & Masch»), mit Vorträgen und Seminaren feiern.
Ein kariertes Tuch schaffen, das so gross wie 120 Fussballfelder ist: Diese Fläche besteht aus exakt so vielen Elementen, wie das Wallis Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Mit der Walliser Ausgabe von BIGNIK der Ostschweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sollen in den nächsten drei Jahren rötliche und weissliche Tücher gesammelt und zusammengenäht werden. Morgen Sonntag, 29. September, soll zwischen 9 und 16 Uhr die erste kollektive grosse «Tuchauslegung» in der Altstadt von Brig stattfinden. Ziel ist es, die Bevölkerung positiv zu irritieren und gleichzeitig einzubeziehen.
Am Donnerstagabend, 26. September 2024, fand das Finale des ZKB-Jazzpreis-Festivals im Jazzclub Moods in Zürich statt. Das Lea Gasser 5tet gewann den mit 15’000 Franken dotierten ersten Preis, der zweite Platz im Wert von 5’000 Franken ging an das Chloé Marsigny Sextet. Den ZKB-Publikumspreis und damit einen Auftritt im Moods im kommenden Jahr gewann das Maud Paquis Quintet.
Myriam Stucki (Bild) wird ab Januar 2025 neue Generalsekretärin des Verbands der Museen der Schweiz (VMS) und von ICOM Schweiz, dem nationalen Komitee des internationalen Museumsrats. Sie tritt die Nachfolge von Katharina Korsunsky an, die sich entschieden hat, die beiden Verbände per Ende Jahr zu verlassen.
Anlässlich der Generalversammlung 2024 in Bern wurde Jacqueline Strauss (Bild) zur neuen Präsidentin von ICOM Schweiz gewählt, dem nationalen Komitee des internationalen Museumsrats. Die seit 2010 als Direktorin des Museums für Kommunikation in Bern tätige Jacqueline Strauss übernimmt das Amt von Tobia Bezzola, der den Verband seit 2018 leitete.
Der Vorstand von Swissperform hat die Entscheidung getroffen, sich vom langjährigen Geschäftsleiter Poto Wegener (Bild) zu trennen, wie in einer heutigen Mitteilung zu lesen steht. «Diese Entscheidung ist das Ergebnis eingehender Beratungen im Zuge der laufenden Restrukturierung und Digitalisierung von Swissperform», schreibt der Vorstand. Swissperform ist die Schweizerische Gesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und in Liechtenstein.
Die am 28. Dezember 1934 in Ilford (Essex) geborene britische Schauspielerin Maggie Smith (Bild) ist am 27. September 2024 in London gestorben. Die zweifache Oscar-Preisträgerin zählte zu den gefragtesten Bühnen- und Filmdarstellerinnen ihrer Generation. Sie gewann neben den beiden Academy Awards einen Tony Award, vier Emmys, fünf BAFTAs und drei Golden Globes. Einen Namen machte sie sich vor allem durch ihre häufige Darstellung exzentrischer Figuren, wie die verhärmte Jungfer in «A Room with a View» (1985), die unselbständige Gräfin in Robert Altmans «Gosford Park» (2001) oder die Mutter Oberin in den «Sister-Act»-Filmkomödien (1992/93). 1990 wurde sie von Königin Elisabeth II. in den Ritterstand erhoben und 2014 zum Companion of Honour ernannt. Anfang des 21. Jahrhunderts wuchs ihre Fangemeinde noch durch ihre Darstellung der Minerva McGonagall in den Verfilmungen der «Harry-Potter»-Romane (2001 bis 2011) und der Violet Crawley in der englischen Kostümdrama-Serie «Downton Abbey» (2010–2015). (*)
Die Architektin und Stadtentwicklerin Barbara Buser (Bild) erhält den Basler Kulturpreis 2024. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt würdigt sie «als Pionierin für eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Baukultur, die Begegnungsorte für ein vielfältiges Kulturleben schafft. Mit erfolgreichen Umnutzungsprojekten, darunter das Unternehmen Mitte, das Gundeldinger Feld, die Alte Markthalle und aktuell das Franck-Areal, leistet Babara Buser einen grossen Beitrag zur lebendigen Stadtkultur.», wie es in der Mitteilung heisst.
Ab sofort können bis zu einer Million digitalisierte Bilder, Filme, Pläne, Ton- und Schriftdokumente aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt kostenfrei vom Digitalen Lesesaal heruntergeladen werden.
