Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Am Abend des 31. Mai wurden im Erlanger Markgrafentheater die Max-und-Moritz-Preise 2024 vergeben. Der Max-und-Moritz-Preis, von der deutschen Stadt Erlangen im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Comic-Salons verliehen, gilt als wichtigste Auszeichnung für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Im Vorfeld der Preisverleihung war eine Liste mit 25 von der Jury nominierten Titel bekannt gegeben worden. Wichtige Auszeichnungen gingen an Anna Sommer (beste deutschsprachige Comic-Künstlerin) und Nando von Arb («Fürchten lernen» als bester deutschsprachiger Comic), beide aus Zürich, sowie an den Bieler Tobias Aeschbacher («Der Letzte löscht das Licht» als bestes deutschsprachiges Comic-Debüt).
«börsenblatt.net» meldet am Montag: «Sabine Dörlemann (Bild) wird Ende Juni 2024 aus dem Dörlemann Verlag ausscheiden, den sie im Jahr 2003 gegründet hat. Sie hat ihn an Daniel Kampa und seinen Kampa Verlag verkauft.»
Die Historikerin Elisabeth Joris (Bild) wird mit dem mit 20’000 Franken dotierten Kulturpreis 2024 des Kantons Wallis/Valais bedacht. Die mit je 10’000 Franken verbundenen Förderpreise gehen an den Sänger und Komponisten Théo Marclay (Nuit Incolore), an die Komponistin Ella van der Woude und an den Zauberer Lionel Dellberg. Der mit 10’000 Franken dotierte Spezialpreis wird dieses Jahr an den Präsidenten des Verbands Walliser Schriftstellerinnen und Schriftsteller Pierre-André Milhit vergeben. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 14. November 2024, im Theater Les Halles, in Siders statt.
Der am 19. März 1955 in Dunfermline (Fife, Schottland) geborene schottische Schriftsteller, Lyriker, Essayist und Hörspielautor John Burnside (Bild) ist am 29. Mai 2024 gestorben. In seinem ersten Roman «Haus der Stummen» ging er dem Experiment von Jalaluddin Muhammad Akbar nach, ob Sprache angeboren oder erlernt ist. Der Roman «Glister» ist ein Lehrstück über die Umweltzerstörung. In «I put a spell on you» geht er der Arbeitergeneration seines Vaters nach. In seinen autobiografischen Schriften thematisiert er das für ihn unnormale Leben in den Vorstädten u.a. aus dem Blickwinkel seiner Drogensucht, der er mit einer Schreibsucht entkam. (*) Burnside erhielt 2011 den in Deutschland vergebenen Petrarca-Preis. Im Jahr 2012 hat Burnside den Spycher: Literaturpreis Leuk als «ein Schriftsteller von internationalem Rang» erhalten.
Die am 2. August 1931 in Komotau in der damaligen Tschechoslowakei geborene deutsch-schweizerische Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin Ruth Maria Kubitschek (Bild) ist am 1. Juni 2024 gestorben. 1966 gelang ihr der Durchbruch in der Titelrolle in Francis Durbridges dreiteiligem Kriminalfilm «Melissa». Einem breiten Fernsehpublikum ist sie als Annette von Soettingen alias «Spatzl» in Helmut Dietls Fernsehserie «Monaco Franze – Der ewige Stenz» und als Zeitungsverlegerin in «Kir Royal» bekannt. Im Laufe ihrer Karriere trat sie in über 160 Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung. (*) Im Jahr 2013 wurde Ruth Maria Kubitschek in der Schweiz eingebürgert; sie lebte bis zum Frühjahr 2022 in der Gemeinde Salenstein am Bodensee in der Schweiz. Dann zog sie um nach Ascona am Lago Maggiore.
Sommerausstellung in Park und Galerie im Kulturort Weiertal, Winterthur, bis am 8. September 2024 – Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag, 14 – 18 Uhr, Sonntag, 11 – 17 Uhr; offene Abende, siehe Programm
Die 37. Oltner Kabarett-Tage gehen heute Abend zu Ende. Das diesjährige Oltner-Kabarett-Casting hat der 43jährige Emmentaler Lehrer Pesche Heiniger (Bild) gewonnen. Bereits werden TeilnehmerInnen für das 13. Oltner-Kabarett-Casting 2025 gesucht. Die 38. Oltner Kabarett-Tage finden vom 14. bis 24. Mai 2025 statt.
