Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Karl’s kühne Gassenschau spielt das neuste Spektakel «RECEPTION», das am Freitag Premiere feiert, auch im Jahr 2025 noch in Dietikon (ZH). Die 87 diesjährigen Vorstellungen bis zum 5. Oktober 2024 sind alle ausverkauft. Der Vorverkauf für nächstes Jahr hat Ende Mai 2024 bereits begonnen. Für die Gassenschau-Mitgründer Brigitt Maag und Paul Weilenmann ist «RECEPTION» die letzte grosse Produktion; ihre Nachfolger heissen Max Merker und Matthias Schoch.
Der mit 100’000 Franken höchstdotierte Preis für Biodiversität in der Schweiz geht an den Verein Cittadini per il Territorio, der im dicht besiedelten Mendrisiotto innert zehn Jahren einen Naturpark realisiert hat. Der Park folgt dem Flusslauf des Laveggio und ist heute Lebensader für Menschen und Natur. Der Binding Anerkennungspreis im Wert von 25’000 Franken geht an die Gemeinde Reinach im Kanton Baselland für die Errichtung eines Natur- und Erlebnisweihers am ehemaligen Standort der ARA Birs.
An der ordentlichen Mitgliederversammlung der Schweizer Sektion von Reporter ohne Grenzen (RSF), die am Mittwoch, 12. Juni 2024, in Genf stattfand, wurde Isabelle Cornaz (Bild) einstimmig zur neuen Präsidentin der Organisation gewählt. Die Journalistin von RTS und Buchautorin wird den bisherigen Amtsinhaber, den Professor für Medienrecht Bertil Cottier, ersetzen, der sein Amt aus Altersgründen abtritt.
Das Theater Bilitz ist ein professionelles mobiles Theater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Sitz im Theaterhaus Thurgau in Weinfelden. Derzeit hat es zwei Stellen ausgeschrieben. Auf den Beginn der Spielzeit 2026/2027 sucht es die Leitung für den künstlerischen Bereich (80-100%) und per sofort oder nach Vereinbarung die Leitung für den administrativen Bereich (50-80%).
Im Frühling 2024 sind bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia 98 Projekte für einen sogenannten «literarischen Kreationsbeitrag» eingegangen, 50 deutschsprachige, 23 französischsprachige, 11 italienischsprachige, ein rätoromanisches, 11 nichtlandessprachliche Projekte sowie zwei Kinder- und Jugendbuchprojekte (ein deutschsprachiges und ein italienischsprachiges). Auf Vorschlag der Jury Literatur, welche die Gesuche in anonymisierter Form beurteilt hat, werden 12 Projekte gefördert.
Die am 17. Januar 1944 in Paris geborene französische Chansonsängerin, Texterin, Komponistin und Autorin Françoise Hardy (Bild) ist am 11. Juni 2024 ebenda gestorben. Im November 1961 unterschrieb Hardy ihren ersten Vertrag bei der Schallplattenfirma Vogue, und im April 1962 erschien ihre erste Platte, deren B-Seite mit «Tous les garçons et les filles» – ein zartes Chanson über Jungen und Mädchen ihres Alters, die auf der Suche nach der Liebe sind – grossen Erfolg brachte. Es folgte eine Reihe von Hits, die zum grossen Teil von ihr selbst getextet und komponiert waren. Sie nahm die Lieder auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch auf. 1963 ging Françoise Hardy beim Grand Prix Eurovision de la Chanson mit «L’amour s’en va» für Monaco an den Start und erreichte den 5. Platz. 1968 erhielt sie den Schallplattenpreis Grand Prix du Disque der Akademie Charles Cros. Hardys grosse Popularität hielt sich in Frankreich bis weit in die 1980er-Jahre, obwohl sie wegen ihres Lampenfiebers nach 1968 nur selten vor einem grossen Publikum auftrat. 2000 gelang ihr mit dem Album «Clair Obscur» ein Comeback. Françoise Hardy zählt zu den renommiertesten Singer-SongwriterInnen ihres Landes. Ästhetisch galt Hardy lange als Stilikone. (*)
«Gretlers Panoptikum zur Sozialgeschichte» war ein Foto- und Bildarchiv zur Arbeiterbewegung, zur Sozial- und Alltagsgeschichte und zur Geschichte der sozialen Bewegungen. Roland Gretler (1937-2018) hatte das «Panoptikum» 1975 ins Leben gerufen – damals noch unter der Bezeichnung «Bildarchiv zur Geschichte der Arbeiterbewegung». Er trug zusammen mit seiner Frau Anne Gretler im Lauf der Jahrzehnte eine enorme Menge an Fotos, Plakaten, Postkarten, Broschüren, Objekten, Zeitschriften und Büchern zusammen. Nach Gretlers Tod übernahm das Schweizerische Sozialarchiv in Zürich grosse Teile des «Panoptikums»; deren Bearbeitung ist nun mehrheitlich abgeschlossen.