«Die Christoph Merian Stiftung (CMS) präsentiert ein offenes und flexibles, an den drängenden gesellschaftlichen Bedürfnissen orientiertes neues Förderprogramm, hält aber zugleich an bewährten Schwerpunkten und Kooperationen fest.», wie die Stiftung in ihrer heutigen Medienmitteilunng schreibt. In der Förderperiode 2025–2028 stehen der CMS jährlich CHF 16,8 Mio. für die Projektförderung zur Verfügung.
Der am 29. Oktober 1939 geborene südafrikanische Jazzschlagzeuger Makaya Ntshoko (Bild) ist am 27. August 2024 in seiner Wahlheimat Basel gestorben, wie wir jetzt erfahren. Niklaus Troxler schreibt auf seiner Facebook-Seite: «In Kapstadt geboren, wo er schon 1958 mit Dollar Brand, Hugh Masekela, John Mehegan und den Jazz Epistles spielte, siedelte er 1962 mit Dollar Brand nach Europa über, wo er mit dem Dollar Brand Trio (mit Bassist Johnny Gertze) von 1963-65 im legendären Zürcher Jazzclub Africana spielte. Später nahm Makaya in Kopenhagen Platten mit Stuff Smith, Benny Bailey und Dexter Gordon auf. Danach liess er sich in Basel nieder, wo er bis zu seinem Lebensende wohnte.» (*) Makaya Ntshoko arbeitete auch mit Duke Ellington, Svend Asmussen, Mal Waldron, Steve Lacy, Don Cherry, Ben Webster, Roland Kirk, Irène Schweizer, George Gruntz, Joe Haider, Pierre Favre, Roman Schwaller, Isla Eckinger, Andy Scherrer, Vera Kappeler, Omri Ziegele u.v.a.m zusammen. (**) Am Sonntag, 29. September 2024, findet im Basler Bird’s Eye Jazz Club ein Konzert zu Ehren von Makaya Ntshoko statt.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat dem Oltner Komponisten Thomas Trachsel (Bild) den Kunstpreis des Kantons Solothurn 2024 zugesprochen. Ausserdem hat er acht Fachpreise sowie zwei Anerkennungspreise vergeben.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) wird den Spielfilm «REINAS» von Klaudia Reynicke bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2024 wird bekannt gegeben, ob das Werk in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.
Dopo l’esordio di successo dell’anno scorso, il progetto «Scena OFF Svizzera» torna alla Fiera del libro di Francoforte per la sua seconda edizione. Ad avere un ruolo centrale nel programma plurilingue sulla o, meglio, sulle letterature svizzere sarà l’italiano, in particolare con le letture di Matteo Terzaghi e una performance di Marko Miladinović. A livello tematico, le manifestazioni proposte spazieranno dall’intelligenza artificiale generativa alla traduzione. «Scena OFF Svizzera» arricchisce la presenza di Pro Helvetia alla Fiera del libro di Francoforte, questo grande evento dedicato sia a professioniste e professionisti sia al grande pubblico sostiene anche lo stand collettivo svizzero e il programma di mentoring «Frankfurter Seilschaften».
Der Berufsverband schreibt in seiner Medienmitteilung vom Montag: «SONART – Musikschaffende Schweiz stellt sich neu auf und verstärkt sein Team mit neuen Mitarbeitenden. Zugleich müssen wir uns von langjährigen Kolleg*innen verabschieden, die unseren Verband massgeblich mitgestaltet haben. Die personellen Wechsel fordern uns heraus, insbesondere da die finanziellen Ressourcen des Verbands beschränkt sind. Nichtsdestotrotz treiben wir unsere Weiterentwicklung mit frischen Kompetenzen voran, damit wir uns als Berufsverband dafür einsetzen können, den Musikschaffenden eine starke Stimme zu geben.»
Vor genau 120 Jahren gründete Samuel Blumer in Schwanden (GL) die «Fabrik für elektrische Wärmeapparate», aus der 1907 die Therma AG hervorging. Die Geräte und Apparate von Therma waren in den 1960er- und 1970er-Jahren in praktisch jedem Schweizer Haushalt anzutreffen. 1978 wurde Therma von der schwedischen Electrolux übernommen, die das Werk ihrerseits 2015 schloss. Thomas Schätti hat nun alle Geräte, die er finden konnte, gesammelt. Seit letztem Wochenende sind sie jeweils freitags und samstags zu besichtigen im Therma-Schaulager in Schwanden (GL).
