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17. Januar 2013

Jakob Arjouni ist gestorben

Der deutsche Schriftsteller, Krimiautor und Dramatiker Jakob Arjouni (Bild), geboren am 08. Oktober 1964 in Frankfurt am Main, ist nach schwerer Krebs-Erkrankung im Alter von 48 Jahren in der Nacht auf den 17. Januar 2013 in Berlin im Kreise seiner Familie gestorben, wie der Zürcher Diogenes Verlag heute mitteilt.

08.10.1964 – 17.01.2013 – Foto: © Regine Mosimann / Diogenes Verlag http://www.diogenes.ch/leser/aktuell/news/896

Arjouni war 21 Jahre alt, als sein Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in Happy birthday, Türke! zum ersten Mal ermittelte, ein hochgelobtes Debüt (1991 unter der Regie von Doris Dörrie verfilmt).

Es folgten drei weitere Fälle, für Ein Mann, ein Mord (dritter Fall) erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimipreis. Im Herbst 2012 erschien der fünfte Band der Serie mit dem deutsch-türkischen Ermittler, die längst zu den Klassikern der Kriminalliteratur zählt: Bruder Kemal.

Neben seinen Theaterstücken umfasst sein Werk u.a. die Berlin-Romane Magic Hoffmann (1996) und Der heilige Eddy (2009) sowie Idioten. Fünf Märchen (2003). Seine Romane Hausaufgaben, Chez Max und vor allem der Roman über einen ostdeutschen Nazimitläufer, Cherryman jagt Mister White, sind mittlerweile Schullektüre.

Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch Arjounis Werk zieht, ist die Auseinandersetzung mit Gewalt in all ihren Formen.

Seine Leser liebten ihn für seine spannenden, scharfzüngigen, sprachlich unprätentiösen, witzigen und klugen Bücher. Sein Werk ist in 23 Sprachen erschienen, unter anderem auch in den USA.

Arjouni lebte mit seiner Frau und seinen Kindern in Berlin und Südfrankreich.

dv

-> Bücher von Jakob Arjouni

«Mit Kemal Kayankaya schuf er eine der legendären Figuren des deutschen Kriminalromans: Einen melancholischen Privatdetektiv türkischer Herkunft, der zwar so gut wie kein Wort türkisch spricht, aber dennoch als ‚Kanake‘ bepöbelt wird und zwischen den Bankentürmen und dem Bahnhofsviertel in Frankfurt seine Runden zieht. Fünf Bücher schrieb Jakob Arjouni über den Schnüffler.»

 

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/happy-birthday-tuerke-jakob-arjouni-ist-tot-a-878155.html

 Zum Tode Jakob Arjounis: Heimat, das ist eine Dose Bier 

Christian Buss:

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/zum-tode-jakob-arjounis-a-878192.html 

«Jakob Arjouni, der Magic Man der Literatur»

«Der Mann hatte Street Credibility, genauso wie erzählerischen Spirit: Jakob Arjouni sorgte für einen neuen Ton in der deutschen Literatur. Jetzt ist der Ausnahme-Erzähler mit nur 48 Jahren gestorben.»

Tilman Krause: 

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article112846221/Jakob-Arjouni-der-Magic-Man-der-Literatur.html

«Nahe bei den Menschen»

«Ein Markenzeichen des Autors Jakob Arjouni ist die Unmittelbarkeit, die sein Erzählduktus schafft, die Nähe zur Realität der Menschen, zu ihrer Sprache und zu ihren Umgangsformen. Wohltuend sind die Freiheit von moralischen Ansprüchen in seinem Werk, der Spott und die Derbheit seiner Figuren.»

O-Töne:

http://www.srf.ch/kultur/literatur/zum-tod-von-jakob-arjouni

 

Mehr:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Arjouni

http://www.welt.de/print-welt/article691769/Mach-mal-langsam.html

http://www.perlentaucher.de/autor/jakob-arjouni.html

http://www.diogenes.ch/leser/autoren/a-z/a/arjouni_jakob/biographie

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 17. Januar 2013
  • Theater, Kabarett, Literatur

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