Die Stiftung Liste Basel hat auf Empfehlung der Findungskommission Nikola Dietrich (Bild) als neue künstlerische Direktorin der Liste Art Fair Basel gewählt. Nikola Dietrich tritt die Stelle am 1. September 2024 an. Im Auftrag der Stiftung Liste Basel soll die Direktion für die Qualität und Weiterentwicklung der Liste Art Fair Basel sorgen. Darüber hinaus soll sie den Standort Basel stärken und neue Fördermodelle für junge Galerien und Kunstschaffende entwickeln.
Der Vorstand des Collegium Musicum Basel hat am 31. Mai 2024 den in Basel wohnhaften Jan Schultsz (Bild) als neuen Chefdirigenten und Nachfolger von Johannes Schlaefli, welcher am 21. Juni 2024 sein Abschlusskonzert dirigiert, gewählt. Ab der Saison 2024/25 wird der bekannte Dirigent und Professor an der Musikakademie Basel die Chefposition am Dirigentenpult des Collegium Musicum Basel (CMB) übernehmen. Gleichzeitig mit der Wahl des Chefdirigenten hat der Vorstand des CMB erstmals die Funktion eines Ersten Gastdirigenten, ebenfalls ab der Saison 24/25, besetzt. Mit Benjamin Reiners, dem scheidenden Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel und zukünftigen Chefdirigenten der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und GMD der Theater Chemnitz, konnte das CMB einen der renommiertesten Dirigenten der jüngeren Generation im deutschsprachigen Raum gewinnen.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat die Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Kunst- und Designpreise 2024 bekannt gegeben. Sie werden im Verlauf des heutigen Tages mit zwei Preisverleihungen im Rahmen der Art Basel gewürdigt. Die Ausstellungen Swiss Art Awards und Swiss Design Awards, an denen die Werke der Finalistinnen und Finalisten der beiden Wettbewerbe zu sehen sind, werden am frühen Montagabend von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffnet. Die 28 Preisträgerinnen und Preisträger erhalten je 25’000 Franken.
Das Internationale Animationsfilmfestival im französischen Annecy (9. bis 15. Juni 2024) hat sieben Filme und Koproduktionen aus der Schweiz für die verschiedenen Wettbewerbssektionen selektioniert. Mit «REISE DER SCHATTEN» von Yves Netzhammer und «SAUVAGES» von Claude Barras repräsentieren dieses Jahr gleich zwei Langfilme die inhaltliche und formale Vielfalt des hiesigen Animationsfilms. Swiss Films vertritt die Schweizer Animationsfilmbranche mit einem Stand am Filmmarkt MIFA.
Der in der Nähe von Bern lebende und bereits vielfach preisgekrönte Schweizer Plakatgestalter und Grafikdesigner Stephan Bundi wird auch dieses Jahr wieder mehrfach ausgezeichnet: Beim New Yorker Graphis Poster 2025 wurde ihm soeben der Platinum Award für sein Plakat «Carmen» für die Sommeroper Selzach (SO) zugesprochen. Zudem erhielt er vier Mal Gold, und zwar für «Cyrano», «Das kurze Leben der Fakten», «Switzerland» und «The Rake’s Progress» sowie drei Mal den Silver Award für «Auf hoher See / Striptease», «The NEXT Generation» und «Stiller» für die Plakate, die er in unverwechselbarer Art und höchster Qualität für Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) geschaffen hat. Graphis zeichnet seit 1944 «die weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Arbeiten der Bereiche Design, Werbung und Fotografie» aus.
Der Stadtrat von Luzern würdigt Valentin Groebner (Bild), Kulturwissenschaftler und Professor an der Universität Luzern, mit dem Kunst- und Kulturpreis 2024 der Stadt Luzern. Die zwei Anerkennungspreise 2024 gehen an die Animationsfilmerin Jadwiga Kowalska sowie an die Performance-Gruppe Brigade Brut.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) vergibt Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik und Stipendien für die Komposition von musikdramatischen Werken. In der zweiten Session 2024 wurden vier Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik und drei für die Komposition eines musikdramatischen Werks vergeben.
Auch dieses Jahr heisst es wieder «Chantez-vous Suisse?». Die nationale Radiogruppe der SRG-SSR «Die Anderen – Les autres – Gli altri – Ils auters» bringt mit dem Radioprojekt vom 10. bis 14. Juni 2024 zum zweiten Mal fünf Schweizer MusikerInnen zusammen – diesmal am Röstigraben in Freiburg-Fribourg. Eine Woche lang interpretieren sie Lieder aus allen vier Schweizer Sprachregionen neu und komponieren gemeinsam einen neuen Song. Den Höhepunkt bildet ein gemeinsames Konzert für die Öffentlichkeit in der Altstadt von Freiburg-Fribourg am Ende der Woche.
