Der am 31. Juli 1932 in Denver (Colorado) geborene US-amerikanische Philosoph John Searle (Bild) ist am 17. September 2025 gestorben. Seine Hauptarbeitsgebiete waren die Sprachphilosophie, die Philosophie des Geistes, die Sozialontologie sowie Teile der Metaphysik. Searle war Professor für Philosophie an der University of California, Berkeley. (*)
«Die Entwicklung generativer KI basiert oft auf intransparenter Selbstbedienung an urheberrechtlich geschützten Werken. Diese Praxis ist nach unserer Auffassung rechtswidrig und auch ökonomisch falsch», schreibt ProLitteris. «Alle brauchen Rechtssicherheit, faire Rahmenbedingungen und ein funktionierendes Marktumfeld. Das geistige Eigentum bietet erprobte Instrumente, von Einzelverträgen bis zu Kollektivlizenzen.», so ProLitteris.
«Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet Drehbuchautor:innen und Regisseur:innen neue technologische Möglichkeiten – bringt aber auch rechtliche Herausforderungen mit sich»: Der ARF/FDS (Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz / Association suisse des réalisateurs·trices et scénaristes) bezieht daher Stellung zum Einsatz von KI-Systemen im Filmschaffen.
Der Bund realisiert ein neues nationales Kompetenzzentrum «Arbeiten in der Kultur». Dieses soll Kulturschaffende, Kulturveranstalter:innen und kulturelle Organisationen in Fragen der sozialen Sicherheit und der Arbeitsbedingungen in ihrem Sektor orientieren und sensibilisieren. Zudem soll es auf bereits bestehende Angebote in den Regionen hinweisen und diese sinnvoll ergänzen. «Damit setzt der Bund eine der zentralen Massnahmen aus der Kulturbotschaft 2025-28 um, die zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt im Kultursektor vorgesehen sind», heisst es in der Medienmitteilung aus dem Bundeshaus. Mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums wird der Verein Suisseculture Sociale beauftragt. Das Projekt wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) finanziell unterstützt.
Derzeit laufen im Kanton Uri die Dreharbeiten für die SRF-Kino-Koproduktion «Erosion». Regisseur Michael Koch inszeniert die Geschichte über einen Neurochirurgen, der in eine existenzielle Krise gerät. Die Hauptrolle übernimmt Peter Sarsgaard, die Kamera führt Armin Dierolf.
Endo Anaconda (Andreas Flückiger, 1955 – 2022) war als Sänger, Songwriter, Autor und Kolumnist eine prägende Figur der Schweizer Musik- und Kulturszene. Als «Kopf» der 1989 mit Balts Nill gegründeten Band Stiller Has tourte er über Jahrzehnte durch die Schweiz und das benachbarte Ausland und veröffentlichte zahlreiche Alben. Für sein Schaffen wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Salzburger Stier und dem Schweizer Musikpreis. Jetzt lässt sich Endo Anaconda als Dichter entdecken, der er – nicht nur in seinem Songschaffen – immer schon war: Das Buch «Im Gespinst in dem ich wohne» ergänzt Texte, an denen Endo Anaconda bis zuletzt für einen geplanten Lyrikband gearbeitet hat, mit zahlreichen, ebenfalls hochdeutschen Gedichten aus seinem Nachlass.
