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7. März 2013

Wohin mit den Leichen im Keller?

Radio SRF 2 Kultur, «Kontext» vom heutigen Donnerstag, 09.06 Uhr / Wiederholung um 18.30 Uhr

Bild: Flyer des «Ovaherero / Ovambanderu Council for the Dialogue on the 1904 Genocide», Berlin 2011. Der Flyer erschien anlässlich der Rückführung der 20 Herero- und Nama-Schädel von Berlin nach Windhoek Ende September, Anfang Oktober 2011 – Quelle: http://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/2011-Zeller-Schaedel-Rueckgabe-Namibia.htm

In unseren Museen liegen zahlreiche menschliche «Überreste», sogenannte human remains: Schädel, Knochen, Skelette. Was vor 200 Jahren ohne grosse Hemmungen zu Forschungszwecken gesammelt wurde, ist heute aus ethischen Gründen nicht mehr tragbar. Doch wie umgehen damit?

In vielen naturhistorischen oder anthropologischen Museen Europas liegen sie – meist gesammelt in den einstigen Kolonialgebieten: Knochen, Köpfe, Häute von Männern, Frauen und Kindern, die hauptsächlich im 19. Jahrhundert zu Forschungszwecken gesammelt wurden. Sind das «Objekte»? Wenn nein – wie umgehen mit ihnen?

Diese Frage beschäftigt ehemalige Kolonialstaaten ebenso wie die hiesigen Museen und stellt beide zuweilen vor höchst komplexe Probleme, wie das Beispiel einer Rückgabe namibischer Schädel und ein Rundgang durch die Depots des grössten Völkerkundemuseums der Schweiz zeigen.

Autorin: Maya Brändli

srf

Radio-Link:

http://www.srf.ch/sendungen/kontext/wohin-mit-den-leichen-im-keller

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 7. März 2013
  • Politik und Gesellschaft

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