Nathalie Widmer und Rico Engesser (Bild), die beiden Co-Leitenden der Solothurner Literaturtage, haben sich gemäss der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA «entschieden, nach zwei Jahren ihre Zusammenarbeit zu beenden». Dies habe der Vorstand der Literaturtage am Samstag mitgeteilt. Auf der Webseite der Literaturtage ist dazu bis jetzt (22 Uhr) allerdings keine Meldung zu finden. «Wir konnten uns zwar in zahlreichen Bereichen gut ergänzen, aber für eine längerfristige Co-Leitung sind wir zu verschieden», werden die beiden in der Mitteilung gemäss Agentur zitiert. Der Vorstand bedauere den Entscheid «ausserordentlich». Die Stelle werde in den nächsten Tagen ausgeschrieben.
Ausstellung im Museum Lindengut, Winterthur, vom 1. Juni bis am 17. November 2024: Die Miniaturenausstellung widmet sich dieses Jahr den Preziosen, welche die Liebe versinnbildlichen. Während der Umbauarbeiten im Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten begleiten sie die Heiratswilligen im Museum Lindengut auf dem Weg zum Trauzimmer.
Das Künstlerhaus in Ins/Anet öffnet für das Publikum ab 7. Juni 2024 nach 12-jähriger Vorbereitung und ermöglicht «eine Entdeckungsreise in das künstlerische und gesellschaftliche Universum von Albert Anker im authentischen Rahmen des historischen Anker-Hauses und der respektvollen und eleganten Erweiterung mit dem zeitgenössischen Kunstpavillon.», wie es auf der Webseite des Zentrums heisst. Das Centre Albert Anker zeigt im Gegensatz zu den Museen nicht die bekannten und bewunderten Gemälde, sondern ermöglicht die nahe Begegnung mit dem Künstler, seiner Zeit, seinem Lebensraum und unbekannten Werken, Dokumenten und Objekten: «Es ist ein lebendiges Archiv für alle, das überraschende und berührende Eindrücke hinterlässt, die den Künstler in einem neuen Licht erscheinen lassen.» Der Besuch in Ins umfasst die Dauerausstellung, das Künstleratelier und die historische Wohnung mit Führung sowie die Wechselausstellung im Kunstpavillon. Saisonal verschiedenen Angebote sind zu beachten wie auch die erforderliche Online-Buchung.
Ausstellung im Centre Dürrenmatt Neuchâtel (CDN), mit Werken von Friedrich Dürrenmatt, Udo Rondinone und Christine Sefolosha, vom 1. Juni bis am 29. September 2024 – Vernissage am Samstag, 1. Juni 2024, 17 Uhr, Eintritt frei
Vor drei Wochen startete eine Task Force der SRG-SSR mit den Vorbereitungsarbeiten für den Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz. Städte, die sich für die Durchführung des ESC interessieren, haben diese Woche nun das detaillierte Anforderungs-Dossier erhalten.
Der am 11. November 1934 in Le Havre (F) geborene französischsprachige Schweizer Journalist Claude Torracinta (Bild), der von 1969 bis 2003 bei der Télévision Suisse Romande (TSR) arbeitete, ist am 29. Mai 2024 gestorben. Von 1960 bis 1969 war er für die Tageszeitung «Tribune de Genève» zuerst als Verantwortlicher der Wirtschaftsrubrik, dann als Chef der allgemeinen Nachrichten und zuletzt als Paris-Korrespondent tätig. Ab 1969 war er bei der TSR angestellt, wo er von 1969 bis 1978 die eben gegründete Informationssendung «Temps présent» leitete. 1972 wurde er zudem Chef der Magazinsendungen und von 1989 bis Ende 1992 Nachrichtendirektor. Danach hat er noch bis 2003 als Journalist für die TSR gearbeitet. Er hat zahlreiche Fernsehsendungen produziert, u.a. «Destins», «En direct avec…», «Table ouverte», «Genève ou le temps des passions» und «Les banques suisses en question». (*)
Das Zürcher Blickfelder Festival ist ein Festival der Künste für junges Publikum. Es findet während elf Tagen, vom 30. Mai bis am 9. Juni 2024, an acht Spielorten statt. Das Blickfelder Festival zeigt internationale Theater- und Tanzproduktionen für ein junges Publikum und realisiert lokale Projekte zwischen Schulen und Kulturschaffenden. Durch ein vielfältiges Kulturprogramm und Mitmachangebote bespielt Blickfelder alle zwei Jahre die Stadt Zürich. Von 1992 bis 2020 verantwortete die Fachstelle Schule+Kultur Zürich die Festivalorganisation. Seither plant und realisiert der Verein Festival für ein junges Publikum Zürich das Blickfelder Festival.