Der am 10. Dezember 1921 in Wien geborene österreichisch-US-amerikanischer Schriftsteller, Fernsehjournalist, Drehbuchautor, Regisseur und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller (Bild) ist am 27. September 2025 in Paris gestorben. Seit 1949 hatte er seinen Lebensmittelpunkt in Frankreich. Seine subjektive Befragungsweise von Prominenten und anderen Personen wurde zum Vorbild ungezählter Journalist:innen, Dokumentarfilmer:innen und Talkshow-Moderator:innen. (*)
Der am 4. April 1939 in Teignmouth (Devon) geborene britische Jazz-Kontrabassist, der mit einer Vielzahl bekannter Folk- und Rockmusik-Interpreten zusammengearbeitet hat, ist am 23. September 2025 in Rickmansworth (Hertfordshire) gestorben. Er war zunächst Mitglied bei Alexis Korner’s Blues Incorporated und bei der legendären Folkjazz-Band Pentangle. Daneben hatte er ein Trio mit Gitarrist John McLaughlin und dem Holzbläser Tony Roberts. Zusätzlich begann Thompson, auch als Session-Musiker für diverse Bands und Musiker zu arbeiten, darunter z.B. Donovan, The Incredible String Band, Tim Buckley, Davey Graham, Nick Drake, Michael Chapman, Harold McNair, Joe McDonald, Mary Hopkin, Rod Stewart, Stefan Grossman, John Martyn, Tom Paxton, Magna Charta, Sandy Denny und Ralph McTell, – sogar mit T. Rex. Nachdem sich Pentangle 1973 getrennt hatten, intensivierte er diese Arbeit; er begleitete weiterhin John Martyn, aber auch Donovan, Maddy Prior, Julie Felix, Bert Jansch, John Renbourn und Kate Bush. In den 1990ern begann er mit dem (nicht verwandten) Richard Thompson zu touren und nahm 1998 zusammen mit Peter Knight ein Album auf. Er arbeitete u.a. auch mit Kevin Ayers, The Blind Boys of Alabama, Billy Bragg, Stephan Eicher, Everything but the Girl, Peter Gabriel, Yusuf Islam und Toumani Diabaté, Tom Robinson, Talk Talk, The The, Hannes Wader, Loudon Wainwright III oder Paul Weller. (*)
Ausstellung in der Kunsthalle Basel, vom 28. September bis am 12. Oktober 2025: Gezeigt werden Werke von acht Kunstschaffenden aus Basel. Sie alle erhielten 2024 einen Werkbeitrag des Kunstkredits.
Wendelin Hess und Beat Müller, Gründer des Echtzeit Verlags, und ihr Grafikdesign-Studio «Müller+Hess» erhalten den Basler Kulturpreis 2025. Der Regierungsrat zeichnet sie «für ihre qualitätsvolle Grafik- und Buchkultur aus. Diese hat das visuelle Erscheinungsbild der Kulturstadt Basel entscheidend geprägt und verleiht der Basler Grafiktradition nationale und internationale Ausstrahlungskraft», wie es in der Medienmitteilung heisst.
Ab Anfang 2026 übernimmt Fabienne Schmuki (Bild) die Geschäftsführung von Swiss Music Export (SME). Sie folgt auf Jean Zuber, der die Förderinstitution seit 2008 leitet und künftig bei Stadt Zürich Kultur tätig sein wird.
Das deutsche Fachmagazin «Opernwelt» hat das Opernhaus Zürich zum «Opernhaus des Jahres 2025» auserkoren. Das ausgezeichnete Zürcher Haus wurde am 1. Oktober 1891 eröffnet und bietet Platz für 1’100 Personen. Das Opernhaus Zürich wird von Intendant Matthias Schulz geleitet, er folgte soeben auf Andreas Homoki.
Ausstellung im Kunsthaus Baselland, Münchenstein / Basel, in Kooperation mit dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, vom 26. September 2025 bis am 25. Januar 2026
t. Theaterschaffen Schweiz ist der Berufs- und Branchenverband aller Akteur:innen des professionellen freien Theaters. Auf seiner Webseite hat der Verband ein lesenswertes Interview mit seinen neuen Co-Präsidentinnen Cristina Galbiati und Sibylle Heiniger publiziert, die beide selber Theaterschaffende sind. Behandelt werden u.a. die derzeitigen Herausforderungen für Theaterberufe, die Zusammenarbeit mit anderen Kulturverbänden, die Anerkennung der Professionalität und des Wertes der Kultur, die Forderung nach fairen Arbeitsbedingungen, gerechten Löhnen und ausreichender sozialer Absicherung.
Die Hermann-und-Elisabeth-Walder-Bachmann-Stiftung würdigt die Stiftung Galegge für ihr langjähriges Engagement für Natur, Landwirtschaft und Biodiversität in Suhr (AG). Der mit CHF 50’000 Franken dotierte Walder-Preis zeichnet Personen oder Organisationen aus, die sich in der Nordwestschweiz in besonderer Weise für den Naturschutz engagieren. Im Fokus stehen Wald und Offenland sowie die Lebensräume von Tieren und Pflanzen.
