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10. Juni 2013

Walter Jens ist gestorben

Der 1923 in Hamburg geborene deutsche Altphilologe, Literaturhistoriker, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer Walter Jens (Bild) ist gestern in Tübingen gestorben. Er war Ordinarius für Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und Präsident der Akademie der Künste zu Berlin.

Foto: איתן טל Etan Tal, 2005 – Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported – Zur Originaldatei: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:WalterJens1.jpg

Reaktionen auf Walter Jens‘ Tod: «Seine intellektuelle Vielseitigkeit war einzigartig»

Walter Jens ist tot, er starb 90-jährig in Tübingen. Persönlichkeiten aus Kultur und Politik würdigten den Philologen. Er sei «Vordenker und Gestalter» gewesen und habe das «Idealbild des umfassend gebildeten Gelehrten» verkörpert. Trauer herrscht aber auch in einem Fußballclub.

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/walter-jens-gestorben-reaktionen-aus-politik-und-kultur-a-904782.html

Über Jahrzehnte hinweg war Walter Jens eine Figur des öffentlichen Lebens. Selbst noch wer in den achtziger Jahren aufwuchs und sich für Kultur und Gesellschaft zu interessieren begann, kam an ihm nicht vorbei. Man sah ihn an der Seite von Heinrich Böll oder Erhard Eppler in Mutlangen gegen die Nachrüstungspolitik und die Stationierung von Pershing-Raketen protestieren; er brillierte in Talkshows und bekannte sich dazu, während des Zweiten Golfkriegs amerikanische Deserteure in seinem Haus verborgen zu haben; er diskutierte mit seinem Freund Otto Rehhagel über den Zustand des deutschen Fußballs und mit Hans Küng über das Thema Sterbehilfe. Walter Jens mischte sich ein.

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2013-06/walter-jens-nachruf

Seine Verächter verhöhnten ihn gerne als «Gutmenschen» – es focht ihn nicht an, ja, er trug den Titel nicht ohne Stolz. Marcel Reich-Ranicki nannte ihn einmal «Der Redner dieser Republik», und das war er – man nehme alles nur in allem – in einem emphatischen Sinn in der Tat, wiewohl das «dieser» mittlerweile durch ein «jener» ersetzt werden müsste. Jetzt ist Walter Jens – dement und sprachohnmächtig – endgültig verstummt.

http://www.welt.de/kultur/article116981463/Walter-Jens-war-der-Redner-dieser-Republik.html

Jetzt ist er gestorben, der König von Tübingen. Nie wieder wird er aus seinen zwei Ärmeln dialektisch die Thesen und Antithesen schütteln, nie wieder seine Prüflinge zu Lessing befragen.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/walter-jens-disputatio-cum-j-12216565.html

Rhetoriker von kindlicher Reinheit

Walter Jens lehrte nicht nur die Redekunst, er übte sie – an der Universität, vor Parteien, Unternehmen und dem DFB. Er hat sich aufgezehrt für das, was er als seine republikanische Pflicht erkannte.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-tod-von-walter-jens-rhetoriker-von-kindlicher-reinheit-1.1692871

Er war nicht nur in der akademischen Welt eine erfrischende Ausnahmeerscheinung. An Freunden und Gefährten im Geiste hat es ihm ebenso wenig gefehlt wie – vor allem in den siebziger Jahren – an politischen Gegnern. Er liebte den wohlformulierten Streit der Argumente, erforschte und lehrte dessen Formen und präsentierte seine Ergebnisse geschliffen und leidenschaftlich: in Vorlesungen und Aufsätzen, in Büchern und bei seinen öffentlichen Auftritten.

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/der-aufklaerer-als-moralist-1.18096527

Die Berliner Akademie der Künste ehrte ihn als einen Autor, Rhetoriker und Kulturpolitiker, der Geschichte geschrieben habe. Intellektuelle müssten sich einmischen und warnen, lautete sein Credo. Der gläubige Christ galt als die Verkörperung des klassischen «homme de lettres» und war gleichzeitig ein engagierter Radikaldemokrat in Gestalt des ungemein belesenen «gelehrten Dichters».

http://www.derbund.ch/kultur/diverses/Walter-Jens-ist-tot/story/24386576

Es ist einigermaßen tragisch, dass dieser Sprachmächtige am Ende vom Sprachverlust heimgesucht wurde. «Mir ist die Sprache gestorben», soll er in einem seiner letzten lichten Momente gesagt haben, nachdem er seit 2003 ins große Vergessen driftete. Am Ende erkannte er nicht einmal mehr den so sehr bewunderten Theodor Fontane und fragte, wer denn der schnauzbärtige Mann auf dem Bild sei.

http://www.taz.de/Walter-Jens-ist-tot/!117813/

Mehr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Jens

Walter Jens auf der Akademie der Künste

Walter Jens am Seminar für Allgemeine Rhetorik

http://www.srf.ch/kultur/literatur/man-muss-sich-einmischen-zum-tod-von-walter-jens

Video:

http://www.zeitzeugen-tv.com/dossier/movie/5675/inge_jens._«frau_walter_jens»._.html

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 10. Juni 2013
  • Politik und Gesellschaft

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