Der am 25. Januar 1929 in Philadelphia geborene US-amerikanische Tenorsaxofonist, Komponist und Arrangeur Benny Golson (Bild) ist am 21. September 2024 in New York City gestorben. Golson gehörte zu den stilbildenden Vertretern des Hardbop und betonte dessen lyrische Seite. Er wurde bekannt durch sein Spiel bei Art Blakeys Jazz Messengers und seine langjährige Mitwirkung im Art Farmer/Benny Golson-Jazztet. Seine Kompositionen wie «Blues March», «Whisper Not» oder «I Remember Clifford» gehören zu den meistgespielten des Hardbop-Repertoires. (*)
Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens startet bei SRF die Umsetzung der Personalmassnahmen. «Auf der Basis von Massnahmen aus dem strategischen Unternehmensprojekt ‚SRF 4.0‘ werden in den kommenden Monaten unternehmensweit rund 75 Vollzeitstellen abgebaut», wie es in der heutigen Medienmitteilung heisst. SRF-Direktorin Nathalie Wappler (Bild) präsentierte den Mitarbeitenden heute «erste Stossrichtungen aus dem Projekt zur weiteren Transformation»: Um sich optimal für die Zukunft aufzustellen, werde SRF bis 2027 zusätzliche Veränderungen im Angebot und in der Organisation vornehmen – so auch eine Verkleinerung der Geschäftsleitung.
Die Serie «Baume» von Loris Theurillat wird mit dem 13. Prix Focale geehrt. «Die Jury unter der Leitung von Sarah Girard, Direktorin der Bieler Fototage, wählte die Arbeit aufgrund ihrer Genauigkeit und Qualität», wie Miryam Abebe in ihrem Blog und auf der Plattform «sichtbar.art» schreibt. «Baume» werfe einen intimen Blick auf den Verlust eines geliebten Menschen, «wobei der fotografische Akt gleichzeitig zum Mittel und zur Flucht vor der bevorstehenden Trauer wird», so Abebe.
Noch bis am 26. Januar 2025 widmet sich das Kunsthaus Zürich den künstlerischen und biografischen Parallelen zwischen dem chinesisch- kanadischen Maler Matthew Wong und Vincent van Gogh. Im Mittelpunkt stehen – eine Premiere für die Schweiz – rund 40 imaginäre Landschaften und Interieurs von Matthew Wong, ergänzt durch ein Dutzend ausgewählte Meisterwerke Vincent van Goghs.
Der Westschweizer Gitarrist (E und akustisch) und Gitarrenlehrer Claude Voit (Bild) aus Nyon ist am 17. September 2024 im Alter von 66 Jahren gestorben. Während mehr als vier Jahrzehnten hat er die Westschweizer Gitarrenszene in verschiedenen Stilrichtungen mitgeprägt. Claude Voit hat solo, in Duos und verschiedenen Gruppen gespielt, wobei besonders Sakaryn zu erwähnen ist, mit der er die Westschweizer Musikszene in den 1990er-Jahren beeinflusst hat. Voit war Gründungsmitglied des Folk-Club de l’Escalier in Nyon, aus dem später Paléo Arts & Spectacles geworden ist. Voit trat mehrmals am Paléo-Festival auf und spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte des Grossanlasses.
Die 1951 geborene Schweizer Journalistin und Verlegerin Marie-Christine «May» Neininger ist am 5. September 2024 in Basel gestorben, wie jetzt bekannt wird. Sie war von 1998 bis 2015 Verlagsleiterin bei der Meier & Cie in Schaffhausen.
Das Kunstmuseum Wallis präsentiert zwei Ausstellungen in den jüngst renovierten Räumlichkeiten der ehemaligen Kanzlei, in der Altstadt von Sitten, vom 21. September 2024 bis am 30. März 2025. Auf den drei ersten Stockwerken spielt die Inszenierung des Berner Künstlerduos Lang/Baumann mit den Räumen und Grenzen des Gebäudes, während der Walliser Künstler Raphael Stucky, Träger des Manor-Kunstpreises Wallis 2024, das Untergeschoss mit seinem Projekt «Troposonic» einnimmt. Anlässlich der offiziellen Einweihung der ehemaligen Kanzlei fand heute Samstag ein Fest statt. Dieses markiert zudem die Lancierung des Kultur- und Museumszentrums Les Collines de Sion, das auf den Hügeln von Sitten entsteht.
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