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10. November 2019

SIBYLLE BERG AUSGEZEICHNET FÜR «GRM. BRAINFUCK»

Der diesjährige Deutschschweizer Buchpreis geht an Sibylle Berg (Bild) für den Roman «GRM. Brainfuck» (Kiepenheuer & Witsch Verlag). Sibylle Berg erhält dafür 30'000 Franken; die weiteren Nominierten können je 3'000 Franken entgegennehmen. Die Preisverleihung fand heute im Theater Basel vor rund 500 Gästen statt.

Foto: Dominik Butzmann, 2019, https://www.flickr.com/photos/re-publica/47015208194/ (Ausschnitt) – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sibylle_Berg_an_der_re-publica_19-2.jpg

In der Begründung der Jury heisst es:

«Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt. Mit sarkastischem Ingrimm begleitet sie vier Londoner Jugendliche aus kaputten Familien durch die Horrorszenarien einer deregulierten Gesellschaft und weiter in die Zukunft, in die Diktatur der künstlichen Intelligenz. Dem entfesselten Kapitalismus setzt die Autorin ihre entfesselte Fantasie entgegen. Eine kompromisslose Gesellschaftskritik in hochexplosiver Sprache, mit Spreng-Sätzen und bösem Witz.»

«GRM. Brainfuck» ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 71 eingereichten Romanen und Essays von Deutschschweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat.

Die weiteren Nominierten waren:

  • Simone Lappert: «Der Sprung» (Diogenes Verlag)
  • Tabea Steiner: «Balg» (Edition Bücherlese)
  • Alain Claude Sulzer: «Unhaltbare Zustände» (Galiani Verlag)
  • Ivna Žic: «Die Nachkommende» (Matthes & Seitz Verlag)

Die Mitglieder der Jury für den Buchpreis 2019 waren: Daniel Graf (Kulturredaktor «Republik»; NEU), Manfred Papst (Kulturredaktor «NZZ am Sonntag»; Jurysprecher), Christine Richard (freie Kritikerin), Monika Steiner (Buchhändlerin Münstergass Bern, NEU) und Susanne Sturzenegger (Freie Mitarbeiterin Literaturredaktion SRF). Die Expertenjury wird regelmässig personell erneuert.

Teilnahmeberechtigt für den Buchpreis 2019 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2018 und September 2019 erschienen sind.

Der Preis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden. Inzwischen hat sich der Preis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert und geniesst über die Landesgrenzen hinaus Beachtung.

Finanziell unterstützt wird der Preis vom Schweizer Bücherbon, der Forlen-Stiftung sowie der Emil&Rosa Richterich-Beck Stiftung.

cp

Kontakt:

https://www.sibylleberg.com/de

https://www.sibylleberg.com/de/es

https://schweizerbuchpreis.ch/schweizer-buchpreis-2019/

Mehr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_Berg

#SibylleBerg #DeutschschweizerBuchpreis #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

—

Medienstimmen:

Vorsicht, bissiges Buch!

Es ist ein Buch zum Fürchten. Merkwürdigerweise bezieht es seine Stärke aus lauter negativen Bestimmungen: Es hat keine Dramaturgie, keine Personenpsychologie, es wechselt weder das Tempo noch die Temperatur, auch nicht, was Leser brauchen, Spannung und Entspannung, Hoffnung und Enttäuschung. Das Buch ist ein einziges Trommelfeuer von Tiefschlägen, ohne Pause.

Martin Ebel

https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/vorsicht-bissiges-buch/story/21401265

Hart, düster und packend

«GRM. Brainfuck» ist eine Dystopie über das Leben in einem totalen Überwachungsstaat. Hart, düster und packend. Die menschlichen Beziehungen darin sind geprägt von Hass, Gewalt und Sex.

Dazu gibt es den passenden Soundtrack: Grime, eine aggressive Form von Rap.

kusv/haet

https://www.srf.ch/kultur/literatur/duestere-zukunftsvision-sibylle-berg-gewinnt-den-schweizer-buchpreis-2019

«Kitschigerweise ist es, als ob ich jetzt hier, nach zwanzig Jahren, akzeptiert werde»

Berg, die in der DDR geboren ist und seit Jahren in Zürich lebt, freut sich, in der Schweiz und nicht in Deutschland ausgezeichnet zu werden. «Kitschigerweise ist es, als ob ich jetzt hier, nach zwanzig Jahren, akzeptiert werde», lächelt sie. Überhaupt gibt sie freimütig zu, dass es ihr viel bedeutet, von Menschen umgeben zu sein, die ihr Sympathie entgegen bringen.

sda

https://www.swissinfo.ch/ger/sibylle-berg-erhaelt-12–schweizer-buchpreis-fuer–grm–brainfuck–/45359292

Audios:

Sondersendung Radio SRF 2 Kultur, 10.11.2019

https://www.srf.ch/play/radio/srf-2-kultur-extra/audio/live-sondersendung-zum-schweizer-buchpreis-2019?id=df2d37a4-70c0-4da5-9f9e-3560f55b93e7&startTime=5.646621

«52 beste Bücher», Radio SRF 2 Kultur, 16.6.2019

https://www.srf.ch/play/radio/52-beste-buecher/audio/grm-brainfuck-von-sibylle-berg?id=09dc5527-0eea-4ab7-ac9f-06ae2a239130&startTime=17.349729

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 10. November 2019
  • Theater, Kabarett, Literatur

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