Die 17. Ausgabe des St.Galler Literaturfestivals Wortlaut findet vom 27. bis 29. März 2026 statt. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr lautet «über:setzen». Insgesamt werden in St.Gallen 29 Veranstaltungen in der Lokremise, der Bibliothek Hauptpost, der Grabenhalle und der Stadtbibliothek Katharinen durchgeführt. Unter anderem treten folgende Autor:innen auf: Lukas Bärfuss, Martina Clavadetscher, Navid Kermani, Flurina Badel, Fabio Andina, Romain Buffat, Julia Weber, Jonas Lüscher, Laura Vogt, Nora Gomringer, Miriam Meckel, Helga Schubert, Katinka Ruffieux, Usama Al Shahmani und Vea Kaiser.

Bild: © Wortlaut St.Gallen, 2026
Neben den zahlreichen Lesungen in den vier Landessprachen sollen im Rahmen des Festivals vor allem folgende Fragen zum Schwerpunktthema «über:setzen» diskutiert werden: Wie wird ein Buch in eine andere Sprache übertragen? Wie lassen sich komplexe Themen so vermitteln, dass sie verständlich und zugänglich werden? Wie formulieren wir etwas, damit wir auch wirklich verstanden werden?
Am Eröffnungsabend (Freitag, 27. März 2026, 19.30 Uhr, Lokremise) stellt der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss den Akt des Übersetzens in einen grösseren kulturellen Zusammenhang: Wie verschafft er seinen Themen Gehör, und wie erreicht er sein Publikum? Gemeinsam mit Nicola Steiner geht Bärfuss diesen Fragen nach und zeigt, was es dazu braucht und weshalb dies heute wichtiger ist denn je. Musikalisch begleitet wird der Eröffnungsabend vom Thurgauer Gitarristen Tobias Engeler.
Am Festivalwochenende vom 27. bis 29. März 2026 finden Lesungen, Performances sowie Podiumsdiskussionen mit Autor:innen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich statt. Zudem wird die Buchpremiere der Ostschweizer Autorin Laura Vogt gefeiert; musikalisch begleitet werden Lesung und Gespräch vom Kontrabassisten Marc Jenny. Darüber hinaus wird das Publikum eingeladen, Gast des schon traditionellen Poetry Slams in der Grabenhalle zu sein.
Neu bietet das Festival ein Familienprogramm in der Stadtbibliothek Katharinen an. Weitere Kooperationen mit neuen Formaten gibt es zudem mit dem Förderraum und dem open art museum in St.Gallen. Mit Katinka Ruffieux und Julia Sutter stellt das Festival zwei Debütantinnen dem Publikum vor. Nicht zuletzt findet auf dem Vorplatz der Bibliothek Hauptpost ein so genannter «Silent Reading Rave» statt.
Die letzte Veranstaltung von Wortlaut 2026 ist für den Sonntag (29. März 2026, um 16.45 Uhr) im Raum für Literatur angesagt: Paul Rechsteiner, politisches Urgestein, bekommt eine Carte blanche und lädt den Schriftsteller Jonas Lüscher ein. Ihr Gespräch wird weit über die Literatur hinausgehen und doch viel mit den Themen von Lüschers aktuellem Roman «Verzauberte Vorbestimmung» zu tun haben. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus‘ und wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt ausgestanden und noch jede Geschichte möglich.
Das Cafe StGall in der Bibliothek Hauptpost ist auch in diesem Jahr Festivalzentrum. Hier werden von Samstag bis Sonntag Speisen und Getränke angeboten. Zudem können Informationen zum Programm eingeholt werden.
cp
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Kommentare von Daniel Leutenegger