Die Galerie Stampa am Spalenberg in Basel ist seit der ersten Ausgabe der Art Basel Teil der Kunstmesse. Im lesenswerten Bericht von Jan Soder heute auf «bajour.ch» blickt das Gründungspaar Gilli und Diego Stampa zurück, übt Kritik, – «und es denkt nicht ans Aufhören».
Valerian Alfaré (Bild) tritt für die Schweiz am diesjährigen Eurovision Young Musicians-Wettbewerb (EYM) an. Im Rahmen der Talentförderung schickt SRF den 19-jährigen Klassik-Nachwuchsmusiker an die «Finalshow» im norwegischen Bodø. SRF überträgt den internationalen Wettbewerb vom Samstag, 17. August 2024 auf SRF 1.
Benjamin «Ben» Vautier (Bild), der am 18. Juli 1935 in Neapel geborene schweizerisch-französische Künstler der Fluxus-Bewegung, ist am 5. Juni 2024 in Nizza gestorben. Vautier hatte einen an den Dadaismus angelehnten, persönlichen künstlerischen Stil entwickelt. Angeregt wurde er dabei von Künstlern wie Yves Klein, Marcel Duchamp und den Nouveaux Réalistes. Im Jahr 1959 gründete Vautier die Zeitschrift «Ben Dieu». Vautier wurde zum Mentor der Kunstbewegung Figuration Libre, die 1981 in einem Artikel der Zeitschrift «Flash Art» den Namen durch Vautier erhielt. Er war mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland auch in den grössten Häusern vertreten. Retrospektiven zeugten vom künstlerischen Erfolg. 1992 zierte sein Motto «la Suisse n’existe pas» («die Schweiz existiert nicht») den offiziellen Schweizer Pavillon bei der Weltausstellung in Sevilla. (*) 2015/16 zeigte das Museum Tinguely in Basel die grosse Ausstellung «ist alles Kunst?» mit über 500 Werken von Ben Vautier. (**)
Für die operative Leitung der Veranstaltung sucht der Vereinsvorstand der Solothurner Literaturtage per 1. September 2024 (oder nach Vereinbarung) zunächst befristet auf zwei Jahre eine*n Leiter*in Programm der Solothurner Literaturtage (60 – 80%). Die Vorstellungsgespräche finden statt am Donnerstag, 27. Juni 2024 (Nachmittag).
Im Auftrag des Stiftungsrates von Pro Helvetia sucht das Institut für emotionale Kompetenz AG (Ike) gemäss Facebook-Seite der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia «für die Funktion als Direktor:in (100%) per 1. Juni 2025 oder nach Vereinbarung eine erfahrene, innovative und mit dem Schweizer Kunst- und Kulturbetrieb bestens vertraute Führungspersönlichkeit, um strategische Grundlagen zu entwickeln, die professionelle Ausführung der Aufgaben sicherzustellen, die organisatorische Entwicklung zu leiten und die Stiftung extern zu vertreten.»
Die Geschäftsleitung der SRG-SSR hat Reto Peritz (Bild rechts) von SRF und Moritz Stadler von RTS in Co-Leitung als Gesamtverantwortliche für den Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in der Schweiz gewählt. Beide behalten ihre heutigen Funktionen, werden für ein Jahr aber stellvertreten.
Die am 6. November 1956 geborene niederländische Tanz- und Theaterpädagogin, Erwachsenenbildnerin, Choreografin, Regisseurin und Kulturvermittlerin Sjoukje Benedictus (Bild) ist am 12. Mai 2024 in Bern gestorben, wie jetzt bekannt wird. Sie lebte schon seit Jahrzehnten in der Schweiz und realisierte hier Uraufführungen mit der eigenen Tanzkompanie d’Schwyz tanzt, arbeitete oft mit Christine Lauenburg, Stefan Lehmann, Chris Diggelmann und der Bärner Tanzmusig zusammen und war Initiantin und künstlerische Leiterin des 2010 gegründeten ALPENTHEATERS Kiental mit seinen vielen erfolgreichen Eigenproduktionen (u.a. «Vetterli’s Wirtschaft») und dem Kultursommer im Kiental.
Am Abend des 31. Mai wurden im Erlanger Markgrafentheater die Max-und-Moritz-Preise 2024 vergeben. Der Max-und-Moritz-Preis, von der deutschen Stadt Erlangen im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Comic-Salons verliehen, gilt als wichtigste Auszeichnung für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Im Vorfeld der Preisverleihung war eine Liste mit 25 von der Jury nominierten Titel bekannt gegeben worden. Wichtige Auszeichnungen gingen an Anna Sommer (beste deutschsprachige Comic-Künstlerin) und Nando von Arb («Fürchten lernen» als bester deutschsprachiger Comic), beide aus Zürich, sowie an den Bieler Tobias Aeschbacher («Der Letzte löscht das Licht» als bestes deutschsprachiges Comic-Debüt).
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