Das Bernische Historische Museum (BHM) soll nach seiner Eröffnung vor 130 Jahren erstmals umfassend saniert werden. Das Beurteilungsgremium des Studienauftrags unter der Leitung von Stiftungsratspräsident Luc Mentha beantragt, das Team ARGE Bellorini Architekt·innen / Kast Kaeppeli Architekten, Bern, mit Kossmanndejong, Amsterdam (NL), mit der Gesamterneuerung zu beauftragen. Ihr Projekt «Viola W.» überzeugte das Beurteilungsgremium und den Stiftungsrat «durch den sorgfältigen Umgang mit der historischen Bausubstanz und die geschickte Ergänzung mit einem Anbau», heisst es in der Medienmitteilung vom Mittwoch. Das Museum schreibt weiter: «Mit diesem Projekt bekommt das BHM einen neuen wertigen und zeitgemässen Gesamtauftritt.»
Der Schweizer Animationsfilmer Claude Barras (Bild) wird am diesjährigen Locarno Film Festival mit dem Locarno Kids Award la Mobiliare ausgezeichnet. Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die jüngere Generationen fürs Kino begeistern. Der Künstler hinter dem beliebten modernen Klassiker «Ma vie de Courgette» («Mein Leben als Zucchini», 2016) wird seinen neuesten Spielfilm «Sauvages» (2024), der kürzlich in Cannes Premiere feierte, am Dienstagabend, 13. August 2024, auf der Piazza Grande in Locarno präsentieren.
Gianna Molinari (Bild) kann am 24. Juni 2024 im Literaturhaus Zürich den diesjährigen ZKB-Schillerpreis entgegennehmen. Der mit 20’000 CHF dotierte Preis wird alljährlich von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) an regionale Autorinnen oder Autoren vergeben. Auf Vorschlag des Stiftungsrates der Schweizerischen Schillerstiftung wird der Literaturpreis schon seit 1979 ausgerichtet und ist somit das ältestes Literaturengagement der ZKB. Zudem wurde bereits am 23. Mai 2024 der Terra-Nova-Preis Literatur im Literaturhaus Thurgau/Bodmanhaus in Gottlieben an Ralph Tharayil für «Nimm die Alpen weg» verliehen. Und beim Festival Le livre sur les quais (Morges, 30. August bis 1. Sept. 2024) erhält Camille Logoz für die Übersetzung von Lika Nüsslis «Starkes Ding» («Une enfance de paille») den Viceversa-Preis für literarische Übersetzung.
Seit 2010 vergibt der Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband (SBVV) die Auszeichnungen «Buchhandlung und Verlag des Jahres». Das Publikum hat nun für dieses Jahr gewählt: Aus je drei nominierten Verlagen und Buchhandlungen hat es die Buchhandlung zum Zytglogge und den Verlag vatter&vatter, beide aus Bern, auserkoren. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ein Preisgeld von je 5’000 Franken, das vom Buchzentrum gesponsert wird. Die alljährliche Generalversammlung des SBVV bildet jeweils den würdigen Rahmen für die Verleihung der prestigeträchtigen Auszeichnungen «Buchhandlung des Jahres» und «Verlag des Jahres».
Am Wochenende begann das Fotofestival Lenzburg; es dauert noch bis am 23. Juni 2024. Mit 20 Ausstellungen, 13 Standorten, 3 Gruppenausstellungen und AutorInnen aus 3 Kontinenten ist das Fotofestival 2024 die bisher reichhaltigste und umfangreichste Ausgabe in der Geschichte des Festivals.