Das Medienunternehmen CH Media gibt heute Donnerstag bekannt: Die Berner Sender «TeleBärn» und «Radio Bern1» werden an die Bieler Gassmann Groupe verkauft. «Mit diesem Schritt fokussiert CH Media ihre Tätigkeiten im regionalen Journalismus konsequent auf ihre Kerngebiete in der Nordwestschweiz, der Ostschweiz, der Zentralschweiz und dem Grossraum Zürich», heisst es in der Medienmitteilung. Und weiter: «Die Mitarbeitenden, die für die beiden Sender im Einsatz stehen, werden übernommen».
Seit 30 Jahren gibt es auf 3sat Kulturberichterstattung aus drei Ländern, produziert und präsentiert von den vier TV-Sendern ARD, ORF, SRF und ZDF. Ab heute Donnerstag, 19.20 Uhr, ist die Reihe «Kann Kunst die Welt retten?» werktäglich um 19.20 Uhr auf 3sat zu sehen. Das Jubiläum wird mit einer «Kulturzeit extra»-Sendung zum Thema «Was hält uns zusammen?» am Donnerstag, 2. Oktober 2025, um 19.20 Uhr gefeiert.
Am 11. Oktober 2025 wird in St.Niklausen (OW) das LUMEUM in der ehemaligen Schwimmhalle des Klosters Bethanien offiziell eröffnet. Mit der dauerhaften 360°-Lichtprojektion «Niklaus & Dorothee Alive – eine immersive Reise» ist in Obwalden ein besonderer Erlebnisraum entstanden, der Geschichte, Kunst und Technologie verbindet.
Die am 15. April 1938 in Tunis (damals französisches Protektorat Tunesien) geborene italienische Schauspielerin Claudia Cardinale (eigentlich Claude Joséphine Rose Cardinale) ist am 23. September 2025 in Nemours (Frankreich) gestorben. Sie zählte zu den herausragenden Filmdiven ihres Landes und spielte Haupt- und Nebenrollen in Filmklassikern wie «Otto e mezzo» (1963), «Il Gattopardo» (1963) und «C’era una Volta il West» (Spiel mir das Lied vom Tod, 1968). Für ihr Lebenswerk als Darstellerin erhielt Claudia Cardinale ungezählte Auszeichnungen, darunter eine Reihe von Verdienstorden der Italienischen Republik sowie zahlreiche Filmpreise wie den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig (1993), den David di Donatello (1997), den Goldenen Ehrenbären (2002) und den Preis für das Lebenswerk des Locarno Film Festivals (2011). (*) Nicht zu vergessen ist, dass sich Cardinale beseelt für Frauenrechte einsetzte, z.B. als Unesco-Botschafterin und Unterstützerin von #MeToo oder Time’s Up.
Die Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision FOCAL hat eine neue Präsidentin gewählt: Anita Wasser (Bild) übernimmt per 1. Oktober 2025 das Amt der Stiftungsratspräsidentin von ihrem Vorgänger Mariano Tschuor. Dieser gab nach sechs Jahren bei FOCAL an der Stiftungsratssitzung im Frühjahr seinen Rücktritt per Ende September 2025 bekannt. In ihrer neuen Funktion repräsentiert Anita Wasser FOCAL nach aussen und unterstützt die strategische Entwicklung der Stiftung.
Die Swiss Satellite Radios, auch bekannt als die Musiksender «Radio Swiss Pop», «Radio Swiss Classic» und «Radio Swiss Jazz», stehen zum Verkauf. Der Berufsverband SONART – Musikschaffende Schweiz kritisiert den Entscheid der SRG-SSR, bis Anfang 2027 die Swiss Satellite Radios zu verkaufen: «Diese Sender sind für Schweizer Musiker:innen eine unverzichtbare Plattform – kulturell wie wirtschaftlich».
Der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs (SSA) fördert das Entstehen von musikdramatischen Werken (Musicals, Opern, Operetten usw.) und stellt dazu Stipendien für Komponisten und Komponistinnen sowie Stipendien für Librettisten und Librettistinnen im jährlichen Gesamtbetrag von CHF 35’000.- zur Verfügung. Die Komposition und/oder das Libretto muss original und unveröffentlicht sein und sich im Projektstadium oder am Arbeitsanfang befinden.
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