Der am 9. September 1945 in Omaha (Nebraska) geborene US-amerikanische Organist, Komponist und Sänger Doug Ingle (Bild) ist am 24. Mai 2024 gestorben. Er war Gründungsmitglied der Band Iron Butterfly und arbeitete bei ihr an den Alben «Heavy», «In-A-Gadda-Da-Vida», «Ball» und «Metamorphosis» mit. Das bekannteste Lied der Band, «In-A-Gadda-Da-Vida», stammt aus seiner Feder. Mit den anderen Mitgliedern schrieb er gemeinsam an den Hits «Soul Experience», «In the Time of Our Lives» und «Easy Rider». Ingle verliess die Gruppe 1971. Im Jahr 1994 kehrte Ingle zu Iron Butterfly zurück und wollte mit der neuen Band auch ein Album aufnehmen. Es kam jedoch nie dazu, und Ingle stieg 1999 wieder aus. Ingle – 1970 bereits Multimillionär – war nach dem Ende der Band insolvent und musste seine Farm in den Woodland Hills verkaufen. (*)
Der Stiftungsrat der Zürcher Filmstiftung hat Hercli Bundi (Bild) in einem mehrstufigen Auswahlverfahren als neuen Geschäftsführer gewählt. Er löst Julia Krättli ab, welche die Stiftung nach fünfeinhalb Jahren auf eigenen Wunsch verlassen wird, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Beim 75. WAN-IFRA World News Media Congress in Kopenhagen, Dänemark, wurde die Schweizerin Ladina Heimgartner (Bild), Head Media Ringier AG & CEO Ringier Media Switzerland, am Montag zur Präsidentin des Weltverbandes der Zeitungs- und NachrichtenverlegerInnen gewählt.
Der am 10. Januar 1938 in Biel-Bienne geborene Schweizer Pantomime, Schauspieler, Regisseur, Autor, Performance-Künstler, Grafiker und Kunstmaler Peter Wyssbrod (Bild) ist am 7. Mai 2024 gestorben, wie trauernde WeggefährtInnen in den sozialen Medien schreiben. In den 1970er- und 1980er-Jahren war Wyssbrod ein bewunderter Künstler in Kleintheatern und Kulturzentren der Schweiz und im Ausland. Seine (Solo-)Programme trugen Titel wie «Spiel ohne Worte» (1971), «Ordures/Abfall» (UA 1974), «La Création du Monde» (UA 1975), «Le Grand Départ» (UA 1976), «Hommage au théâtre» (1979-2006) und «Entracte» (1981-2007). Das Multitalent kreierte auch stets selber das Bühnenbild. Später wirkte Wyssbrod auch in Filmen wie «Anna Göldin – Letzte Hexe» (1991), «Herbstzeitlosen» (2006), «Tod in der Lochmatt» (2007), «Mord hinterm Vorhang» (2011), «Der Verdingbub» (2011) oder «A Forgotten Man» (2022) mit. Ab 2008 veröffentlichte er die eigenen Filme der Trilogie von Künstlerporträts «Martin Ziegelmüller», «Heinz-Peter Kohler» und «Wolfgang Zät». Im Jahr 1985 erhielt Peter Wyssbrod den Bieler Kulturpreis und 2006 den Schweizer Kleinkunstpreis «Goldener Thunfisch».
Der Singer-Songwriter Bastian Baker (Bild) aus Lausanne wird sich fortan als erster Botschafter aus der Romandie für UNICEF Schweiz und Liechtenstein engagieren, wie die Organisation am Samstag mitteilte. UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.
Der Verwaltungsrat der SRG-SSR hat am Samstag Susanne Wille (Bild) zur neuen Generaldirektorin der SRG-SSR gewählt. Die Delegiertenversammlung als höchstes Organ der SRG-SSR hat die Wahl genehmigt. Susanne Wille tritt die Nachfolge von Gilles Marchand an, der seine Funktion Ende 2024 abgibt.
Am 30. Juni 2024 wird in Klagenfurt am Wörthersee der 48. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2024 finden vom 26. bis 30. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. Die Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden am Freitag bekannt gegeben. Aus der Schweiz sind Sarah Elena Müller, Jurczok und Semi Eschmamp dabei.
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